Aus dem Polizeibericht (Teil 14)

Im Meckenheim stirbt ein 64-jähriger sofort, als ihn ein Lkw überrollt. In Germersheim übersieht eine 11-jährige Schülerin mit dem Handy in der Hand ein Auto. In Thaleischweiler-Fröschen verursacht ein 45-jähriger Einbahnstraßenradler einen Unfall mit einem Pkw. Die Polizeidirektion Kaiserslautern bemängelt die missbräuchliche Nutzung von Wirtschaftswegen im Raum Lauterecken als Umleitungsumfahrungen, stellt es aber irgendwie so hin, als seien hier Radfahrer das Hauptproblem.

62-jähriger wird von Lkw überrollt

 Pressemeldung der PD Neustadt (Weinstraße) vom 13. November 2018:

Meckenheim (67149) (ots) – Am 13.11.2018 um 09.36 Uhr befuhr der 40-jährige Fahrer eines Lkw, Kipper mit offenem Kasten, die Bahnhofstraße in Meckenheim in Richtung Hauptstraße. An der Kreuzung zur Hauptstraße wollte er nach rechts auf die vorfahrtsberechtigte Hauptstraße einbiegen. Als er sich im Kreuzungsbereich befand, stieß er mit einem 62-jährigen Radfahrer zusammen. Bislang ist nicht eindeutig geklärt, von wo der Radfahrer in die Kreuzung einfuhr. Der Zweiradfahrer stieß mit dem Lkw zusammen, kam zu Fall und wurde vom Lkw überrollt. Dabei verstarb er sofort. Die Kreuzung musste für ca. 4 h gesperrt werden. Die Polizeiinspektion in Haßloch bittet evtl. Zeugen des Unfalles, sich unter 06324/933-0 oder per E-Mail an pihassloch@polizei.rlp.de zu melden.

Größere Spekulationen über die Ursachen spare ich mir, wenn derzeit noch nicht einmal klar ist, aus welcher Richtung der Radfahrer angefahren kam. Wirklich Sinn ergäbe hier (da von einem Zusammenstoß die Rede ist) aber nur von rechts, da der Lkw wohl weit ausholen musste und dabei auf die Gegenfahrbahn kam. Die Einmündung bei mapillary (inkl. 3 Gehwegradlern…) und der Blick von oben per google.

Mit dem Handy in der Hand gestürzt

Pressemeldung der PD Landau vom 13. November 2018:

Germersheim (ots) – Als eine 11-jährige Schülerin am Montagmittag mit dem Fahrrad nach Hause fahren wollte, hielt sie ihr Handy in der Hand. Dadurch wurde sie abgelenkt und übersah ein Auto, als sie sich in den fließenden Verkehr einfädeln wollte. Es kam zum Zusammenstoß, durch welchen das Mädchen zu Boden stürzte und sich eine Platzwunde am Kopf zuzog. Die Schülerin trug keinen Helm. Sie wurde durch den Rettungsdienst in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.

Am heutigen Morgen wurde durch die Stadtverwaltung Germersheim und die Polizei an der Tulla-Schule in Sondernheim die Aktion „Sicher ohne Auto zur Schule“ durchgeführt. In diesem Zusammenhang möchte die Polizei nochmals darauf hinweisen, dass beim Fahrradfahren immer ein Schutzhelm getragen werden sollte, um im Falle eines Unfalls das Verletzungsrisiko und die Folgen zu minimieren.

Ich würde ja erst einmal das Unfallrisiko minimieren, ehe ich am Verletzungsrisiko rumdoktere…!? Warum die Polizei grade hier den (großen und kleinen…) Kindern nicht vielmehr empfiehlt, ihre bescheuerten Handys wenigstens während der Fahrt aus den Griffeln zu lassen (das ist schließlich verboten), sondern wieder ungehemmt Werbung für „Schutzhelme“ macht, bleibt ihr Geheimnis. Mal gespannt, wie lange es noch dauert, bis in Polizeimeldungen auch Fahrgästen in Linienbussen das Tragen eines Helmes empfohlen wird…?

