Aus dem Polizeibericht (Teil 51)

In Pirmasens kollidiert eine 16-jährige Gehwegradlerin an einer Grundstückszufahrt mit einem Pkw. Gleich zwei Gehwegradler (19 und 20 Jahre alt) kollidieren in Landau miteinander. Ebenfalls in Landau war ein besoffener 39-jähriger auf dem Rad unterwegs. Trotz (oder wegen?) Radweg und „Schutzhelm“ wird in Rheinzabern ein 51-jähriger bei einer Fahrbahnquerung schwer verletzt. In Zweibrücken hat ein 11-jähriger enormes Glück, als es auf einer Kreuzung wegen eines Ampelausfalls zu einem schweren Unfall zwischen zwei Pkw kommt. Nochmal zwei betrunkene Torkelradler fielen der Polizei in Heinzenhausen und Landau auf.

Gehwegradlerin kollidiert mit Pkw

Pressemeldung der PD Pirmasens vom 7. August 2019:

Pirmasens (ots). Am Dienstag, gegen 14:30 Uhr, wollte ein 75jähriger Pkw-Fahrer aus seiner Grundstückseinfahrt auf die Alleestraße ausfahren. Hierbei übersah er eine 16jährige Radfahrerin, die in Fahrtrichtung Innenstadt den Gehweg befuhr. Sie streifte die Front des Pkw und kam zu Fall. Hierbei verletzte sie sich leicht. Am Pkw entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 500 Euro.

Ach Mädel…! Genau aus diesen Gründen soll man in deinem Alter nicht mehr auf dem Gehweg radeln. Warum hört in Pirmasens einfach niemand auf mich…!?

Kollision zweier Gehwegradler

Pressemeldung der PD Landau vom 7. August 2019:

Landau (ots). Zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Fahrradfahrern, hierbei verletzten sich beide, kam es am frühen Montagabend in Landau in der Maximilianstraße, am Stadtarchiv/Busbahnhof, an der Lichtsignalanlage. Ein 19-jähriger Fahrradfahrer fuhr in Richtung Norden und wechselte unmittelbar vor der für seine Fahrtrichtung rot zeigenden Ampel von der Fahrbahn auf den Gehweg. Hier kollidierte er mit einem von rechts auf dem Gehweg in westlicher Richtung fahrenden 20-jährigen Radfahrer. Beide stürzten auf die Fahrbahn. Der 20-jährige wurde zur Versorgung seiner Gesichtsverletzung in ein Krankenhaus verbracht, während der 19-jährige Radfahrer leichtere Verletzungen an Armen und Beinen davontrug. Durch die örtliche Bebauung (Hausecke des Stadtarchivs) war die Sicht aufeinander nicht gegeben. Beide werden sich aufgrund ihrer Fehlverhalten, Befahren des Gehwegs und Umfahrung einer roten Ampel, verantworten müssen.

Eine gewisse Schadenfreude kann ich mir hier nicht verkneifen. Mich regen diese Schlauberger ja auch immer enorm auf, die vor einer roten Ampel auf den Gehweg wechseln und dann oft genug auch noch ungebremst ums Eck fahren – ob da grade Fußgänger laufen könnten, ist diesen Deppen in aller Regel ebenfalls völlig egal. In diesem Fall haben sich also die beiden Richtigen getroffen. Der 19-jährige wollte wohl darüber hinaus auch noch gegen das dort angeordnete Abbiegeverbot Vorgeschriebene Fahrtrichtung Gradeaus verstoßen und das Verbot der Einfahrt missachten. Hier noch die Aufnahme dieses total unübersichtlichen Ecks aus der Gegenrichtung (der 20-jährige kam von links).

Torkelradler in Landau

Pressemeldung der PD Landau vom 6. August 2019:

Landau (ots). Im Rahmen einer Streifenfahrt wurde ein in Schlangenlinien fahrender 39-jähriger Radfahrer am frühen Montagmorgen in Landau festgestellt. Ein Atemalkoholtest ergab eine Alkoholkonzentration von 1,5 Promille. Die Folge war eine Blutentnahme, Sicherstellung des Fahrrades und ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr.

