Eine Insel im Nebelmeer

Eine solche war der Pfälzerwald heute. Erstaunlicherweise war der Himmel über Pirmasens heute morgen klar – hatte sich doch am Vorabend bereits wieder Nebel breitgemacht. Der Blick auf das Satellitenbild verriet, dass sich um Pirmasens herum über Nacht (warum auch immer) eine nebelfreie Zone gebildet hatte. So entschied ich spontan, dass mich meine tägliche Runde heute über Wilgartswiesen hinauf zum Luitpoldturm führen sollte, dem ich leider schon längere Zeit keinen Besuch mehr abgestattet hatte. In der Hoffnung auf ein paar schöne Fotos einer typischen Inversionswetterlage nahm ich meine EOS 550D und mein kleines Stativ mit.

Die Nebelgrenze verlief heute Vormittag ziemlich genau an der Stadtgrenze auf der Ruhbank. Ab da tauchte ich ab ins kalte und eintönige Grau. Die Sonne kam erst wieder im Verlauf des langen und steilen Anstiegs von Wilgartswiesen hinauf zum Hermersbergerhof raus. So bot sich dann auch endlich mal eine Gelegenheit, vom noch relativ jungen Aussichtspunkt zwischen dem Hermersbergerhof und dem Dreiherrenstein aus zu fotografieren; ganz links am Bildrand liegt die Breite Boll, es folgt die Spitze Boll und rechts der Mitte die Große Boll:

Jetzt weiß ich auch, wo die ihren Namen herhaben; das sind Nebel-Bollwerke. 😉 Hier noch eine Nahaufnahme der 532 m hohen Großen Boll:

Wie die vielen parkenden Autos am Luitpoldstein verrieten, war ich nicht der Einzige, der die schöne Aussicht über den Pfälzerwald genießen wollte. Im Vorraum entdeckte ich auch noch ein Mountainbike – das gehörte einer Frau aus Philippsburg, mit der ich mich auf dem Turm noch eine ganze Weile sehr nett unterhalten habe. Sie war auch fleißig am fotografieren und bot auch anderen Turm-Besuchern an, sie mit ihren Handys zu fotografieren. Vielleicht hat sie meinen Blog ja gefunden? 😉

Der Nebel umwaberte den Pfälzerwald; hier zum Beispiel der weite Blick über Leimen in Richtung der (eingenebelten) Windräder bei Weselberg:

Immer ein herrlicher Anblick; hier das Tal südlich des Wartenberges; dahinter die „unendlichen Weiten“ eines Nebelmeeres:

Wie üblich, ist die Fernsicht bei derartigen Wetterlagen phantastisch; über dem einsamen Hermersbergerhof erkennt man die über 80 Kilometer entfernten Höhenzüge des Nordschwarzwaldes mit der 1163 Meter hohen Hornisgrinde (ganz rechts im Hintergrund):

So ganz langsam kroch der Nebel mit der Zeit auch die Seitentäler des Wellbachtales hinauf:

Schön wars. 🙂 Ab Leimen war leider wieder schlagartig das Licht aus.

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