Einbahnstraßenradler gegen Pkw

Pressemeldung der PD Pirmasens vom 10. November 2018:

Thaleischweiler-Fröschen (ots) – Ein 45-jähriger Mann war am Freitagabend mit seinem Fahrrad in der Talstraße in Thaleischweiler unterwegs. Dies allerdings in falscher Richtung. Im Kreuzungsbereich Talstraße / Schwarzbachstraße stieß er dann mit einem Pkw zusammen und verursachte einen Verkehrsunfall. Verletzt wurde niemand. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf circa 500 Euro.

In der Talstraße in Thaleischweiler habe ich seit dem Start meiner Alltagserlebnis-Berichte selber immerhin schon zwei Mal Einbahnstraßenradler und -innen gesichtet, die allerdings auf dem Gehweg unterwegs waren. Es hätte mich hier schon noch interessiert, wie genau der Unfall ablief. Vermutlich fuhr er auch in diesem Fall auf dem Gehweg und hat dann bei der Überquerung der Kreuzung einen aus nördlicher Richtung, von rechts kommenden Pkw übersehen bzw. gemeint, er habe da Vorfahrt, da er ja immerhin in einer Vorfahrtstraße fährt. Wenn auch in der falschen Richtung…

Umleitungsumgehungsverkehr

Pressemeldung der PD Kaiserslautern vom 10. November 2018:

Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein und Meisenheim (ots) – Die Polizeiinspektion Lauterecken erhält vermehrt Rückfragen aufgrund von Baustellen im Dienstgebiet. Am frühen Samstagmorgen wird Beschwerde darüber geführt, dass einige Verkehrsteilnehmer einen Waldweg zwischen den Ortschaften Jeckenbach und Hundsbach befahren würden, um die Umleitung zu vermeiden. Weiterhin wird Unverständnis für die, seit Freitag errichtete, Vollsperrung, im Bereich der Kreisstraße 40, zwischen Lauterecken und Cronenberg geäußert. Die zunehmende Inanspruchnahme dieser Wirtschaftswege beeinträchtigt Wanderer sowie Radfahrer, indem diese zusätzlichem Staub und Lärm ausgesetzt sind und gegebenenfalls ausweichen müssen. Weiterhin fühlt sich der ein oder andere Landwirt beziehungsweise Jagdpächter durch diese Verkehrsteilnehmer in seinem Betriebsablauf tangiert. Aufgrund von Ausweich- und Wendemanövern könnten zudem landwirtschaftliche oder private Flächen zerstört werden. Die Nutzung dieser Wege ist nach geltendem Recht nicht gestattet, wobei die Verwendung zu land- oder forstwirtschaftlichen Zwecken hiervon ausgenommen ist. Der in der Bevölkerung vorhandene Irrglaube, es handle sich hierbei um Radwege, muss durch die Polizei entkräftet werden. Eine Missachtung dieser Verkehrsregel kann daher ein Verwarnungsgeld nach sich ziehen.

Siehe auch die PM des LBM Kaiserslautern bzgl. der Sperrung der K 40.

Etwas kryptisch. Einerseits wird bemängelt, dass Radfahrer und Wanderer beeinträchtigt werden, andererseits schreibt man am Ende, dass es sich um „Radwege“ handele, sei ein „Irrglaube“. Das jedenfalls glauben ja offenbar oft genug die Polizei selbst; diverse Straßenverkehrsbehörden oder auch der LBM. Es kümmert sich ja auch niemand darum, dass wenigstens die HBR-Wege für den Radverkehr freigegeben würden. Zumal diese pauschale Sperrung ja eigentlich eh illegal ist. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass es Horden von Radfahrern sind, die da derzeit Wirtschaftswege als Umleitungsstrecke benutzen – und dass dies dann in irgendeiner Weise besonders problematisch wäre. Das sind schon viel eher die zahlreichen Pkw-Nutzer, die vielleicht meinen, sie dürften mit dem Auto auf einem „Radweg“ fahren…!?

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