Aus dem Polizeibericht (Teil 20)

In Zweibrücken fährt am 1. Weihnachtsfeiertag ein 61-jähriger zwei 13-jährige auf einem Gehweg an, weil ihm deren zuvor gezeigte Wheelie-Kunststücke offenbar nicht gefielen. In Edenkoben befährt ein Pkw-Fahrer eine Einbahnstraße entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung und stößt dabei frontal mit einem 22-jährigen Radfahrer zusammen, der ihn noch warnen wollte. Mit 1,89 Promille fällt in Herxheim ein 35-jähriger besoffen vom Fahrrad. In Kaiserslautern erregt ein 25-jähriger Aufsehen, weil er in Militärklamotten durch die Stadt stiefelt – und beim Autofahren einen Helm trägt.

61-jähriger attackiert zwei 13-jährige

Pressemeldung der PD Pirmasens vom 26. Dezember 2018:

Zweibrücken (ots). Am ersten Weihnachtsfeiertag kam es zwischen 12.00 und 13.00 Uhr in der Kaiserstraße zu einem nicht alltäglichen Zwischenfall, bei dem ein Autofahrer offenbar absichtlich gegen die Fahrräder von zwei 13-jährigen fuhr, die sie auf dem Gehweg geschoben hatten. Zuvor befuhren die beiden Jungen die Fruchtmarktstraße und führten dabei einige „Wheeles“ durch; d.h., sie fuhren einige Meter lediglich auf ihrem Hinterrad und das Vorderrad wurde dabei nach oben gerissen und dort gehalten. Dieses Stunts, die die Jungen durchführten, erregten anscheinend einen Autofahrer dermaßen, dass er hupend hinter den Kindern hinterher fuhr. Dabei fuhr der 61-jährige Zweibrücker so dicht auf, dass die Jungen Angst bekamen, umgefahren zu werden. Deshalb stiegen sie an der Ampelkreuzung zur Kaiserstraße von ihren Rädern ab, gingen auf den Gehweg in die Kaiserstraße in Richtung Nardini-Klinikum und schoben dort ihre Fahrräder auf dem Bürgersteig. Doch nach dem Abbiegen fuhr der Autofahrer absichtlich einen Schlenker in Richtung Bürgersteig, fuhr auf diesen auf und stieß mit seinem Fahrzeug gegen beide Räder der Kinder. Ein Junge wurde durch diese Tat an der Wade verletzt. Während die Kinder zu Fuß vor dem Angreifer flüchteten stieg dieser aus und rief den Jungen eine Schimpfkanonade hinterher. Anschließend fuhr der Beschuldigte davon. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Seine Beweggründe für sein Handeln liegen derzeit noch im Unklaren. Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei bittet Zeugen des Vorfalls, sich unter der Rufnummer 06332/976-0 oder per E-Mail (pizweibruecken@polizei.rlp.de) zu melden.

Das dürfte es hoffentlich mit dem Führerschein bis zum Lebensende gewesen sein! Vorsätzlich mit dem Pkw zwei Teenager auf dem Gehweg anzufahren, zeugt von einer besonderen Ungeeignetheit zum Führen eines Kraftfahrzeuges! Er hatte noch Glück, dass den Jungs nicht mehr passiert ist.

Nachtrag: Der SWR berichtet ebenfalls. Interessantes Detail hierbei ist, dass die Jungen „ermahnt“ worden seien, beide Räder auf dem Boden zu lassen. Das steht in der StVO noch einmal genau wo…!?

Zusammenstoß in Einbahnstraße

Pressemeldung der PD Landau vom 21. Dezember 2018:

Edenkoben (ots). Am 21.12.2018, kurz nach Mitternacht, kam es in Edenkoben, in der Spitalstraße zu einem Verkehrsunfall, bei dem sich der beteiligte 22-jährige Radfahrer leicht verletzte. Zu dem Verkehrsunfall kam es weil ein ortsfremder 42-jähriger Mann entgegen der Einbahnstraße in der Spitalstraße fuhr. Der Radfahrer wollte den PKW Fahrer auf seinen Fehler aufmerksam machen und schaltete deshalb das sich an seinem Helm befindliche Blinklicht ein und fuhr den Angaben des PKW Fahrers zufolge weiter nach links zur Fahrbahnmitte hin. Durch das Blinklicht geblendet und wegen des Verhaltens des Radlers irritiert, stieß der PKW mit dem Fahrrad zusammen. Hierbei verletzte sich der Radfahrer leicht an der rechten Hand. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf ca. EUR 400.-