Ich (als jemand, der grundsätzlich keinen Alkohol trinkt) frage mich ja immer wieder, warum viele Leute selbst sturzbesoffen noch aufs Rad aufsteigen müssen…!? Ist es das wirklich wert?

Trotz Helm und Radweg schwerverletzt

Pressemeldung der PD Landau vom 5. August 2019:

Rheinzabern, Jockgrimer Straße – 05.08.2019, 18:00 Uhr (ots). Am 05.08.2019 um ca. 18:00 Uhr ereignete sich in der Jockgrimer Straße in Rheinzabern ein schwerer Verkehrsunfall. Ersten Ermittlungen zufolge befuhr ein 51-jähriger Radfahrer den Radweg aus Fahrtrichtung Jockgrim kommend und wollte am Ortseingang Rheinzabern die Jockgrimer Straße überqueren. Hierbei übersah er einen in Fahrtrichtung Jockgrim fahrenden PKW und kollidierte seitlich mit dessen Fahrzeugfront. Der Fahrradfahrer erlitt trotz Schutzhelm schwere Verletzungen davon. Er wurde vor Ort vom Notarzt erstversorgt und aufgrund seiner schweren Kopfverletzungen mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik verbracht.

Die PKW-Fahrerin musste aufgrund ihres Schockzustandes ebenfalls vorsorglich durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht werden.

Zur Ermittlung der Unfallursache und des genauen Unfallherganges wurden die beteiligten Fahrzeuge sichergestellt und ein Gutachter beauftragt.

Zeugen, die Angaben zu dem Unfallgeschehen machen können, werden gebeten sich mit der Polizeiinspektion in Wörth am Rhein in Verbindung zu setzen.

Tja. Wie war das nochmal mit den sicheren Radwegen…? Und ich dachte, Fahrradhelme schützten deren Träger immer und jederzeit vor schweren Verletzungen…? Ich bitte um Verzeihung für meinen Zynismus!

Interessanterweise scheint es auf dem Abschnitt der L 540 zwischen Jockgrim und Rheinzabern etwas ganz Seltenes zu geben: baulich getrennte Wegelchen – auf beiden Straßenseiten! Leider kann ich nur spekulieren, an welcher Kreuzung der schwere Unfall geschah. Entweder am „eigentlichen Ortseingang“ an der EinmündungAn den Tongruben“ oder an der Querungshilfe hinter der Ortstafel am REWE, die verlinkten mapillary-Aufnahmen zeigen jeweils die Perspektive der Autofahrerin. Nebenbei: dort die Ortstafeln meiner Ansicht nach auch falsch – und müssten weiter nach Süden versetzt werden.

Die Stelle am REWE ist jedenfalls wohl die wahrscheinlichere; der Radfahrer war also auf einem linksseitigen Wegelchen unterwegs und wollte wieder nach rechts. Der natürlich auch innerorts mit Gemeinsamer Geh- und Radweg bebläut ist, sehr wahrscheinlich wegen des querender Radverkehr aus beiden Richtungen Vorfahrt gewähren auch in beiden Richtungen. Und nun liegt der Mann schwerverletzt im Krankenhaus. Trotz „Fahrradhelm“. Tragisch! Hätte er keinen aufgehabt, hätte man es ihm sicher vorgeworfen. Vorwerfen wird man ihm auf jeden Fall, dass er eben nicht auf den Querverkehr geachtet hat.

Junge hat Glück im Unglück

Pressemeldung der PD Pirmasens vom 5. August 2019:

Zweibrücken (ots). Vier leichtverletzte Personen und insgesamt ca. 36.000 EUR Sachschaden sind die Bilanz eines Verkehrsunfalls, der sich am 04.08.2019 gegen 13:20 Uhr in der Kaiserstraße ereignete.

