Aus dem Polizeibericht (Teil 39)

In Winnweiler und Germersheim werden betrunkene Torkelradler angehalten. In Rohrbach kontrolliert die Polizei die Fahrräder von Grundschülern. Bei Hochstadt versucht ein Autofahrer, einen Rennradfahrer zur Nutzung eines fragwürdigen „Radwegs“ zu nötigen. In Landau kommt es auf einem mitten in der Dooring-Zone gelegenen, benutzungspflichtigen Radweg zu einem Unfall, bei dem eine 58-jährige E-Bikerin leicht verletzt wird. In Germersheim umfährt ein Rennradfahrer verkehrsbedingt haltende Lkw auf dem Gehweg und verletzt sich bei der Wiederauffahrt auf die Fahrbahn schwer, als er mit einem anfahrenden Lkw kollidiert. Einen relativ unspektakulären Alleinunfall gab es in Herxheim. In Mörlheim kollidieren ein Radfahrer und Radfahrerin auf einem Geh- und Radweg. In Bayerfeld-Steckweiler streift ein Radfahrer ein entgegenkommendes Auto.

Torkelradler mit 1,37 Promille

Pressemeldung der PD Kaiserslautern vom 7. Juni 2019:

Rockenhausen, Winnweiler (ots). Am Freitagmorgen hat die Polizei bei allgemeinen Verkehrskontrollen in den Stadtgebieten Rockenhausen und Winnweiler mehrere Verkehrssünder ertappt. Die Ordnungshüter legten dabei insbesondere ein Augenmerk auf nicht angelegte Sicherheitsgurte und die verbotene Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt. Zusätzlich hat die Polizei in der Schlossstraße in Winnweiler einen alkoholisierten Radfahrer aus dem Verkehr gezogen. Der Schnelltest erbrachte ein Ergebnis von 1,37 Promille. Die Weiterfahrt mit dem Drahtesel wurde untersagt.

Die Polizei kündigt auch über die Pfingstfeiertage weitere Kontrollen an.

Der hatte sich bestimmt einen Frühschoppen gegönnt. Und nun halt ein Strafverfahren am Hals.

Polizei überprüft Grundschüler-Räder

Pressemeldung der PD Landau vom 7. Juni 2019:

Rohrbach (ots). Im Rahmen des Projektes „Sicheres Verhalten der Grundschüler /-innen im Straßenverkehr“ wurde die Polizei durch die Schulleitung der Rohrbacher Grundschule gebeten, die Fahrräder hinsichtlich vorschriftsmäßiger Ausstattung zu überprüfen. In einer 90 Minuten dauernden Kontrolle, unter Mithilfe der jeweiligen Klassenlehrinnen, konnte sich die Polizei über die vorschriftsmäßige Ausstattung bei einem Großteil der ca. 50 Fahrräder überzeugen. Die festgestellten leichten Mängel werden den Eltern der Grundschüler/-innen schriftlich mitgeteilt und um Instandsetzung gebeten. Alle Schüler und Schülerinnen waren stolz, ihre bereits erworbenen Kenntnisse im Umgang mit ihren Fahrrädern auch der Polizei gegenüber zu zeigen.

Schön, dass dort dann doch relativ viele Schüler mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Warum man aber grade zur Zeit der längsten Tage des Jahres u. a. den Beleuchtungs- und Reflektoren-Firlefanz an Kinderfahrrädern überprüfen muss, erschließt sich mir auch nicht so wirklich.

Nötigung zur Radwegbenutzung

Pressemeldung der PD Landau vom 7. Juni 2019:

Hochstadt (ots). Zu einem Disput kam es auf der K40 bei Hochstadt am 5.6.2019, gegen 07.20 Uhr, als ein Radfahrer auf seinem Rennrad von Offenbach in Richtung Hochstadt befuhr und von einem Pkw-Fahrer auf die Benutzung des nebenan verlaufenden Radweges hingewiesen wurde. Nach Schilderung des Radfahrers hat der Fahrer eines silbernen Mercedes-Kleinbusses sein Fahrzeug dazu benutzt, um den Rennradfahrer an der Weiterfahrt zu behindern. Zeugen werden gebeten, sich unter der Tel. Nr. 06341/2870 oder per Email pilandau@polizei.rlp.de bei der Polizei Landau zu melden.

