Aus dem Polizeibericht (Teil 26)

In Pirmasens wird ein 30-jähriger E-Roller-Fahrer erwischt. Ein 25-jähriger wird in Kaiserslautern auch Opfer der miesen, benutzungspflichtigen „Radinfrastruktur“, da er vor einer Tankstelle von einem Rechtsabbieger „übersehen“ wird. In Hagenbach stürzt ein 71-jähriger auf seinem E-Bike ohne Fremdeinwirkung. Bei Insheim quetscht sich an einer Abzweigung ein Autofahrer an einem wartenden 62-jährigen vorbei und fährt diesen dabei an. In Landau stürzt eine 53-jährige nach einer Kollision mit einem Fußgänger auf der Route des Queichtalradwegs – die für Radfahrer dort allerdings nicht freigegeben ist! In Höheinöd fährt ein Kind auf einem unbeleuchteten Rad vors Auto einer US-Amerikanerin, kommt aber mit dem Schrecken davon.

E-Scooter-Fahrer erwischt

Pressemeldung der PD Pirmasens vom 22. Februar 2019:

Pirmasens (ots). Gestern gegen 12:15 Uhr wurde in der Poissystraße durch eine Funkstreife ein 30-jähriger Mann auf einem Elektro-Cityroller fahrend festgestellt und anschließend einer Kontrolle unterzogen. Dabei stellte sich heraus, dass der 30-jährige nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis und zudem der Cityroller nicht versichert ist. Gegen den 30-jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz eingeleitet.

Vor einer Weile hatte ich in Pirmasens ja mal einen Mann beobachtet, der mit einem „E-Scooter“ wild über Gehwege und rote Ampeln bretterte. Vielleicht war es ja genau der, den die Polizei da einkassiert hat. Das Alter würde passen.

Klassischer Abbiegeunfall

Pressemeldung des PP Westpfalz vom 22. Februar 2019:

Kaiserslautern (ots). Beim Abbiegen hat ein Autofahrer am Donnerstagnachmittag einen Fahrradfahrer übersehen und ist mit ihm zusammengestoßen. Sowohl der 28-jährige Autofahrer als auch der 25 Jahre alte Radler waren gegen 17 Uhr in der Mainzer Straße stadteinwärts unterwegs – das Auto auf der Straße, der Fahrradfahrer auf dem Radweg daneben.

Als der 28-Jährige mit seinem Opel Astra nach rechts auf das Gelände einer Tankstelle abbiegen wollte, kam er dem Radfahrer sozusagen in die Quere. Bei dem Zusammenstoß zog sich der 25-jährige Biker zum Glück „nur“ leichte Verletzungen zu. Auto und Fahrrad wurden beschädigt.

Genau dieser Unfalltyp hat in Berlin kürzlich wieder eine Radfahrerin das Leben gekostet. Aber „Radwege“ sind bekanntlich sicher. Das Exemplar in der Mainzer Straße ist in dieser Hinsicht besonders übel – denn genau vor der Tankstelle macht der Geh- und Radweg einen Satz nach links. Ab der Kreuzung Hertelsbrunnenring gilt erst einmal per Gemeinsamer Geh- und Radweg Gehwegbenutzungspflicht für Radfahrer, obwohl mir das nicht nach einer Mindestbreite von 2,50 m ausschaut. Ab der Zufahrt zur Tanke erfolgt dann per Uralt-Version eines Getrennter Geh- und Radweg getrennter Rad- und Fußverkehr auf dem Hochbord. Auch „schön“ das ständige Rauf und Runter an den Grundstückszufahrten.

Allein mit E-Bike gestürzt

Pressemeldung der PD Landau vom 19. Februar 2019:

Hagenbach (ots). Am 18.02.2019 befuhr um 14:38 Uhr ein 71-jähriger Mann mit seinem E-Bike die Rheinstraße von Wörth kommend. Aus Unachtsamkeit geriet der Fahrer ins Straucheln und stürzte. Hierbei zog er sich leichtere Verletzungen zu. Der Mann wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Als ich am Donnerstag mein neues MTB abholte, schwätzte ich mit dem Mechaniker noch eine Weile über das Thema E-Bike. Er erzählte mir, dass vor einer Weile mal ein älterer Kunde während einer Probefahrt wegen der starken Beschleunigungswirkung dieser Dinger kurz nach dem Aufsteigen mit Schmackes gegen eine Wand fuhr. Ich seh den Boom auch wegen derartiger Unfälle weiterhin kritisch. Leute, die seit 10 oder 20 Jahren nicht mehr auf einem Rad saßen, fehlt die nötige Erfahrung.