Unfallhergang: Ein 56-jähriger SUV-Fahrer befuhr zur Unfallzeit die Kaiserstraße in Fahrtrichtung Lützelstraße bei ausgeschalteter Lichtsignalanlage. Zur gleichen Zeit näherte sich ein 32-jähriger Opel-Fahrer von der Ritterstraße kommend in Fahrtrichtung Luitpoldstraße der Kreuzung zur Kaiserstraße. Für ihn zeigte die Lichtsignalanlage gelbes Blinklicht. Aufgrund einer Fehlinterpretation des gelben Blinklichts war der 32-Jährige der Meinung, die Ampel würde in Kürze auf Rot umspringen, weshalb er noch schnell die Kaiserstraße überqueren wollte. Dabei fuhr er ungebremst in die Seite des SUV des 57-Jährigen. Dieser und seine Ehefrau erlitten Schleudertraumata und Prellungen und mussten ins Krankenhaus transportiert werden. Der Unfallverursacher erlitt eine Brustkorbprellung, verursacht durch den Sicherheitsgurt. Großes Glück hatte ein 11-jähriger Junge, der am Ampelmast auf seinem Fahrrad saß und auf eine Möglichkeit wartete, die Kaiserstraße in Richtung Nardini-Klinikum zu überqueren. Durch einen Sprung von seinem Fahrrad konnte er einen Zusammenstoß mit dem SUV des 57-Jährigen vermeiden, der gegen den Ampelmast geschleudert wurde. Der Junge trug dabei „nur“ eine Schürfwunde am Schienbein davon. Schäden: SUV Renault: ca. 30.000 EUR / Opel-Astra Station Wagon: ca. 5.000 EUR / Fahrrad: ca. 50 EUR / Lichtsignalanlage: ca. 1.000 EUR. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

Okay, in diesem Falle hatte der Junge großes Glück, dass er – obwohl er dafür ja schon „zu alt“ ist – auf dem Gehweg unterwegs war. Meine Güte..! Was den Opel-Fahrer betrifft, der ein blinkendes Gelblicht in der Weise interpretiert, er müsse noch zusätzlich Gas geben und in eine Vorfahrtstraße reinrasen, wollen mir grade einfach keine passenden, nicht justiziablen Worte einfallen…! Er möge in der nächsten Zeit auf jeden Fall sehr lange zu Fuß gehen! Bei mapillary gibt es nur eine Aufnahme aus der entgegengesetzten Fahrtrichtung (des Ehepaars); der 32-jährige kam aus dieser Perspektive von rechts und ignorierte dabei ein über der Ampel hängendes Stop-Schild.

Torkelradler bei Heinzenhausen

Pressemeldung der PD Kaiserslautern vom 4. August 2019:

Heinzenhausen/Grumbach (ots). Der Polizeiinspektion wird am Samstag kurz vor Mitternacht gemeldet, dass ein Fahrradfahrer „Schlangenlinien“ auf der B 270 fahren würde. Die Streife konnte in Höhe Heinzenhausen einen 54jährigen Mann samt Fahrrad antreffen und einer Verkehrskontrolle unterziehen. Ein Atemalkoholtest ergab 1,63 Promille. Ihm wurde daraufhin eine Blutprobe entnommen und ein Strafverfahren eingeleitet. (…)

Tja. Besoffen Radfahren ist halt einfach keine gute Idee. Das gilt auch für den folgenden Spezi:

18-jähriger mit 2,2 Promille betankt

Pressemeldung der PD Landau vom 3. August 2019:

Landau (ots). Eine Streifenwagenbesatzung der Polizei Landau befuhr den Westring zu einem Einsatz, als vor Ihnen ein Radfahrer auftauchte. Der Radfahrer fuhr in so deutlichen Schlangenlinien, das ein gefahrloses Vorbeifahren nicht möglich war. Der 18-jährige Radfahrer aus Landau wurde angehalten, ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von fast 2,2 Promille. Die Weiterfahrt wurde untersagt und es wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Führerscheinstelle wird über den hohen Promillewert unterrichtet, der Radfahrer muss auch mit führerscheinrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Da muss er ja schon gewaltig getorkelt haben, wenn die Polizei sogar extra eine Einsatzfahrt abbricht, um ihn anzuhalten. Tja, dann darf der Führerscheinneuling wohl erst einmal wieder für eine Weile lang laufen.

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