Persona non grata

Gestern erfuhr ich, dass die Kreisverwaltung Südwestpfalz (deren Kommunikationsgebahren ich erst kürzlich kritisierte) am 11. September in Lemberg eine Verkehrsschau veranstaltet. Das erfuhr ich allerdings nicht von eben jener Kreisverwaltung, sondern vom ADFC Kaiserslautern. Die Straßenverkehrsbehörde hat mich hier einmal mehr gezielt nicht darüber informiert – und stattdessen auch noch persönlich genau jenes ADFC-Mitglied eingeladen, welches mir damals bei der Verkehrsschau in Hinterweidenthal in den Rücken fiel – und sich auch noch für die Aufrechterhaltung der Sperrung der B 10 aussprach. Seine erhobenen Einwände, man dürfe bei Gehweg Radverkehr frei ja nur Schrittgeschwindigkeit fahren, sind auch der wesentliche Grund, warum die Kreisverwaltung Südwestpfalz bis heute völlig untätig blieb.

Jenes ADFC-Mitglied (das nebenbei räumlich gar nicht für die Südwestpfalz „zuständig“ ist) arbeitet darüber hinaus eng mit dem LBM, vor allem auch in Sachen HBR zusammen. Auch zur Kreisverwaltung Kaiserslautern, die was die Aufhebung selbst absurdester und gefährlichster Gehwegbenutzungspflichten für Radfahrer eine mehr als fragwürdige (vom rennradfahrenen Landrat unterstützte) Politik betreibt, besteht ein recht gutes Verhältnis. Er arbeitete bspw. am „Leitfaden Alltagsradverkehr“ mit. Den Verwaltungen kommen derart pflegeleichte Radfahrervertreter, die sich auch wohlwollend für vermehrte Fahrbahn- und Verkehrsverbote für Radfahrer einsetzen, natürlich wie gelegen. Dienen sie doch als Feigenblatt, wenn es darum geht, darauf zu verweisen, man habe „die Radfahrer“ ja schließlich beteiligt. Kritischen Stimmen verweigert man hingegen vorsätzlich wertvolle Informationen und die Teilnahme an Verkehrsschauen – die ohne den Kritiker gar nicht erst stattfinden würden. Ich weiß nicht, wie oft ich anlässlich der jahrelangen Untätigkeit insb. die absurde Beschilderung am Kreisel Altenwoogsmühle bemängelt habe. Und erst jetzt, im September 2019 bequemt man sich dazu, sich das überhaupt mal persönlich anzusehen.

Und natürlich nur das. Alles andere in unmittelbarer Nähe lässt man weiterhin aus. So auch den absurden Stummel am Ständenhof, als auch das Wegelchen mit starkem Gefälle Richtung Langmühle.

Es ist nun bereits das zweite Mal der Fall, dass mir die Kreisverwaltung nachweislich wichtige Informationen und sogar die Einladung zu einer Verkehrsschau verweigert. Einer Verkehrsschau, die schon vor mindestens 2 Jahren hätte stattfinden müssen.

Und die wagen es allen Ernstes, mir vorzuwerfen, ich würde mich hin und wieder „im Ton vergreifen“? Glauben die im Ernst, dass ich am 11. September nicht dorthin fahren werde…!? Und ich bin hier der Böse, weil ich mir diese herablassende Arroganz nun schon seit über zwei Jahren gefallen lassen muss? Und dies hin und wieder mit klaren und deutlichen Worten kritisiere?

Die Landrätin verweigert übrigens auch weiterhin jede Stellungnahme zum Thema Radverkehr.

2 Gedanken zu „Persona non grata“

  1. Solche „Radverkehrsvertreter“, egal ob ADFC oder IC oder sonst welche, gehen mir auch seit Jahren auf den Sack. Statt mal auf den Tisch zu hauen und Problemstellen zu benennen suhlt man isch im Gefühl, wichtig zu sein. Und die Behördenvertreter wissen das ganz genau und hofieren solche Leute.

    1. Mir auch. Manche fühlen sich halt wichtig, wenn sie sich vor den Verwaltungen brav und artig verneigen – und als Belohnung für diese „Geschmeidigkeit“ dann um „Rat“ gefragt werden…

      Sage mir, wer dich lobt, und ich sage dir, worin dein Fehler besteht. Lenin.

      Ich finde es jedenfalls nur noch peinlich, dass eine Behörde sich derart unprofessionell verhält. Die mögen mich lästig finden und in vielen Punkten nicht meiner Meinung sein. Das gibt der Verwaltung aber nicht das Recht, mir willkürlich Informationen vorzuenthalten (die sie anderen freizügig mitteilt) oder mich eben nicht zu einer Verkehrsschau einzuladen, die ich in den vergangenen 2 Jahren mindestens 5 mal gefordert habe.

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