Aus dem Polizeibericht (Teil 38)

Bei Gries stürzt ein angetrunkener 50-jähriger in eine Leitplanke. Ebenfalls ein Betrunkener war auf dem Glan-Radweg bei Rehborn unterwegs – allerdings mit dem Auto. Bei Scheibenhardt stürzt ein 58-jähriger schwer. Drei Jugendliche flüchten in Neustadt vor der Polizei. Die Fahrradstreife in Kaiserslautern kontrolliert überwiegend Fußgänger und Radfahrer. Ein 10-jähriger prallt in Bad Bergzabern gegen einen Sperrpfosten. Eine 5-jährige wird in Enkenbach-Alsenborn von einer aus einem Grundstück Ausfahrenden gestreift. Ein Torkelradler beschädigt in Neustadt ein Auto und begeht Unfallflucht. In Haßloch kommt es in einem Minikreisel zu einem Unfall mit Unfallflucht der Pkw-Fahrerin.

Betrunken gestürzt

Pressemeldung der PD Kaiserslautern vom 2. Juni 2019:

Gries (ots). Am 01.06.19 gegen 14:45 Uhr befuhr ein 50-jähriger Fahrradfahrer die K 8 von Gries kommend. Er kam er nach rechts in den unbefestigten Straßenrand, stürzte und prallte mit dem Kopf gegen die Schutzplanke. Der Fahrradfahrer wurde in die Uniklinik Homburg verbracht. Wie sich später herausstellte, war der Fahrradfahrer zum Unfallzeitpunkt alkoholisiert.

Auf der K 8 bin ich hin und wieder selber auf meinen Touren in die Nordpfalz unterwegs; die Straße ist in Richtung Miesau durchaus tückisch, da im Wald gelegen, kurvig und mit stärkerem Gefälle. Auf jeden Fall ist zu weit rechts fahren generell keine gute Idee; besonders dann, wenn man betrunken ist.

Besoffener Autofahrer auf  Glan-Radweg

Pressemeldung der PD Kaiserslautern vom 2. Juni 2019:

Rehborn (ots). Mehrere Radfahrer beschweren sich am frühen Samstagabend über einen vermutlich alkoholisierten Autofahrer auf dem Radweg zwischen Raumbach und Rehborn. Der 47-jährige Pkw-Fahrer konnte von der Streife kurze Zeit später angelnd am Glan gesichtet werden. Bei der anschließenden Kontrolle wurde deutlicher Alkoholgeruch beim Fahrer festgestellt. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,61 Promille. Dem Fahrer wurde zur Beweissicherung eine Blutprobe entnommen und der Führerschein wurde sichergestellt.

Nicht ungefährlich; wenn einem so ein Besoffski in einem Auto auf einem schmalen Touri-Wegelchen entgegenkommt.

58-jähriger schwer gestürzt

Pressemeldung der PD Landau vom 1. Juni 2019:

Scheibenhardt (ots). Ein 58jähriger aus Karlsruhe befuhr am 01.06.2019, gegen 15:40 Uhr die L545 aus Richtung Scheibenhardt kommend in Richtung Bienwaldmühle. Hier stürzt der 58jährige mit seinem Fahrrad und verletzte sich dabei schwer im Kopf- und Halsbereich. Laut einem der Ersthelfer war eine Frau mit weißem PKW als erste vor Ort. Diese gab an, den Fahrradfahrer liegend gesehen zu haben. Sie hatte sich aber vor Eintreffen der Polizei unerkannt entfernt. Weder Kennzeichen des weißen Pkw, noch Name der Frau sind bekannt. Sie, sowie weitere mögliche Zeugen des Unfalls, werden gebeten sich bei der Polizeiinspektion Wörth am Rhein zu melden. Der 58jährige, der nach dem Unfall kurzzeitig das Bewusstsein verlor, wurde in ein nahgelegenes Krankenhaus verbracht.