Jaja. Schon wieder so ein Radfahrer, der sich selber verletzt. Weil er sich todesmutig von einem Pkw, der entgegen Einbahnstraße unterwegs ist, überfahren lässt… Und soso: weil den Autofahrer da plötzlich und unerwartet auch noch was geblendet hat, schien die Möglichkeit, einfach anzuhalten, wohl trotzdem von vornherein aus? Okay; blinkende Lichter halte ich an Fahrrädern übrigens auch für eine nervige Pest.

Und nebenbei: in diesem Bericht findet man gleich zwei Mal zwischen „PKW“ und „Fahrer“ ein sogenanntes „Deppenleerzeichen“. 😉

Mit 1,89 Promille vom Rad gefallen

Pressemeldung der PD Landau vom 21. Dezember 2018:

Herxheim (ots). Ein 35-jähriger Radfahrer befuhr die Oberholstraße in Herxheim aus Richtung Offenbach kommend in Richtung Hauptstraße. In Höhe der Einmündung Hauptstraße bremste er ab und kam auf der regennassen und abschüssigen Fahrbahn zu Fall. Hierbei erlitt er Abschürfungen und Prellungen. Ein weiterer Grund des Sturzes dürfte die Alkoholisierung des Mannes gewesen sein. Ein durchgeführter Test ergab einen Wert von 1,89 Promille. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen.

Don’t drink an drive! Die Straße heißt übrigens Oberhohlstraße. 😉

Pkw-Helmträger in Psychiatrie gebracht

Pressemeldung des PP Westpfalz vom 19. Dezember 2018:

Kaiserslautern (ots). Ein Mann in Militärkleidung hat am Dienstagabend im Stadtgebiet für Aufsehen gesorgt.

Der 25-Jährige parkte mit seinem Wagen in der Zollamtstraße, dort stieg er aus und ging in die Stadt. Weil der Mann Militärkleidung trug, beim Aussteigen einen Soldatenhelm auf hatte und einen länglichen Gegenstand bei sich führe, kam dies einem Zeugen verdächtig vor. Er informierte vorsorglich die Polizei. Eine Streife konnte den 25-Jährigen am Stiftsplatz ausfindig machen. Er trug diverse Taschen bei sich und war militärähnlich gekleidet. Gefährliche Gegenstände fanden die Polizisten bei dem 25-Jährigen nicht. Vorsorglich durchsuchten die Beamten auch den Pkw des 25-Jährigen. Etwas Verdächtiges wurde nicht gefunden. Auf Nachfrage gab der Mann an, dass er gerne Uniformteile sammle und mit diesen, so gekleidet auf den Weihnachtsmarkt gehen wollte. Er habe sich keine Gedanken gemacht, wie er in seinem Outfit auf Passanten wirken könnte. Den Militärhelm ziehe er sich beim Autofahren auf. Einen Grund hierfür konnte der 25-Jährige nicht nennen. Im Anschluss an die Kontrolle stellte sich der 25-Jährige freiwillig in einer psychiatrischen Klinik vor, Polizisten begleiteten ihn dorthin. |erf

Warum man jetzt jemanden mit einem Uniform-Fetisch gleich in die Psychiatrie bringen muss…!? Zumal es grade in Kaiserslautern wegen der zahlreichen US-Amerikaner auch nicht gänzlich unüblich ist, dass man dort auch mal Leute auf der Straße in Uniform sieht. Zeigt mal wieder, wie paranoid die Zeiten geworden sind.

Am Interessantesten an der Geschichte finde ich aber die Sache mit dem Helm: Da fährt mal einer tatsächlich mit Helm Auto (dabei sollte man das ja viel eher tun als beim Radfahren) – und wird von der Polizei misstrauisch nach Gründen befragt. Tja, bei Radfahrern fallen euch doch sonst 1001 Gründe ein, unbedingt einen „Fahrradhelm“ zu tragen?

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