Aus dem Polizeibericht (Teil 5)

In Maikammer rauscht ein Radfahrer in einen Linienbus und begeht Unfallflucht. In Rohrbach bei Landau fährt ein 13-jähriger Rennradfahrer in ein geparktes Auto – und muss sich dafür, dass er keinen „Radhelm“ trug, von der Polizei verhöhnen lassen. In Edenkoben fährt ein 12-jähriger auf dem Gehweg in ein aus einer Grundstücksausfahrt kommendes Auto. In Pirmasens wird ein betrunkener, unbeleuchteter Radfahrer kontrolliert, als er auf der falschen Fahrbahnseite herumtorkelt. Auf der Autobahnbrücke bei Vogelbach stürzt ein Mountainbiker wegen einer abgesprungenen Kette schwer.

In Bus gerauscht – und abgehauen

Pressemeldung der PD Landau vom 1. Oktober 2018:

Maikammer (ots) – Ein Linienbus der Palatina befuhr am gestrigen Sonntag, gegen 11:10h, die Hartmannstraße und musste auf Höhe zur Einmündung in die Weinstraße Nord verkehrsbedingt anhalten. Ein Radfahrer, der hinter dem Bus radelte, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachte gegen das Fahrzeugheck. Bei dem Aufprall zog sich der Radfahrer eine blutende Verletzung an der Hand zu, ebenfalls wurde die Beleuchtungseinrichtung des Busses beschädigt. Der Fahrradfahrer entfernte sich darauf unerlaubt von der Unfallstelle. Hinweise über den Mann bzw. zum Unfallgeschehen nimmt die Polizei in Edenkoben unter Tel 06323 9550 entgegen.

Die Hartmannstraße bin ich schon viele, viele Male hochgefahren – denn jene ist die innerörtliche Anfahrtsroute hinauf zur Kalmit. Runter hingegen eher selten. Jedenfalls halte ich in den Weinstraßendörfern, wenn ich mal wieder Bussen und anderen Kfz hinterherfahren muss, ausreichenden Abstand. Denn plötzlich notwendig werdendes Bremsen ist in den schmalen, unübersichtlichen und verwinkelten Gassen dort Alltag.

13-jähriger Rennradler fährt in Auto

Pressemeldung der PD Landau vom 30. September 2018:

Rohrbach: 29.09.2018, 14:55 Uhr (ots) – Über die Rettungsleitstelle wurde der Polizei in Landau mitgeteilt, dass es in der Bahnhofstraße zu einem Unfall mit verletztem Kind gekommen sei. Beim Eintreffen der Funkstreife an der Unfallörtlichkeit wurde das Kind, ein 13-jähriger Junge aus Rohrbach, bereits medizinisch durch Sanitäter eines eingetroffenen Krankenwagens versorgt. Der Unfallhergang stellte sich so dar, dass das Kind mit seinem Rennrad die Bahnhofstraße entlang fuhr. Hierbei übersah es offensichtlich den am rechten Fahrbahnrand ordnungsgemäß geparkten Pkw und fuhr auf diesen auf. Durch den Aufprall erlitt der Junge eine Platzwunde über dem rechten Auge, schürfte sich das Kinn auf und brach sich einen Schneidezahn ab. Der junge Rennfahrer, der bei der Fahrt keinen entsprechenden Fahrradhelm trug, war ansprechbar und wurde durch den Krankenwagen zuerst zu seiner Wohnanschrift und anschließend in ein Krankenhaus nach Landau verbracht. Am geparkten Pkw entstand kein Schaden, bei dem Rennrad des Jungen war das Vorderrad verbogen.

Falls der Unfall im „alten“ Teil der Rohrbacher Bahnhofstraße geschah, wär ich mir nicht so sicher, ob das Auto da wirklich hätte rumstehen dürfen, denn da gibt es auch Halteverbotsschilder. Erst weiter hinten wird die Straße dann insgesamt breiter. Sehr süß ist übrigens das im Bild erkennbare, selbstgemalte Z 274-10. 😉

Jedenfalls kann es die Polizei mal wieder nicht lassen und muss einem verunfallten Kind ein „Selber Schuld an deinem Aua!“ ins Gesicht rotzen. Ich bin jedenfalls stolz auf den Kleinen, dass er ohne unterwegs war – mich wundert, dass das heute überhaupt noch vorkommt, dass grade ein junger Rennradfahrer mal keinen „Helm“ trägt! Mich würde in dem Zusammenhang dann auch schon einmal interessieren, was ein „entsprechender“ Fahrradhelm ist, wenn man Rennrad fährt? Und wie ein Solcher einen vor Verletzungen am Kinn und den Zähnen bewahrt…!? Oder meint die Polizei hier etwa einen Fullface-MTB-Downhill-Helm?

