Dschungel-Bankette am B-10-Radweg

B-10-Dschungel-Radweg

Die Begründung des Forstamts Westrich, den Trinkwasserbrunnen am Lambsbacherhof abzuriegeln, lautete ja, dort sei durch parkende Autos, die Wasser in Kanistern abtransportierten, das Bankett beschädigt worden. Ich konnte dort jedenfalls bislang im Bereich des Brunnens keinerlei Beschädigungen erkennen. Mich belustigte diese Begründung grade deshalb, weil sich die Wegränder entlang des B-10-Radweges (der zwischen Münchweiler und Pirmasens im Winter ebenfalls nicht geräumt und gestreut wird) in einem katastrophalen Zustand befinden. Vor allem, weil die Wegränder schon seit Jahren nicht mehr gemäht wurden.

Der Bewuchs ist teils urwaldartig; meterhohe Farne, Disteln, Brennnesseln, Brombeerranken und auch schon dickstämmigere Bäume ragen direkt in das Lichtraumprofil des Weges hinein. In der Vegetationsperiode kann das durchaus auch mal schmerzhaft werden, wenn man wegen motorisierten Gegenverkehrs an den Wegesrand ausweichen muss. Die Sicht wird dadurch vor allem in den Kurvenbereichen noch zusätzlich eingeschränkt.

Aber selbst im Winter kann man gut erkennen, wie viel dem Forstamt Westrich der Zustand seines Weges wert ist. Das kommt halt am Ende bei rum, wenn man den Radverkehr beim Ausbau einer Bundesstraße zur Kraftfahrstraße wenig bis gar nicht berücksichtigt. Auch jenes Forstamt müsste damals ähnlich wie die VG Hauenstein Geld vom Bund erhalten haben, damit der damals noch mit übelsten Beton-Rüttel-Platten befestigte Weg eine ordentliche Asphaltdecke bekam.

Es kann meiner Ansicht einfach nicht angehen, dass der Kfz-Verkehr auf einer Straße im Bundeseigentum verkehren darf – aber der Radverkehr über irgendwelche Pisten geführt wird, die irgendeiner kleinen Gemeinde, dem Forstamt Hintertupfing, dem Bauer Knörzinger und / oder der Erbengemeinschaft Müllermeierkunz gehören. Falls die Wege überhaupt jemals dem öffentlichen Verkehr gewidmet worden sein sollten.

So sind dann Zustände wie diese eben Normalität:

B-10-Dschungel-Radweg

B-10-Dschungel-Radweg

B-10-Dschungel-Radweg

Bis im Frühjahr diesen Jahres standen an den talseitigen Böschungsrändern noch total vermoderte und teilweise abgestürzte Holzgeländer. Jene wurden dann irgendwann entfernt.

2 Gedanken zu „Dschungel-Bankette am B-10-Radweg“

    1. Wie bittääää…!? Okay, wie gesagt, wir haben Winter; da ist das Elend ein wenig “transparenter”. Zeigt aber andererseits wieder, was für Zustände viele Radfahrer schon als “normal” betrachten. 😉 Eine klassifizierte Straße wird wenigstens mind. 2 bis 3 mal im Jahr gemäht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere

39 − = 34