Die Eselsteige wächst zu

Vor etwa eineinhalb Jahren hatte ich in einem Beitrag die meines Erachtens zunehmend mangelhafte Pflege der Ränder entlang der Landstraßen außerorts kritisiert. Der LBM hatte damals auch auf die neoliberale „Schuldenbremse“ verwiesen, wonach man die Bankette der Landstraßen nur noch zwei bis drei Mal im Jahr mähen würde. Entlang der L 478 über die „Eselsteige“ zwischen Fischbach und Eppenbrunn wird selbst das nicht erfüllt. Im letzten Jahr wurde diese Straße nur ein einziges Mal gemäht – und im gesamten Jahr 2019 bislang sogar noch gar nicht!

Inzwischen zerfällt der dichte, teils bis zu 1,5 m hohe Bewuchs aus unterschiedlichsten Pflanzen, Bäumen und anderen Gewächsen aufgrund des herannahenden Winters schon wieder ein wenig. Im August war am Schöntalweiher jedenfalls noch alles in ein dichtes, undurchdringliches Grün gehüllt. Auf dem Beitragsbild muss man sich daher auch ein klein wenig bemühen, um mein an einen Leitpfosten angelehntes Rennrad auf den ersten Blick zu erkennen. Man beachte auch die dichten Farne am gegenüberliegenden Fahrbahnrand. In der Gegenrichtung schaut es auch nicht viel besser aus:

Auch ein Stück weiter ist alles ziemlich zugewachsen:

Die Straßenmeisterei Dahn scheint nur sehr wenig Lust zu verspüren, die Straßenränder dieser Landesstraße einigermaßen in Schuss zu halten. Die andere „Passstraße“ über den „Braunsberg“ (Rote Hohl), die L 487 zwischen Salzwoog und Fischbach wird übrigens auch nur sehr selten, höchstens ein Mal im Jahr gemäht. Vergangenes Jahr mähte man interessanterweise nur die unteren Abschnitte – während man den mittleren Abschnitt entlang der „Hochstraße“ ungemäht ließ. Das holte man erst im Spätherbst nach.

Diese beiden Landesstraßen führen nahezu ausschließlich durch das lückenlose Waldgebiet des Pfälzerwaldes – weshalb die Gefahr von Wildunfällen besonders groß ist. Wie jedoch dicht zugewachsene Straßenränder noch mit dem Begriff „Verkehrssicherheit“ in Einklang stehen sollen, weiß wohl nur der LBM bzw. eine neoliberale Landesregierung, die zwanghaft nach Einsparmöglichkeiten sucht.

Grade für Velomobil- oder Liegeradfahrer sind derart zugewachsene Straßenränder insbesondere bei einer kurvenreichen Streckenführung besonders gefährlich – weil der von hinten kommende Verkehr jene erst recht spät erkennen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch das Absenden des Kommentars werden Ihr gewählter Name, Ihre Email-Adresse sowie der von Ihnen verfasste Text gespeichert. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.

9 + 1 =