„Daneben ist ein Radweg!“ Hab ich schon länger nicht mehr gehört. Die K 40 spielte hier in den Unfallberichten allerdings schon mehrfach eine Rolle: Einmal verstarb ein älterer Mann auf eben jenem „Radweg“ – und am Bahnübergang gab es einen schweren Draisinenunfall.

Der Zwischenfall muss auf Hochstädter Gemarkung stattgefunden haben, also zwischen der Fuchsmühle und dem südlichen Ortseingang. Hinter der Brücke über die Queich erkennt man jedenfalls nur ein Verbot für Fahrzeuge aller Art, frei für land- und forstwirtschaftlichen Verkehr (ob ein Radverkehr frei drunterhängt, ist nicht erkennbar). Der folgende Weg ist eh nicht straßenbegleitend. An der Stelle, an der der Feldweg dann zur K 40 zurückfindet, steht ein uraltes Zeichen 244 der StVO von vor 1992. Das Schild wird aber an der folgenden Einmündung eines asphaltierten Waldwegs nicht wiederholt. Das gilt auch für die beiden weiteren Einmündungen. Später verlässt er die K 40 deutlich. Beim „Wiedersehen“ steht dann doch mal wieder ein uraltes Blauschild. Dann folgt der mit vorheriger Einmündung – ohne Blauschild, dafür mit fragwürdigem Zickzack. Blaues Altmetall gibt es erst wieder hinter dem BÜ. Allerdings beträgt hier der Abstand zur Fahrbahn lt. google Maps über 7 Meter. Und an den folgenden Einmündungen gibt es teilweise wieder gar keine Blauschild-Wiederholungen. Später verläuft er teils sogar auf Hochbord. Der Zustand des Weges scheint auch teilweise ziemlich schlecht zu sein.

Langer Rede, kurzer Sinn: Der Rennradfahrer war sehr wahrscheinlich sogar legal auf der Fahrbahn unterwegs. Meiner Ansicht nach auch deshalb, weil diese hin und wieder auftauchenden, uralten blauen Verkehrszeichen gar nicht der „aktuellen“ StVO entsprechen. Mal gespannt, ob diese Geschichte nicht wieder damit endet, dass das Verfahren gegen den Nötiger eingestellt wird – und der Rennradfahrer 20 Euro wegen Missachtung einer Gehwegbenutzungspflicht für Radfahrer bezahlen soll…

Dooring-Unfall in Landau

Pressemeldung der PD Landau vom 7. Juni 2019:

Landau (ots). Am 5.6.2019, gegen 09.00 Uhr kam es in Landau, in der Neustadter Straße zu einem Verkehrsunfall bei dem eine 58-jährige Fahrerin eines E-Bikes leicht verletzt wurde. Eine 28-jährige Pkw-Fahrerin hat beim Öffnen der Fahrertür das auf dem Radweg fahrende E-Bike übersehen. Dessen Fahrerin fuhr gegen die offen stehende Tür und verletzte sich leicht. Zur weiteren Versorgung wurde die 58-jährige in ein Krankenhaus verbracht. Am Pkw und Fahrrad entstand Sachschaden in Höhe von 1000. -Euro.

In der Neustadter Straße findet man typische Landauer „Radverkehrsinfrastruktur“, wie sie gefährlicher und überflüssiger kaum sein könnte. Leider fehlt die genaue Angabe des Unfallortes als auch die Fahrtrichtung. Man zwingt dort aber sowieso in beiden Richtungen Radfahrer per uralter Zeichen 242 mitten in die Dooring-Zone!

Ich habe allerdings auch gar keine große Lust, genau jene Stadtverwaltung Landau auf derartig gemeingefährlichen Blödsinn hinzuweisen, welche bekanntlich auch die Horstbrücken-Sperrung für rechtmäßig erachtet.

Mit 1,79 Promille torkelt es sich prima

Pressemeldung der PD Landau vom 6. Juni 2019:

Germersheim (ots). Gegen 20 Uhr wurde am Mittwochabend ein Radfahrer mit 1,79 Promille durch die Polizei im Stadtgebiet kontrolliert. Eine Passantin meldete der Polizei, dass der 27 – Jährige mit „Schlangenlinien“ und freihändig mit einer Bierflasche in der Hand unterwegs sei. Dem Radfahrer wurde bei der Dienststelle eine Blutprobe genommen, da er sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte, musste er die Nacht zur Ausnüchterung in der Zelle verbringen. Ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr wurde eingeleitet.

