B 39: Einwendungen beim LBM eingegangen

Warum blaue Schilder erst bekämpfen, wenn sie bereits aufgestellt wurden? Wo erst gar kein (straßenbegleitender) “Geh- und Radweg” gebaut wird, kann es auch keine Gemeinsamer Geh- und Radweg mehr geben. 😉 Bislang hatte ich es trotz eines wachsamen Auges auf die Planfeststellungsverfahren des LBM Rheinland-Pfalz leider versäumt, fristgerecht formelle Einwendungen im Rahmen des Anhörungsverfahrens zur Planung eines neuen Geh- und Radwegs zu erheben – wie zum Beispiel an der B 270 südlich von Kaiserslautern. Im Falle der Planungen eines Wegelchens entlang der B 39 hat das nun endlich mal geklappt. Der LBM hat mir per e-mail den Eingang meines Schreibens bestätigt. Jenes hatte ich während einer längeren Rennrad-Tour in den Briefkasten der LBM-Zweigstelle in Dahn eingeworfen.

Wen das Schreiben interessiert, kann es sich hier herunterladen (pdf, 640 KB). Um daraus nicht alles wiederholen zu müssen, beschränke ich mich in diesem Beitrag auf die im Schreiben vorgeschlagene Alternative über größtenteils bereits bestehende Forstwege auf der Nordostseite des Hochspeyerbachtales. In der folgenden Grafik von OpenTopoMap (Lizenzbedingungen) erkennt man den Bestand (magenta), die Planung des LBM (hellblau) und meine vorgeschlagene Variante (gelb).

Radfahrer würden in südöstlicher Richtung (Weidenthal – Neidenfels) am gegenwärtigen Ende des Stummels (natürlich mittels Querungshilfe) die Fahrbahn queren und ab hier leicht ansteigend auf dem oberhalb der B 39 gelegenen, dann in mindestens 3 m Breite asphaltiert werdenden Forstweg fahren. Dieser verläuft stets leicht ansteigend (oder abfallend) ca. 20 bis 50 Höhenmeter oberhalb des Talgrundes. Auch von Süden (Neidenfels) her existiert ein Anfangs sogar asphaltierter Forstweg, der ebenfalls eine Etage oberhalb der B 39 verläuft. Beide Wege müsste man nur noch im Bereich des Retschbachtales miteinander verbinden – denn dort besteht derzeit eine Lücke. Den Höhenunterschied zwischen dem nordwestlichen und südöstlichen Weg könnte man mittels einer Brücke, einer Serpentine oder einen um den Bergsporn führenden, neuen Weg überwinden.

Mir persönlich wäre so ein Weg wesentlich lieber. Vor allem, weil er nicht bretteben wäre und auf der Sonnenseite des Hochspeyerbachtales verlaufen würde. Außerdem wäre er aufgrund der Mitnutzung der Forstwirtschaft durchgehend mind. 3 Meter breit. Die geplante Route des LBM durch den Talgrund auf der Südseite des Hochspeyerbachs dürfte vor allem in der dunklen Jahreszeit überwiegend im ewigen Schatten der hohen, bewaldeten Berge des Pfälzerwaldes liegen.

Würde der LBM bzw. der Forst die Hänge hinunter zur B 39 freihalten, hätte man darüber hinaus hier und da sicher auch noch eine sehr schöne Aussicht auf das Tal, die Bahnstrecke und die Bundesstraße. Die paar zu überwindenden Höhenmeter sollten hier meiner Ansicht nach auch kein Problem sein; auch nicht für Kinder oder Senioren. Wenn man rauffährt, darf man später nämlich auch irgendwann wieder runter. 😉

Da hier fast ausschließlich einfach nur bereits vorhandene Wege ausgebaut werden müssten, wären die Eingriffe in die Natur und Umwelt deutlich geringer. Außerdem entfielen die teuren Bauwerke im Talgrund und am Bahndamm, die aberwitzige Absteigen-und-Schieben-Passage als auch die Notwendigkeit, an mehreren Stellen die Fahrbahn der B 39 zu verlegen. Was finanziell deutlich günstiger sein dürfte. Und für mich am Wichtigsten: er wäre eindeutig nicht straßenbegleitend, damit eindeutig nicht benutzungspflichtig und Autofahrer hätten keine Gelegenheit, Radfahrer von der Fahrbahn der B 39 verweisen zu wollen – weil sie erst gar keinen “Radweg” neben der Fahrbahn zu Gesicht bekämen.

Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, inwiefern meine Einwendungen berücksichtigt werden und was der LBM mir hierzu schreiben wird. Es ist natürlich auch möglich, dass er sich damit erst im Planfeststellungsbeschluss auseinandersetzen wird.

Zu den Planungen an der B 48 bei Hochspeyer werde ich in der kommenden Woche ebenfalls noch ein Schreiben verfassen.

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