Neue Striche in der Blocksbergstraße

Was lange währt, wird endlich gut? Eher nicht. Schon vor etwas mehr als einer Woche fiel mir auf, dass die Stadtverwaltung es tatsächlich dann doch geschafft hat, das suboptimale Ende des „Schutzstreifens“ in der Blocksbergstraße (welcher auf den freigegebenen Gehweg führt) zumindest etwas zu verbessern. Letzten Endes bin ich mit der Umsetzung aber überhaupt nicht zufrieden, denn ich hatte mir eine sanfte Wiedereingliederung zur Fahrbahn hin gewünscht. Stattdessen macht der nur minimal verlängerte Streifen einen Satz nach links.

Positiv daran ist: Autofahrer werden durch das Zeichen 340 (zumindest rechtlich) in der Weise eingeschränkt, dass sie nicht (mehr) einfach einen nach links ausscherenden Radfahrer ungestraft über den Haufen fahren dürfen. Andererseits werden bei nicht vorhandenem Radfahrer die meisten eben nicht zur Fahrbahnmitte ausscheren – weshalb der Streifen sicherlich ziemlich bald „weggerubbelt“ sein dürfte.

Wer sich vielleicht an den letzten Beitrag zu diesem Thema erinnern kann, dem wird evtl. noch die damals als Beitragsbild genutzte, animierte GIF-Grafik geläufig sein? Ich hatte sie rausgenommen, nachdem ich gelesen hatte, dass man auch Luftbilder nicht einfach als Grundlage für individuelle Nachzeichnungen verwenden darf. Jedenfalls war darauf ein langgezogener, sanfter Übergang zur Fahrbahn hin vorgesehen, sich auch an der Sperrfläche des gegenüberliegenden Fahrbahnteilers orientierend.

Eigentlich hatte man mir im 2. Gespräch vergangenen November auch versichert, dass man das so machen wolle, wie ich es skizziert hatte. Dass dann zwei oder drei Parkplätze auf dem folgenden Seitenstreifen wegfielen, sei halt so. Tja – nun hat man nicht einmal eine halbe Fahrzeuglänge für diese neue, ruckartige Einfädelung „verschwendet“. Deutlicher konnte man mir hier wieder mal nicht zeigen, dass in Pirmasens der Raum für stehendes Blech wichtiger ist, als ein sicherer, sanfter Übergang eines „Schutzstreifens“ zur Fahrbahn. Das Ganze passt auch wieder zur Tatsache, dass die Stadtspitze sich wirklich jeder Kommunikation mit mir verweigert.

Nunja. Ich bin aber nun auch gespannt, ob man nun vielleicht etwas mehr Radfahrer in der Blocksbergstraße auf der Fahrbahn sehen wird. Vorher suggerierte das Ende des Streifens ja, dass man auf dem Gehweg weiterfahren müsse. Grade gestern erst sah ich aber wieder einen, der von der PSB kommend die Fahrbahn querte, um auf dem Gehweg Radverkehr frei weiterzufahren. Natürlich mit mehr als 6 km/h.

2 Gedanken zu „Neue Striche in der Blocksbergstraße“

  1. Oh, mann!
    Die Fahrdynamik eines Zweirads — die große Unbekannte für Straßenverkehrsbehörden seit 1817.
    Möchten die an der Stelle eine Studie machen, welche Verkehrsart wie oft diese Linien überfährt?
    Im Alltag wird doch so der überholte Radfahrer an den Parkständen unmittelbar danach „abgeschert“ und auf der Sperrfläche „abgestellt“.
    Der optische Eindruck muss direkt intuitiv erfassbar einen Fahrstreifenverlauf ergeben, der keine Haken schlägt und rechts den Platz schafft in dem dann der Einfädelvorgang stattfinden kann.

    1. Ich versteh es auch nicht mehr, warum die Stadt wirklich alles versaubeuteln muss und keinen Rat annehmen will…!? In der Arnulfstraße ist das auch ganz toll. Und in der Blocksbergstraße ist es zumindest konsequent, weil man eine Einmündung zuvor ja auch im ruckartigen Zickzack vom freigeg. Gehweg in die Dooringzone, also um Längsparkstände herumgeführt wird… Dabei hätte man dort auch die Sperrfläche für eine sanftere Wiedereingliederung nutzen können.

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