Bleibt die Frage, ob die Frau nur Zeugin oder Beteiligte war? Die ansonsten im Zusammenhang von Kopfverletzungen übliche Erwähnung eines „Helms“ lässt hier vermuten, dass der Radfahrer evtl. einen getragen haben könnte. Die Zahl der Alleinunfälle ist auch in diesem Jahr weiterhin sehr hoch. Thomas Schlüter hat sich in seinem Blog aktuell auch wieder diesem Thema gewidmet.

Vor Kontrolle geflüchtet

Pressemeldung der PD Neustadt (Weinstraße) vom 29. Mai 2019:

Neustadt/Weinstraße (ots). Gestern kurz vor Mitternacht sollten in der Gartenstraße zwei Fahrradfahrer kontrolliert werden, da einer der Beiden einen Mitfahrer auf dem Gepäckträger hatte. Die Drei sprangen bei Erkennen der Polizei von ihren Fahrrädern und rannten davon. Die Fahrräder wurden zurückgelassen. Die vermutlich Jugendlichen konnten unerkannt entkommen. Bei den Fahrrädern handelt es sich um ältere Modelle.

Waren es denn auch ganz sicher ihre Fahrräder? 😉 Klingt eher nach „nur mal kurz ausgeliehen“.

Kontrollen der Fahrradstreife

Pressemeldung des PP Westpfalz vom 29. Mai 2019:

Kaiserslautern (ots). Ganz schön viel zu tun hatte die Fahrradstreife der Polizeiinspektion 1 am Dienstagnachmittag. Die Streifenbeamten waren über Stunden hinweg in ihrem Zuständigkeitsbereich unterwegs und führten in dieser Zeit insgesamt 22 Personenkontrollen durch. Dabei hatten die Polizisten 13mal Grund, die Sachen des jeweils Kontrollierten zu durchsuchen.

Bei zwei der kontrollierten Personen wurden Betäubungsmittel (Cannabis und Joints) gefunden und sichergestellt. Auf die Betroffenen kommen nun entsprechende Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu.

Darüber hinaus wurde von den Beamten ein Fahrradfahrer gestoppt und erhielt eine Ordnungswidrigkeitsanzeige. Der Grund: Der Mann hatte sein Handy am Ohr und telefonierte während der Fahrt – was auch bei Fahrradfahrern nicht erlaubt ist. Er muss deshalb mit einem Bußgeld von 55 Euro rechnen.

Darüber hinaus ergaben sich während der Streifenfahrten auch zahlreiche Gespräche mit Passanten, die sich entweder mit Fragen Hilfe suchend an das Streifenteam wandten, oder sich einfach für deren Arbeit interessierten.

Mit dem Kfz-Verkehr will sich die Kaiserslauterer Fahrradstreife scheinbar nicht wirklich anlegen…!?

Zehnjähriger prallt gegen Sperrpfosten

Pressemeldung der PD Landau vom 29. Mai 2019:

Bad Bergzabern (ots). Am Dienstag, 28.05.2019, gegen 19:20 Uhr, befuhr ein 10-jähriger Radfahrer die leicht abschüssige Schlittstraße in Richtung Ludwigsplatz. In der Kurve zum Ludwigsplatz konnte der Junge nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte gegen einen Begrenzungspfosten. Anschließend stürzte das Kind auf die Straße, zog sich leichte Verletzungen zu und wurde vorsorglich durch den Rettungsdienst in eine Klinik nach Landau verbracht. An dem Fahrrad entstand kein Sachschaden.

Der Unfall geschah quasi direkt vor der örtlichen Polzeiinspektion. Vermutlich soll der Sperrpfosten breiteren Fahrzeugen die Durchfahrt zum Ludwigsplatz verunmöglichen. Ich kenne allerdings nur den vorderen Bereich des Platzes.

