Alltagserlebnisse (Teil 170)

Blocksbergstraße stadteinwärts

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren.

Überholmanöver (411)

Hach, was war das wieder ein inniges Gekuschel auf dem tollen „Schutzstreifen“ in der Blocksbergstraße (Beitragsbild), als am Vormittag des 13. Januar der Fahrer eines roten Sattelzugs mit osteuropäischen Kennzeichen kurz vor der Einmündung der Poissystraße mit vielleicht 40 cm Abstand an mir vorbeifuhr und mich somit auch zurück in die Dooring-Zone drängte. Ich habe ja am 23. Januar im Vorfeld des 4. Runden Tischs zum Verkehrsentwicklungsplan noch eine „Bonus-Stunde“ mit der Stadtverwaltung. Hierzu hatte ich vor einer Woche noch ein Sammelsurium meiner Kritik und Vorschläge erstellt und an die Teilnehmer gesandt – inklusive des Vorschlags, doch mal einen Vormittag mit mir durch Pirmasens zu radeln. Ich bin gespannt, ob überhaupt irgendwer das Angebot annehmen wird.

Überholmanöver (412)

Okay, das geht allerdings grundsätzlich auch ohne „Schutzstreifen“. Das bewies mir ein Busfahrer der Stadtwerke, der mich im steilen Übergang von der Schäfer- in die Gärtnerstraße mit auch nicht viel mehr als 60 cm Abstand überholen musste.

Parken (60)

Warum am Eck zwischen Schlossstraße und Höfelsgasse eigentlich nicht schon vor Jahren Poller installiert wurden, habe ich die Leiterin der Straßenverkehrsbehörde zuletzt per e-mail gefragt. Schließlich stehen dort fast jedes Mal Leute mit ihren Autos trotz der nur wenige Meter weiter vorhandenen Parkplätze am Eck, um „nur mal kurz“ in die Bank zu springen. An diesem Tag waren es gleich zwei; der erste quetschte sich noch neben mein am Laternenmast angeschlossenes Rad, der Zweite hielt dahinter, um seine Frau aussteigen zu lassen (Klassiker). Ich hatte auch angesichts der generell miserablen Abstellmöglichkeiten für Räder in der Innenstadt angeregt, alternativ auch eine ähnliche Wirkung entfaltende Abstellbügel aufzustellen.

Abbiegen (44)

Am Nachmittag ging es die Zweibrücker Straße runter in Richtung der Schlossstraße. Dabei bog ca. 25 m vor mir ein Fahrer eines schwarzen BMW verbotenerweise aus der Schlossstraße nach links in die Gärtnerstraße ab.

Unfall (3)

Etwas später bemerkte ich in der Blocksbergstraße an der Einmündung „In der Walsterwiese“ einen auf dem „Schutzstreifen“ stehenden Streifenwagen mit eingeschaltetem Blaulicht. Dort hatte es offensichtlich einen Unfall zwischen zwei Pkw gegeben. Im Polizeibericht fand ich hierzu jedoch nichts. Im Ersten Moment befürchtete ich, dass da vielleicht ein Radfahrer über- oder angefahren worden sein könnte.

Zebrastreifen (19)

Am 14. Januar befuhr ich die Ixheimer Straße (B 424) in Richtung der Zweibrücker Stadtmitte. Am linken Fahrbahnrand erkannte ich einen Mann, der den dortigen Zebrastreifen benutzen wollte. Er wurde allerdings von zwei entgegenkommenden Autofahrern eiskalt ignoriert.

Überholmanöver (413)

Etwas später ging es über die L 471 von Niederauerbach in Richtung Contwig. Dabei rauschte der junge Fahrer eines blauen Golfs mit hoher Geschwindigkeit mit sehr wenig Seitenabstand an mir vorbei. Dabei fängt der linksseitige Rumpel-„Radweg“ dort erst ein paar hundert Meter weiter an.

Parken (61)

Der Rad(fahr)streifen in der Teichstraße wird den Zähler in dieser Kategorie vermutlich deutlich in die Höhe treiben. 😉 Am 15. Januar fiel mir durch einen flüchtig nach rechts geworfenen Blick während der Fahrt durch die Gasstraße auf, dass schon wieder jemand auf diesem Streifen mit eingeschaltetem Warnblinker stand. Wenn ich mich nicht verkuckt habe, war es ein gelber Caddy der Deutschen Post.

Überholmanöver (414)

„Ach, dann überhol ihn halt“. Wird wohl die Anweisung des Lkw-Fahrlehrers an seinen Fahrschüler gewesen sein, während dieser schon über eine Minute lang brav, das Zeichen 295 der StVO beachtend, hinter einem Radfahrer auf der B 270 hergefahren war. Ich glaube aber nicht, dass er trotz der erhöhten Sichtposition vor der Kuppe der Bahnüberführung sehen konnte, dass aus der Gegenrichtung keiner kommt. Noch 10 bis 15 Sekunden warten, ehe die durchgezogene Linie einseitig aufgehoben wird, wäre wohl nicht mehr zumutbar gewesen?

Hupen (119)

Neenee, mein lieber Freund…! Es ging an diesem Tag nach längerer Zeit mal wieder mit dem Rennrad durch Kaiserslautern. In der Brandenburger Straße (B 37) zeigte ich einem Fahrer eines roten Kleinwagens mit einem hin- und herzeigenden Zeigefinger, dass ich dort nicht auf dem Hochbord fahren muss. Das weiter vorne stehende Gemeinsamer Geh- und Radweg gilt nämlich für den dort abzweigenden Weg in Richtung Carl-Euler-Straße. Für mich ist nur das dahinterstehende Gehweg Radverkehr frei maßgeblich.

Überholmanöver (415)

In der Mannheimer Straße (B 37) gelten glücklicherweise keine Benutzungspflichten mehr. Das gilt z. B. auch für einen ehemaligen Radfahrstreifen hinter der Einmündung der Daennerstraße. Todesmutig wie ich nun mal bin, testete ich aus, wie sehr dieser Streifen zum Engüberholen einlädt. Ein Busfahrer bestätigte mich umgehend, indem er mit nicht einmal einem halben Meter an mir vorbeizog.

Kfz auf Radwegen (50)

Dann war einmal quer durch den Pfälzerwald über Hochspeyer, die B 48 und Leimen lange Zeit Ruhe. Doch in der alten Heimat plagen einem dann gleich wieder die altbekannten Probleme. Ich quittierte die fast vollständige Blockade des Blocksbergstraßen-„Schutzstreifens“ an der Einmündung „In der Walsterwiese“ mit einem ironischen „Daumen-hoch“. Der Alte Mann mit grauem Rauschebart hat aber wohl, dem doofen Gesichtsausdruck nach zu urteilen, nicht verstanden, was ich ihm damit zu verstehen geben wollte.

Hindernisse (8)

Ähem! Für „Knut“ isses doch jetzt, am 15. Januar eigentlich schon ein wenig zu spät, oder? Kurz vorm Ende meiner 118 km langen Runde sah ich in Höhe des Windsberger Sportplatzes auf der linken Fahrbahnhälfte einen Tannenbaum liegen! Ich hielt spontan an und warf ihn in den Straßengraben. Hat leider wieder mal niemand mitgekriegt. Warum sollte man als Autofahrer wegen sowas auch anhalten und sich die Hände schmutzig machen…!?

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