Achja, in der Rheinstraße steht ein Getrennter Geh- und Radweg, obwohl dort gar keine Trennung exisitert. Gleichzeitig herrscht natürlich in der Gegenrichtung Geistergehwegradelzwang, allerdings per Gemeinsamer Geh- und Radweg. Auch dieser Weg scheint mir keine 2,5 m breit zu sein. Wie das halt so üblich ist im Kreis Germersheim.

Beim Abbiegen angefahren

Pressemeldung der PD Landau vom 19. Februar 2019:

Landau (ots). Am 18.2.19, gegen 06.50 Uhr, ereignete sich an der Einmündung L543/B38 (Zufahrt von Insheim auf B38) ein Verkehrsunfall mit beteiligtem Radfahrer. Der 62-jährige Radfahrer stand als Linksabbieger ordnungsgemäß an der Haltelinie von der L543 und wartete auf eine Lücke zum Einfahren auf die B38 in Richtung Landau. Der 76-jährige Pkw-Fahrer bog verbotenerweise hinter dem wartenden Radfahrer nach rechts in Richtung Autobahn ab. Hierbei kam wurde der Radfahrer erfasst und wurde am Bein verletzt.

Ziemlich dreist. Erlebe ich auch hin und wieder mal, dass sich die Leute rechts an einem vorbeiquetschen, wenn sie nach rechts wollen und ich mich links eingeordnet habe.

Kollision mit Fußgängerin

Pressemeldung der PD Landau vom 17. Februar 2019:

Landau (ots). Am Lohgraben kam es am Samstagmittag zu einem Zusammenstoß zwischen Radfahrer und Fußgänger. Eine 53-jährige Radfahrerin und eine 79-jährige Fußgängerin waren im Lohgraben unterwegs. Beim Vorbeifahren kam es zur Berührung mit der Fußgängerin, worauf die Radfahrerin stürzte und sich leicht am Knie verletzte. Die Radfahrerin will zuvor ordnungsgemäß durch Klingeln und Rufen auf sich aufmerksam gemacht haben.

„Am Lohgraben“ hat nur eine schmale Fahrbahn (ohne Gehweg) und ist Teil des Queichtal-Radwegs. Bezeichnenderweise hielt man es auch bei der Stadtverwaltung für überflüssig, diesen Weg für den Radverkehr freizugeben, denn dort steht wohl immer noch ein nur für Anlieger freies Verbot für Fahrzeuge aller Art.

Bezeichnenderweise bedankte sich immerhin die PD Landau für die Mitteilung per Angabe im Cc. Die Stadtverwaltung Landau hingegen reagierte gar nicht. Gerngeschehen – dafür, dass ich eure Arbeit erledige…!

Kind vors Auto gefahren

Pressemeldung der PD Pirmasens vom 16. Februar 2019:

Höheinöd (ots). Am frühen Freitagabend gegen 19:00 Uhr musste eine amerikanische Pkw-Fahrerin in der Straße Auf der Heide eine Vollbremsung hinlegen, als ihr ein Kind auf einem unbeleuchteten Fahrrad direkt vor den Wagen fuhr. Das Kind hätte sich nach Angaben der Pkw-Fahrerin auf der Motorhaube ihres Wagens abgestützt, wäre aber nicht hingefallen. Als die Fahrerin ausgestiegen war um mit dem Kind zu reden, wäre dieses ein-fach weitergefahren. Die US-Amerikanerin meldete den Vorfall der Polizei, da sie sich nicht sicher war, ob das Kind durch den Vorfall verletzt wurde oder ob das Fahrrad des Kindes eventuell beschädigt wurde. Hinweise bitte an die Polizei in Waldfischbach- Burgalben unter der Telefonnummer 06333-9270.

Offenbar ist ja glücklicherweise nichts passiert. Die genannte Straße liegt übrigens (wenn ich mich nicht völlig irre) in einer Tempo-30-Zone.

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