Aus dem Polizeibericht (Teil 22)

Eine Missachtung eines Stop-Schild bringt einem 19-jährigen in Pirmasens bei einem Unfall schwere Verletzungen ein. Bei Kaiserslautern macht ein Schwan neben dem Geh- und Radweg an der L 395 eine Pause. In Landau stürzt ein Radfahrer in einer Sackgasse in einem Gewerbegebiet ohne Fremdeinwirkung auf den Kopf. Ebenfalls in Landau wird einem Radfahrer die Vorfahrt genommen. Aufgrund eines Unfalls in Kaiserslautern, bei dem eine 78-jährige Autofahrerin eine Fußgängerin auf einer Fußgängerfurt anfährt, empfiehlt das Polizeipräsidium Westpfalz nun auch schon Fußgängern, „Überziehweste(n) in Signalfarbe“ zu tragen.

Radfahrer missachtet Stopschild

Pressemeldung der PD Pirmasens vom 17. Januar 2019:

Pirmasens (ots). Ein 19-jähriger Radfahrer verursachte am Mittwochmorgen, gegen 06:55 Uhr, in der Fahnenstraße einen Verkehrsunfall, bei dem er selbst schwer verletzt wurde. Der junge Mann war mit seinem Mountainbike aus Richtung Messplatz kommend in die Fahnenstraße eingefahren. An der Einmündung zur Kronprinzenstraße missachtete er die Vorfahrt eines dort fahrenden Mitsubishi Colt. Dessen Fahrer konnte einen Zusammenstoß im Kreuzungsbereich nicht mehr verhindern. Der 19-Jährige wurde auf die Windschutzscheibe des Pkw geschleudert und wirbelte mehrere Meter durch die Luft, ehe er auf der Straße landete. Dabei verletzte er sich schwer am Kopf und trug Schürfwunden an den Händen davon. Ein Rettungswagen brachte den jungen Mann zur ärztlichen Versorgung ins Krankenhaus. Der Pkw-Fahrer wurde nicht verletzt.

Ich würde es (wegen der immensen Gehwegradler-Quote in Pirmasens) noch nicht einmal ausschließen, dass der junge Mann ggf. vom linken Gehweg aus die bevorrechtigte Straße überqueren wollte; Zebrastreifen hin oder her. Die Straße hat dort auch ein Gefälle von ca. 3 %. Wie dem auch sei; dieser Unfall geht völlig auf die Kappe des Radfahrers. Im Dunkeln Stop-Schild missachten ist halt allgemein keine gute Idee. Update: Die Pressestelle hat mir in der Zwischenzeit mitgeteilt, dass der Radfahrer die Fahrbahn benutzte und der Autofahrer in Richtung Stadtmitte (also wohl von links kommend) unterwegs gewesen war.

Schwan macht Pause neben Radweg

Pressemeldung des PP Westpfalz vom 16. Januar 2019:

Kaiserslautern – Enkenbach-Alsenborn (ots). „Mein lieber Schwan!“, da staunten Autofahrer nicht schlecht, als am Mittwoch plötzlich ein Schwan auf der Landstraße zwischen der Eselsfürth und Enkenbach-Alsenborn landete. Sie hielten an und informierten die Polizei. Als eine Streife vor Ort eintraf hatte es sich der Entenvogel bereits neben dem Radweg bequem gemacht. Da saß er nun … und saß … und saß. Die Beamten sicherten die Mittagspause des Gänsetiers vorsichtshalber ab. Sie dauerte auch nicht lange. Offensichtlich ausgeruht, putzmunter und gesund flog der Schwan nach zehn Minuten in Richtung der Eselsfürth davon. |erf

In der Nähe gibt es einige Weiher, vermutlich hat er einen kurzen Ausflug gemacht. Der vermeintlich „bequeme“ Geh- und Radweg war allerdings auch ihm wohl zu unbequem. 😉

Alleinunfall in Landau

Pressemeldung der PD Landau vom 16. Januar 2019:

Landau (ots). Am 15.1.2019, gegen 16.30 Uhr stürzte ein Fahrradfahrer beim Befahren der Otto-Hahn-Straße in Landau ohne Fremdeinwirkung. Er erlitt durch den Sturz eine Kopfplatzwunde und begab sich in ärztliche Behandlung. Es entstand geringer Sachschaden am Fahrrad.

Die Polizei erwähnt die Kopfverletzung sogar in der Überschrift. Das macht sie bei schwer oder tödlich verunfallten Pkw-Fahrern nicht. Warum eigentlich? Will man wieder einmal mehr suggerieren (ohne es allzu plump zu behaupten), dass ein „Radhelm“ nötig sei? Der Unfallort liegt übrigens in einer ruhigen Sackgasse in einem Gewerbegebiet. Ein paar Tage später verunfallte beispielsweise in Rülzheim ein Kleinkraftradfahrer. Sein Helm konnte eine Gehirnerschütterung trotzdem nicht verhindern.

Radfahrer die Vorfahrt genommen

Pressemeldung der PD Landau vom 15. Januar 2019:

Landau (ots). Am 14.1.19, gegen 6.30 Uhr, ereignete sich an der Einmündung Taubensuhlstraße/Horstring in Landau ein Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Fahrradfahrer. Der Pkw-Fahrer missachtete die Vorfahrt des auf dem Horstring fahrenden Fahrradfahrers. Das Fahrrad wurde erheblich beschädigt. Der verletzte Fahrradfahrer wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus verbracht. Dieses konnte er nach ambulanter Behandlung am gleichen Tag wieder verlassen.

Leider fehlen zum Unfall einige Angaben, insb. aus welcher Richtung der Autofahrer kam und so dem Radfahrer die Vorfahrt nahm. Linksabbieger aus der Horststraße oder Ausfahrt aus der Taubensuhlstraße? Außerdem gibt es im Horstring an dieser Stelle wohl einen benutzungspflichtigen Radweg, zumindest deuten die durchgezogenen Linien am Fahrbahnrand auf dem Luftbild einen Solchen an. Dann könnte man das ja auch noch erwähnen…

Wahnwesten auch für Fußgänger?

Pressemeldung des PP Westpfalz vom 14. Januar 2019:

Kaiserslautern (ots). Eine Autofahrerin ist am Sonntagabend von der Kantstraße in die Barbarossastraße abgebogen und dabei eine Passantin verletzt. Die Frau wurde angefahren. (…)

Als Fußgänger können Sie einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten – zu Ihrem eigenen Schutz! Tragen sie möglichst helle Kleidung. Eine Überziehweste in Signalfarbe oder ein Blinklicht an Tasche oder Rucksack erhöhen die Sichtbarkeit. Überqueren Sie die Straße wenn möglich nur an gut ausgeleuchteten Stellen. Rechnen Sie aber auch dann damit, dass Sie von Autofahrern nicht oder nur spärlich wahrgenommen werden. Vorsicht ist geboten. |erf

Und wo finde ich den eigentlich wichtigeren Hinweis an die Autofahrer bzgl. des Sichtfahrgebots…!?

2 Gedanken zu „Aus dem Polizeibericht (Teil 22)“

  1. Landau Horstring: definitiv benutzungspflichtig, beidseitig des Horstrings. Besonders gefährlich die Innenkurve, da die Einmündungen hier durch die Büsche kaum einsehbar sind, bzw. umgekehrt, der Radweg ist aus den Ausfahrten kaum als solcher erkennbar.
    Früher war die Straße 4-spurig, bevor der Radweg und auch der Parkstreifen abgezweigt wurden.

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