Aus dem Polizeibericht (Teil 23)

In Germersheim wird eine 49-jährige mal wieder “übersehen”. Ein Gemeinsamer Geh- und Radweg-Verkehrszeichen wird in Kaiserslautern von einem Autofahrer abgeräumt. Zwischen Wilgartswiesen und Rinnthal stürzt ein angetrunkener 68-jähriger auf dem vereisten B-10-Radweg schwer. In Freinsheim kollidiert ein angetrunkener 38-jähriger mit einem Fußgänger. Ebenfalls in Germersheim wird einer 69-jährigen die Vorfahrt genommen. Zwischen Rülzheim und Kuhardt fährt ein Radfahrer eine Fußgängerin auf einem Feldweg an.

Selbstverletzerin übersehen

Pressemeldung der PD Landau vom 1. Februar 2019:

Eine verletzte Radfahrerin und leichter Sachschaden sind die Folge eines Verkehrsunfalls am Freitag gegen 11 Uhr im Bereich der Einmündung An der Hochschule/An Fronte Beckers in Germersheim. Ein Autofahrer hatte beim Abbiegen eine vorfahrtsberechtigte 49 jährige Radfahrerin übersehen, so dass es zum Zusammenstoß der Fahrzeuge kam. Die Frau fiel in Folge des Verkehrsunfalls zu Boden und verletzte sich hierbei, sie klagte über Schmerzen am Oberkörper. Zur Versorgung der Radfahrerin war ein Rettungshubschrauber im Einsatz, welcher die Patientin in ein Krankenhaus nach Ludwigshafen brachte. Die Radfahrerin trug zum Unfallzeitpunkt keinen Schutzhelm.

Da nimmt mal wieder ein rücksichtsloser Autofahrer einer Radfahrerin auf einer gar rot markierten Radwegfurt die Vorfahrt (leider wird nicht erwähnt, in welche Richtung er fuhr) – und die Polizeidirektion Landau verharmlost das mit der typischen “Übersehen”-Ausrede und stellt es auch noch so hin, als habe sich die Radfahrerin auch noch selbst verletzt. Und man vergisst auch nicht das übliche victim-blaming der Marke “kein-Schutzhelm”, obwohl der Kopf bei dem Unfall scheinbar gar nix abbekam. Hier hätte man ihr ja konsequenterweise noch vorwerfen können, dass sie keine Protektoren trug. Kommt aber sicher auch bald.

In anderen Zusammenhängen bezeichnet man sowas heutzutage ja gerne mal als “Fake-News”.

Zeichen 240 umgefahren

Pressemeldung des PP Westpfalz vom 1. Februar 2019:

Kaiserslautern. Ein 18-Jähriger war am frühen Freitagmorgen mit seinem Auto in der Ludwigshafener Straße unterwegs. Im Kreuzungsbereich wollte er nach links in die Mannheimer Straße abbiegen. Hierbei spielten die Straßenverhältnisse allerdings nicht mit. Aufgrund der eingetretenen Glätte verlor der Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und auf den gegenüberliegenden Gehweg. Dort krachte er in ein Verkehrsschild. Das Auto des 18-Jährigen war nach der Kollision nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.

Also die auf dem Foto in der Meldung zu sehende Schilder-Kombination sollte dann wohl regeln, dass man auf dem dortigen Gemeinsamer Geh- und Radweg nicht schneller als 50 km/h fahren darf?

Auf vereistem B-10-Radweg gestürzt

Ich verweise hierzu auf einen eigenen Blogeintrag.

38-jähriger kollidiert mit Fußgänger

Pressemeldung der PD Neustadt (Weinstraße) vom 31. Januar 2019:

Freinsheim. Am 30.01.19, gegen 18:55 Uhr befuhr ein 38-jähriger Mann mit einem Fahrrad den parallel zur Herxheimer Straße verlaufenden Fahrradweg aus Fahrtrichtung Edeka kommend in Richtung Ortsmitte, übersah hierbei einen entgegenkommenden 46-jährigen Fußgänger und stieß mit diesem zusammen. Der Radfahrer und der Fußgänger wurden leicht verletzt. Bei der Unfallaufnahme wurde festgestellt, dass der Radfahrer unter Alkoholeinfluss stand. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von ca. 0,4 Promille. Dem 38-jährigen Mann wurde eine Blutprobe entnommen.