Ergänzend zum Thema Kopfverletzungen noch ein Link zu einer weiteren Meldung. Können wir bald auch mit polizeilichen Helmempfehlungen für Kastaniensammler rechnen…?!

Kind kollidiert mit ausfahrendem Auto

Pressemeldung der PD Landau vom 29. September 2018:

Edenkoben (ots) – Am 28.09.2018 um 17.00 Uhr ereignete sich in der Bahnhofstraße in Maikammer ein Verkehrsunfall mit Personenschaden. Beim Ausfahren aus einer Grundstücksausfahrt kam es zu einer Kollision zwischen dem Pkw eines 33-jährigen Fahrers und einem 12-jährigen Kind, das mit seinem Fahrrad den dortigen Gehweg befuhr. Das Kind wurde durch die Kollision über die Motorhaube des Pkw geschleudert und zog sich hierbei Gesichtsverletzungen zu. Es wurde durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus in Neustadt verbracht.

Genau Unfälle wie jener sind Beleg dafür, dass die Gehwegradelei weitaus gefährlicher ist, als es von den meisten vermutet wird. Regelrecht zynisch ist es, dass man Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr sogar dazu zwingt. Wobei man dazu sagen muss, dass die Bahnhofstraße in Edenkoben Weinstraßendorf-typisch auf den meisten Abschnitten über gar keine Gehwege verfügt. Interessant wäre auch (grade im Hinblick auf die vorherige Meldung), ob der Junge evtl. einen „Radhelm“ getragen hat…!?

Ungeplante Radfahrer-Blutspende

Pressemeldung der PD Pirmasens vom 28. September 2018:

Pirmasens (ots) – Ein 54-Jähriger fiel am Donnerstagabend, gegen 21.53 Uhr, einer Polizeistreife in der Blocksbergstraße auf. Der Mann fuhr mit seinem Fahrrad deutlich in Schlangenlinien. Außerdem war das Rad nicht beleuchtet. Als der Radfahrer auch noch auf die falsche Straßenseite fuhr, wurde er kontrolliert. Wegen der unsicheren Fahrweise und weil die Beamten starken Alkoholgeruch wahrnahmen, musste er mit zur Dienststelle, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Schließlich konnte der Mann von seiner Frau nach Hause gebracht werden.

Wahnsinn! Ein Pirmasenser Radfahrer in der Blocksbergstraße – auf der Fahrbahn…! Dass ich das noch erleben darf! Okay, er musste sich vorher wohl ein paar Promille Mut antrinken. Das nächste Mal schaffst du das sicher auch ohne vorheriges Besäufnis…! ;o)

Sturz über Lenker wegen Kettensprung

Pressemeldung der PD Kaiserslautern vom 28. September 2018:

Bruchmühlbach-Miesau (ots) – Auf Grund eines „technischen Defektes“ stürzte ein Radfahrer und verletzte sich schwer. Der 55 jährige Mountainbike-Fahrer aus dem Saar-Pfalz-Kreis wollte am Dienstagnachmittag mit seinem Gefährt eine Autobahnbrücke bei Vogelbach überqueren. Hierbei trat er an einer leichten Steigung vermutlich so ins Pedal, dass die Fahrradkette absprang. Der Radfahrer stürzte unkontrolliert über den Lenker. Mit schweren Verletzungen musste er ins Krankenhaus gebracht werden. Sein Fahrradhelm hatte wohl schlimmere Verletzungen vermieden.

Die Polizei mal wieder in der üblichen Helf-hilft-immer-Spekulationslaune. Der Unfall geschah auf dem eigenständigen HBR-Radweg zwischen Waldmohr und Vogelbach. Kettensprünge oder -risse können in der Tat äußerst üble Folgen haben; meine Schaltung am MTB ist z. B. auch alles andere als „sanft“; mit der Zeit bekommt man halt ein Gespür dafür, wie man während des Schaltens eintreten muss.

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