Fünfjährige stürzt

Pressemeldung des PP Westpfalz vom 27. Mai 2019:

Enkenbach-Alsenborn (Kreis Kaiserslautern / ots). Eine kleine Fahrradfahrerin ist am Sonntagnachmittag in Enkenbach-Alsenborn von einem Auto vermutlich leicht touchiert worden und daraufhin gestürzt. Nach derzeitigen Erkenntnissen kam die Autofahrerin in der Straße „Am Mühlberg“ von einem privaten Grundstück und wollte auf die öffentliche Straße fahren. Dabei musste sie den Bürgersteig überqueren, wo gerade ein 5-jähriges Mädchen auf seinem Fahrrad in Richtung Rosenhofstraße fuhr. An der Einmündung kam es zu einem leichten Kontakt – dadurch stürzte das Kind zu Boden und zog sich Schürfwunden am Knie zu. Das Mädchen wurde vorsorglich zur Untersuchung ins nächste Krankenhaus gebracht.

Ich persönlich halte die Regelung, nach der kleine Kinder (bis zum vollendeten 8. Lebensjahr) auf Bürgersteigen fahren müssen, für mehr als fragwürdig. Denn grade dort sind sie stets der besonderen Gefahr von aus Grundstücken ausfahrenden Autos ausgesetzt. Sieht von oben jedenfalls nach einer klassischen 30er-Zone in einem Wohngebiet ohne Durchgangsverkehr aus. Zumindest dort sollte man auch ganz jungen Radfahrern die Fahrbahnnutzung erlauben.

Torkelradler beschädigt Auto

Pressemeldung der PD Neustadt (Weinstraße) vom 27. Mai 2019:

Neustadt/Weinstraße (ots). In der Nacht zu Sonntag fuhr ein Radfahrer gegen ein in der Geitherstraße abgestellten grauen Ford Fiesta. Der Halter, der den Zusammenstoß hört, läuft zu seinem Wagen und sieht nur noch einen Radfahrer in Schlangenlinien davonfahren. Der unbekannte Radfahrer hinterlässt Kratzer am Pkw und einen Schaden von ca. 300 Euro. Der Unfall wurde am nächsten Tag nachgemeldet.

Also ich wäre dem Torkelradler hinterhergerannt.

Jugendlicher in Kreisel angefahren

Pressemeldung der PD Neustadt (Weinstraße) vom 27. Mai 2019:

Haßloch (ots). Am Freitag, den 24.05.2019, gegen 15:00 Uhr, ereignete sich in der Kirchgasse im dortigen Kreisel zur Schillerstraße ein Verkehrsunfall zwischen einem Radfahrer und einem BMW. Hierbei kam der jugendliche Radfahrer zu Fall und verletzte sich leicht. Die ca. 20-30 jährige blonde BMW-Fahrerin erkundigte sich kurz nach dem Wohlbefinden des Jugendlichen und fuhr dann ohne Personalienaustausch davon.

Zeugen werden gebeten, sich an die Polizeiinspektion Haßloch, Tel. 06324/933-0, Fax 06324/933120, email: pihassloch@polizei.rlp.de, zu wenden.

Es handelt sich bei besagtem Kreisel um einen „Minikreisel„. Eine Bauart, die ich persönlich überhaupt nicht mag; vor allem, weil viele Verkehrsteilnehmer die meist nur aufgemalte oder wie hier gepflasterte Mitte je nach Fahrtrichtung vollständig überfahren. Es wäre natürlich interessant gewesen, wenn die Polizei hier erwähnt hätte, wer hier eigentlich wem die Vorfahrt genommen hat? Vermutlich die Autofahrerin dem Radfahrer.

4 Gedanken zu „Aus dem Polizeibericht (Teil 38)“

  1. Bergzabern: Der Platz ist ringsum von Sperrpfosten umzingelt. Die grüne HBR-Beschilderung weißt von der Schlittstraße quer über den Platz in Richtung Eichamtstraße, ohne dass eine Durchfahrt erkennbar wäre. Man weiß nie so genau, wo man sich durchquetschen soll.

