Gossen-Wegelchen in Maximiliansau

Maximilansau

Kurz vor der Rheinbrücke bei Maximiliansau hatte man sich irgendwann baulich etwas besonders Feines ausgedacht, als man entlang der nicht einmal als Kreisstraße klassifizierten Maximilianstraße einen Geh- und Radweg an den nördlichen B-10-Anschlusskreisel gebaut hat. Dort wird die Fahrbahn nämlich gezielt über den mit Gemeinsamer Geh- und Radweg beschilderten Weg entwässert.

Mit Blick in Richtung Westen (Wörth) erkennt man am äußeren Rand des ein paar Zentimeter unterhalb der Fahrbahn gelegenen Weges Restfeuchtigkeit und Schmutzablagerungen:

Maximiliansau

Am Kreisel-„Bypass“ der DLW-Straße gibt es sogar einen Durchlass. An den Rissen im Asphalt des Wegelchens erkennt man, wie schädlich diese „Lösung“ für die Substanz des Geh- und Radwegs ist. Das Wasser ergießt sich dann kreuz und quer darüber:

Maximiliansau

Mit Blick in Richtung Nordost (DLW-Straße) erkennt man auch, dass das Wasser sich am äußeren Rand sammelt bzw. teilweise versickert. Nebenbei: Natürlich hat man dem Radverkehr hier mal wieder per kleinen Vorfahrt gewähren die Vorfahrt genommen. Wenn man Glück hat, darf man auf beiden Inselchen anhalten und warten… Drei Mal anhalten, während man auf der Fahrbahn nur ein Mal bei der Einfahrt Vorfahrt gewähren müsste. Die Route scheint in ihrem weiteren Verlauf auch ein richtiger, den Radverkehr diskriminierender Hindernis-Parcours zu sein.

Maximiliansau

Jedenfalls: Das Wasser fließt dann in Richtung eines Gullis im nördlichsten Eck dieser Fehlkonstruktion:

Maximilansau

Im Winter ist das natürlich ein zusätzliches und gefährliches Problem, da das gezielt über den Weg fließende Wasser schnell gefrieren kann. Allerdings scheint die Gemeinde nach den Aussagen des Einsenders der Fotos ihren Winterdienstpflichten wenigstens schnell und zuverlässig nachzukommen. Trotzdem ist sowas indiskutabel; es kann nicht sein, dass dieser Geh- und Radweg im wahrsten Sinne in der Gosse liegt.

Aber da gehört der Radverkehr nach der Ansicht vieler Autofahrer, Verkehrsplaner und Straßenverkehrsbehörden nun einmal hin: In die Gosse!

Im Dunkeln dürfte man dort, vor allem wenn man linksseitig unterwegs ist, vermutlich auch sehr stark geblendet werden. Ich halte die Beschilderung mit Gemeinsamer Geh- und Radweg dort sowieso für äußerst fragwürdig und würde wohl vor allem wegen der zahlreichen Vorfahrt gewähren die Fahrbahn benutzen. Auf dem letzten Foto erkennt man auch etwas, was wie ein abgesenkter Bordstein aussieht.

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