Ich frage mich, wo hier ein “Fahrradweg” sein soll? Ich sehe auf dieser Aufnahme (Gegenrichtung) zumindest keinen Verkehrszeichenpfosten, auf dem ein Gemeinsamer Geh- und Radweg angebracht sein könnte. Warum der Radfahrer allerdings auch noch eine Blutprobe abgeben musste, ist für mich ebenfalls unverständlich. Update (6. Februar 2019): Die PI Bad Dürkheim hat mir zwischenzeitlich bestätigt, dass dort kein Radwegschild steht. Folglich fuhr der Radfahrer hier auf einem Gehweg.

Vorfahrt genommen und abgehauen

Pressemeldung der PD Landau vom 23. Januar 2019:

Germersheim. An der Kreuzung Josef-Probst-Straße / Richthofenstraße kam es zu einer gefährlichen Situation zwischen einer 69-jährigen Radfahrerin und einer 47-jährigen Autofahrerin. Die Radfahrerin war auf der Josef-Probst-Straße in Richtung Penny unterwegs, als die 47-Jährige mit ihrem Wagen von der Richthofenstraße kommend nach links in die Josef-Probst-Straße einbog. Dabei missachtete die 47-Jährige die Vorfahrt der Radfahrerin. Durch die schnelle Reaktion der 69-Jährigen konnte diese zwar einen Zusammenstoß mit dem Auto verhindern, sie kam aber durch die abrupte Lenkbewegung zu Sturz. Dabei verletzte sie sich am Knie und an der Schulter. Zwei Zeugen kamen der Radfahrerin zu Hilfe. Die Autofahrerin hielt an der Unfallstelle an. Dort soll es zum Streitgespräch zwischen ihr und den beiden Zeugen gekommen sein. Daraufhin stieg die Autofahrerin wieder in ihren Wagen und entfernte sich von der Unfallstelle. Das Kennzeichen der Unfallverursacherin konnte sich die Radfahrerin merken, weshalb die Fahrerin im Nachgang von der Polizei ermittelt werden konnte.

Die Zeugen waren leider nicht mehr an der Unfallstelle als die Polizei eintraf. Die Polizei bittet diese, sich unter 07274/9580 oder per Mail unter pigermersheim@polizei.rl.p.de zu melden!

Der zweite Unfall in Germersheim; ganz in der Nähe des Unfalls vom 1. Februar. Die Radfahrerin fuhr von Nord nach Süd, vermutlich auf der Fahrbahn? Für mich ist das ebenfalls immer äußerst tendenziös, dass die Polizei nur selten angibt, ob eine Radverkehrsanlage benutzt wurde oder nicht.

Möglicherweise hat die Autofahrerin ihr auch deshalb die Vorfahrt genommen und ein “Streitgespräch” mit den helfenden Passanten geführt, weil sie der Ansicht war, die Radfahrerin hätte den Radweg (dessen Vorhandensein durch eine schmale, rote Furt angedeutet wird) auch in der Gegenrichtung zu benutzen? Bei mapillary gibt es leider nur eine einzelne Aufnahme etwas weiter nördlich. Ich würde es angesichts der blauen Anarchie in Germersheim aber auch nicht ausschließen wollen, dass dort ein linksseitiges, innerörtliches Gemeinsamer Geh- und Radweg herumsteht.

Auf jeden Fall hat auch diese Radfahrerin sich nicht selbst verletzt…!

Radfahrer fährt Fußgängerin an

Pressemeldung der PD Landau vom 19. Januar 2019:

Am Nachmittag des 17.1.2019 gegen 17 Uhr kam es zwischen Rülzheim und Kuhardt auf einem Feldweg zu einer Kollision zwischen einem Radfahrer und einer Fußgängerin. Hierbei zog sich die Fußgängerin Verletzungen zu. Der Unfallverursacher (ca. 30 Jahre, dunkel gekleidet) entfernte sich unmittelbar von der Örtlichkeit. Die Polizeiinspektion Germersheim bittet mögliche Zeugen sich telefonisch unter 07274/9580 oder per Email an pigermersheim@polizei.rlp.de bei der Polizeiinspektion Germersheim zu melden.

Gar nicht nett. Mich nerven zwar mitten auf Feldwegen rumschlappende Leute auch immer wieder mal, aber vorsätzlich anfahren würde ich sie deshalb dann auch nicht.

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