Aus dem Polizeibericht (Teil 18)

Ein 35-jähriger wird in Kaiserslautern wegen Drogenkonsums angehalten. Bei Neustadt radelt ein ebenfalls zugedröhnter 30-jähriger über die A 65. In Kaiserslautern und dem umliegenden Kreis fanden umfangreiche Verkehrskontrollen statt; die Gruppe der Radfahrer benahm sich offenbar anständig. In der Nähe von Kusel verunglückt ein 77-jähriger an einer Einmündung auf einem straßenbegleitenden Radweg zur B 420, welchem man allerdings (wie so oft) per kleinen Schildchen die Vorfahrt entzogen hat! In Kaiserslautern bringt ein Radfahrer einen Rollerfahrer zu Fall und begeht Unfallflucht.

High unterwegs

Pressemeldung des PP Westpfalz vom 12. Dezember 2018:

Kaiserslautern (ots) – Die Polizei hat am Dienstagnachmittag in der Wormser Straße einen Fahrradfahrer aus dem Verkehr gezogen.

Der 35-Jährige war einer Polizeistreife wegen seiner unsicheren Fahrweise aufgefallen. Als die Beamten den Mann anhielten, stellte sich schnell heraus, dass er unter Drogeneinfluss stand. Ein Test bestätigte den Verdacht, er reagierte positiv auf Amphetamin, Metamphetamin und THC (Cannabis). Den Drahtesel musste der Mann stehen lassen und die Polizisten zur Dienststelle begleiten. Dort wurde dem 35-Jährigen eine Blutprobe entnommen. Sie wird auf Betäubungsmittel untersucht. Der 35-Jährige blickt einem Strafverfahren entgegen. |erf

Da war er nicht der Einzige, der in der letzten Zeit erwischt wurde:

Zugedröhnter Autobahnradler

Pressemeldung der PD Neustadt (Weinstraße) vom 7. Dezember 2018:

Neustadt/Weinstraße (ots) – Um 11:20 Uhr fiel mehreren Verkehrsteilnehmern ein Fahrradfahrer auf der A65 im Bereich Neustadt-Süd auf. Schnell konnte der 30-Jährige ausfindig gemacht werden, der sich auf dem kürzesten Weg nach Ludwigshafen begeben wollte. Problematisch gestaltete sich die genaue Erhebung seines Vorhabens, da zum einen seine fernöstliche Herkunft mit einhergehender Sprachbarriere und zum anderen wohl vorangegangener Drogenkonsum die zielgerichtete Kommunikation mit ihm erschwerte. Unklar blieb zunächst ferner, wo die etwa 3000 Euro entstammen, die der Fahrradfahrer mitführte. Weitere aufgefundene Gegenstände und die polizeilich bekannte Vita des 30-Jährigen lassen Drogenhandel vermuten. Das Geld wurde sichergestellt. Der Kontrollierte musste eine Blutprobe abgeben.

Tja. Ich würde ihn zumindest in der Weise entschuldigen, dass man die alternative HBR-Wegweisung ja als Fernradler wirklich nicht gebrauchen kann. Und wenn auf dem blauen Schild halt „Ludwigshafen“ draufsteht… 😉

Vorweihnachtliche Verkehrskontrollen

In der sehr ausführlichen und detaillierten Pressemeldung des PP Westpfalz vom 7. Dezember zu Kontrollen in Kaiserslautern und dem gleichnamigen Landkreis taucht kein einziges Vergehen eines Radfahrers auf.

Linker-Radweg-Unfall in Kusel

Pressemeldung der PD Kaiserslautern vom 6. Dezember 2018:

Kusel (ots) – Am 05.12.2018, gegen 15.10 Uhr, befuhren ein 77-jähriger Fahrradfahrer und eine 54-jährige PKW-Fahrerin die B420 / Glanstraße von Rammelsbach aus kommend in Fahrtrichtung Kusel; die PKW-Fahrerin auf der Fahrbahn, der Fahrradfahrer auf dem links neben der Straße verlau-fenden Radweg. In Höhe der Einmündung zur Industriestraße wollten beide in diese nach links einbiegen. Hierbei kam es zur Kollision, wobei der Radfahrer zu Boden stürzte und sich unter anderem schwere Kopfverletzungen zuzog. Er musste mit dem Rettungshubschrauber in die Winterbergklinik nach Saarbrücken geflogen werden. Nach ersten Erkenntnissen vom heutigen Tag geht es ihm aber schon wieder etwas besser, so dass er offensichtlich nur leichte Verletzungen davongetragen haben dürfte.

Nachdem erst ein 10-jähriges Mädchen in Landau schwer verunglückte, erwischte es nun einen Rentner, allerdings beim zwangsweisen Geisterradeln. Und diesem wird man wegen der rechtswidrigen Aufstellung von kleinen Vorfahrt gewähren an Radwegen entlang einer Vorfahrtstraße auch noch die Schuld geben! Die Autofahrerin ging wohl einfach davon aus, dass sie Vorfahrt hat. „Übersehen“ scheidet hier ziemlich sicher aus. Eine Furt wurde auch nicht markiert.

Roller zu Fall gebracht und abgehauen

Pressemeldung des PP Westpfalz vom 5. Dezember 2018:

Kaiserslautern (ots) – Ein 20-jähriger Rollerfahrer befuhr am Dienstagabend die Trippstadter Straße in Richtung Innenstadt. Der Mann gab an, dass vor ihm ein Radfahrer unterwegs war, welchen er kurz vor der Einmündung „Gerhart-Hauptmann-Straße“ überholen wollte. In diesem Moment zog der Radfahrer ohne dies anzukündigen auf die Mitte der Fahrbahn. Der 20-Jährige musste eine Gefahrenbremsung einleiten, wodurch er die Kontrolle über seinen Motorroller verlor und vom Fahrzeug stürzte. Hierbei zog er sich Schürfwunden am Knie und eine Verstauchung im Fußgelenk zu. Auch der Roller wurde beim Sturz beschädigt. Nach dem Unfall entfernte sich jedoch der Radfahrer unerlaubt von der Unfallstelle, ohne sich um den Rollerfahrer zu kümmern. Vom Radfahrer fehlt bislang jede Spur. Deshalb bittet die Polizei Zeugen, die Angaben zum Vorfall machen können, sich unter der Telefonnummer 0631/369 2250 zu melden.

Die Trippstadter Straße fahre ich hin und wieder selber. Macht nicht wirklich Spaß, vor allem wegen der vielen, alten Pinseleien (wilde Mischung aus Schutz- und Radfahrstreifen). Diese sind allerdings wenigstens nicht mehr benutzungspflichtig. Linksabbiegen ohne vorheriges Anzeigen ist schon rücksichtslos und dumm. Wenn der Roller- den Radfahrer erwischt, tut es beiden weh.

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