Immerhin. Mit dem Promillepegel noch freihändig fahren können – und dann noch mit einer Bierpulle in der Hand; ohne sich auf die Schnauze zu legen… daran erkennt man halt die besonders trinkfesten Vorderpfälzer! 😉

Über Gehweg abgekürzt: schwer verletzt

Pressemeldung der PD Landau vom 6. Juni 2019:

Germersheim (ots). Ein schwerverletzter Radfahrer ist die Folge eines Verkehrsunfalls, welcher sich soeben im Industriegebiet von Germersheim ereignet hat. Demnach befuhr der ca. 70 Jahre alte Radfahrer mit seinem Rennrad, die Hamburger Straße in Germersheim. Da vor ihm Lkw verkehrsbedingt halten mussten, wich er auf den Gehweg aus. Als er im weiteren Verlauf zwischen zwei Lkw hindurch wieder auf die Straße wechseln wollte, stieß er gegen einen anfahrenden Lkw und stürzte. Er wurde von den Rettungssanitätern in die Asklepiosklinik nach Germersheim verbracht, wo er zurzeit noch behandelt wird. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde ein Gutachter hinzu gezogen. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.

Tja. Erstmal gute Besserung. Allerdings hab ich für so eine Aktion kein wirkliches Verständnis. Man kann auch einfach mal ein paar Sekunden warten…! Übrigens noch ein interessanter mapillary-Beifang.

Alleinunfall in Herxheim

Pressemeldung der PD Landau vom 5. Juni 2019:

Herxheim (ots). Am 4.6.19, gg. 8.50 Uhr, stürzte eine Radfahrerin beim Befahren der Kettelerstraße in Herxheim ohne Fremdeinwirkung. Sie verletzte sich am Kopf und wurde zur Erstversorgung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht.

Eine übersichtliche, relativ gerade Straße in einem Wohngebiet. Mir fehlt die Vorstellung, wie man in so einer Straße einfach vom Fahrrad stürzen kann…!?

Kollision auf „Geh- und Radweg“

Pressemeldung der PD Landau vom 4. Juni 2019:

Landau (ots). Zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Radfahrern kam es am 3.6.2019, gegen 15.20 Uhr auf dem Rad- und Gehweg neben der L509 an der Einmündung Bornheimer Weg bei LD-Mörlheim. Hierdurch kamen beide Radfahrer zu Fall. Die Beteiligten waren nach eigener Einschätzung unverletzt ohne Schäden an ihren Rädern ohne Austausch der Personalien weitergefahren. Die geschädigte Radfahrerin erlitt jedoch eine Verletzung am Handgelenk und meldete den Unfall bei der Polizei nach. Der unbekannte weitere beteiligte Radfahrer wird gebeten, sich unter Tel. Nr. 06341/2870 bei der Polizei Landau zu melden.

Der Bornheimer Weg in Mörlheim kommt mir doch irgendwie bekannt vor…? Im damaligen Beitrag hatte ich so ganz nebenbei aufgrund des mapillary-Studiums die chaotische Radverkehrsführung genau an dieser Einmündung kritisiert. Es fehlt leider auch die Angabe, wer von wo kam und ob es ein Unfall im Gegenverkehr war oder ein Überholunfall. Auch hier könnte ich der Landauer Stadtverwaltung eine e-mail schreiben. Aber: wozu…!?

Auf „Gegenfahrspur“ geraten?

Pressemeldung der PD Kaiserslautern vom 4. Juni 2019:

Bayerfeld-Steckweiler (Donnersbergkreis / ots). Am Montagabend geriet ein 56-jähriger Radfahrer in der Schlossbergstraße in einer Linkskurve, vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit, nach links auf die Gegenfahrspur, streifte dort einen entgegenkommenden Suzuki Grand Vitara und kam anschließend zu Fall. Da er sich dabei leicht verletzte, wurde er vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Der Gesamtschaden wird auf circa 2.200 Euro geschätzt.

Es handelt sich hier um ein enges, verwinkeltes Sträßchen – in welcher man eine „Gegenfahrspur“ wohl nur schwer finden wird. Daher halte ich die doch recht eindeutig erscheinende Schuldzuweisung in Richtung des Radfahrers („nicht angepasste Geschwindigkeit“) für ein wenig fragwürdig. Die Autofahrerin kann hier schließlich auch zu schnell oder zu mittig gefahren sein. Das Sträßchen scheint auch im Wesentlichen eine Sackgasse zu sein – also müsste der Mann vermutlich auch ortskundig gewesen sein.

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