Neue Fahrradstreife in Kaiserslautern

Fahrradstreife KL

Huch! Da habe ich doch tatsächlich völlig vergessen, die Pressemeldung des Polizeipräsidiums Westpfalz vom 25. April in meinem Blog zu thematisieren. Dann hole ich das doch noch schnell nach. Seit Anfang April sind drei Polizisten und eine Polizistin der PI Kaiserslautern 1 regelmäßig mit dem Fahrrad auf Streife (Quelle des Beitragsbildes: Polizeipräsidium Westpfalz).

Mehr hierzu:

Kaiserslautern (ots). Polizeiautos, Hubschrauber und Polizeimotorräder haben Sie sicherlich schon gesehen – auch schon Polizisten auf Fahrrädern? Im Kaiserslauterer Stadtgebiet ein eher ungewohnter Anblick. Seit drei Wochen können Sie ihnen jedoch begegnen: Der Fahrradstreife des sogenannten Altstadtreviers.

Eine Polizistin und drei Polizisten der Polizeiinspektion Kaiserslautern 1 tauschen ihre Uniform künftig regelmäßig gegen ein blau-schwarzes Fahrradtrikot im Polizeioutfit. Tina Lelle und Max Weigerding sind Teil des Teams. Am Mittwoch waren sie auf ihren Fahrrädern in der Innenstadt unterwegs. Sie überwachen beispielsweise das Fahrverbot für Radfahrer in der Fußgängerzone, nehmen Ladendiebstähle auf oder spurten auch schon mal einem Biker hinterher, der sich tagträumend und mit Kopfhörern im Ohr nicht an die Verkehrsregeln hält. Lelle und Weigerding verwarnen auch Autofahrer, die nicht angeschnallt hinterm Steuer sitzen oder informieren ganz junge Rädchenfahrer darüber, wie wichtig es ist, einen Helm zu tragen. Die Bandbreite ihrer Tätigkeiten umfasst das gesamte polizeiliche Aufgabenspektrum. Ihr Revier ist die Innenstadt im Zuständigkeitsbereich ihrer Polizeidienststelle. Auf ihren Mountainbikes schließen sie Lücke zwischen “Fußstreife” und “Funkstreife”.

“Wir wollen präsenter sein.”, berichtet Timo Licht, kommissarischer Leiter der Polizeiinspektion in der Gaustraße. Ihm und seinen Beamten ist es wichtig, für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt ansprechbar zu sein. “Wir wollen wissen, wo der Schuh drückt, um noch besser für die Sicherheit der Menschen in Kaiserslautern sorgen zu können. Die Fahrradstreife ist dazu optimal. Die Polizeibeamten sind jederzeit ansprechbar.”, erläutert Licht. Der Polizeioberkommissar spricht auch einen taktischen Vorteil an: “Die Fahrradstreife hat im Gegensatz zur Fußstreife, einen höheren Aktionsradius. Mit dem Fahrrad ist man einfach schneller unterwegs, als zu Fuß und gelangt auch dorthin, wo man mit dem Auto nicht so gut hinkommt. Das kann von Nutzen sein.”

Aufgrund der Flexibilität und der schnellen Reaktionsmöglichkeit der Fahrradstreife können Ordnungswidrigkeiten von Fußgängern, Radfahrern und Kfz-Fahrern im innerstädtischen Verkehr besser erkannt und geahndet werden. Ziel ist, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die Menschen in Kaiserslautern sollen sich in ihrer Stadt sicher fühlen. Durch den hochmobilen Einsatz der Fahrradstreifen können Bereiche, in denen es erfahrungsgemäß zu Straftaten kommt, effektiver überwacht und die dortige polizeiliche Präsenz erhöht werden.

Tina Lelle und Max Weigerding werden sich in den nächsten Tagen wieder auf ihre Räder schwingen und in die Pedale treten. Auf mögliche Fahrradpannen sind sie genauso gut vorbereitet wie auf schlechtes Wetter: Neben Luftpumpe und einem Reifenflickset gehören jetzt auch ein Windbreaker, Shirts, kurze und lange Fahrradhosen, eine Zipphose, Sportschuhe und natürlich ein Fahrradhelm zu ihrer Polizeiausrüstung. Gerne lassen sie sich von Medienvertretern bei ihrer Arbeit einmal über die Schulter schauen. Hierzu sind sie herzlich eingeladen, sich mit der Pressestelle des Polizeipräsidiums Westpfalz in Verbindung zu setzen.

Seitdem fiel mir beim Studium der weiteren Pressemeldungen im vergangenen Monat allerdings nicht auf, dass die Kaiserslauterer Fahrradstreife viel zu tun gehabt hätte oder oft unterwegs gewesen wäre. Grundsätzlich ist es denke ich ein positives Signal, dass auch die Behörde Polizei zeigt, dass es nicht immer unbedingt ein Auto sein muss, mit dem Polizisten durch die Gegend fahren, um ihrer Arbeit nachzugehen. Solange die Beamten sich dabei nicht zu sehr allein auf ihre “Artgenossen” konzentrieren (wie es in manchen Städten leider der Fall war), ist das denke ich eine begrüßenswerte Sache.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch das Absenden des Kommentars werden Ihr gewählter Name, Ihre Email-Adresse sowie der von Ihnen verfasste Text gespeichert. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.

88 ÷ 11 =