    1. Danke; ich hab auf dem Platz auch so 2 oder 3 mal ein kleines Päuschen gemacht. Muss ich mir beim nächsten Mal genauer ankucken!

  2. „Mit dem Kfz-Verkehr will sich die Kaiserslauterer Fahrradstreife scheinbar nicht wirklich anlegen…!?“
    Autofahrer fahren immer korrekt. Deshalb gab es keinen Grund für die Fahrradstreife irgendwie einzugreifen.

    „Ich persönlich halte die Regelung, nach der kleine Kinder (bis zum vollendeten 8. Lebensjahr) auf Bürgersteigen fahren müssen, für mehr als fragwürdig.“
    Dazu könnte ich aktuell einiges schreiben. Mein Sohn wird bald 6 Jahre alt. Ich lasse ihn schon jetzt ab und an auf der Fahrbahn fahren, obwohl ein Gehweg vorhanden wäre. Mittlerweile macht er das schon ganz gut.
    Meine Frau ist da anderer Meinung, weil es ja erst ab 8 Jahren erlaubt ist. Aber bei jeder Fahrbahnquerung absteigen muss er bei ihr auch nicht, obwohl das auch Vorschrift wäre. Naja, man hält sich halt nur daran, was einem selbst passt.
    Jedenfalls halte ich das Fahrbahnfahren um einiges stressfreier als auf dem Gehweg und auch weit weniger gefährlich. Manchmal kommt mein Sohn halt doch dem Bordstein ziemlich nahe…
    Ab und an träumt er etwas oder er schaut auch gerne mal irgendwo anders hin. Das macht er aber fast nur abseits der Fahrbahn.
    Wichtig ist, dass man ein „Alarm-Wort“ hat. Wenn ich „Stopp“ sage, muss er sofort anhalten. Das haben wir vorher geübt und er hält sich dran. Ansonsten gibts halt Konsequenzen.
    Außerdem fährt man am besten nach links versetzt hinter dem Kind. So ist der Überholzwang der Autofahrer etwas gebremst und sie halten zum Kind genug Abstand. Natürlich sollte das Kind schon links und rechts unterscheiden können.

    1. Autofahrer fahren immer korrekt. Deshalb gab es keinen Grund für die Fahrradstreife irgendwie einzugreifen.

      …selbst dann, wenn die Fahrradstreife auf dem zugeparkten Radweg oder Schutzstreifen nicht mehr vorwärts kommt. 😉

      Dazu könnte ich aktuell einiges schreiben. Mein Sohn wird bald 6 Jahre alt. Ich lasse ihn schon jetzt ab und an auf der Fahrbahn fahren, obwohl ein Gehweg vorhanden wäre. Mittlerweile macht er das schon ganz gut.

      Ich finde es auch fragwürdig, dass die Verkehrserziehung mit dem „Fahrradführerschein“ bereits in der Grundschule endet. Eigentlich sollte man das Thema meiner Ansicht nach in der 7. oder 8. Klasse nochmal aufgreifen. Und den inzwischen älter Gewordenen klarmachen, dass sie nicht mehr auf den Gehwegen fahren dürfen und die Fahrbahn der sicherere Ort ist. Die Polizei kann man hier ja aber leider auch vergessen; die macht ja eh nur noch ungehemmt Werbung für Wahnwesten und „Fahrradhelme“…

      Deinen Weg finde ich auf jeden Fall sehr sympathisch! Die wirklich wichtigen Weichen werden sowieso in der Kindheit gestellt. Was einmal falsch erlernt wurde, kriegst du im Erwachsenenalter kaum wieder weg. Ich ärgere mich jedenfalls, dass ich das Fahrrad für mich erst relativ spät als Verkehrsmittel entdeckt hatte.

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