Vollsperrung der B 48 im Wellbachtal

Heute drehte ich eine Runde über Hauenstein und das Wellbachtal. Dabei fiel mir auf, dass am Knoten B 10 / B 48 Informationsschilder standen, dass die B 48 seit dem 27. August gesperrt ist. Das hatte ich sogar schon vor einer Weile in den Pressemeldungen des LBM Speyer gelesen – aber vergessen. Die Zufahrt nach Hofstätten ist jedoch aus beiden Richtungen frei und die letzten Abschnitte (ab dem Abzweig zum Annweiler Forsthaus bzw. der Abzweigung der K 58 Richtung Iggelbach) per Zeichen 253 StVO für Kraftfahrzeuge über 3,5 t gesperrt.

Der Grund dafür ist, dass ein paar Meter südlich der Einmündung der K 57 und des einsam gelegenen Gehöfts Fassenteich schon vor mehreren Monaten die Böschung abgerutscht ist und der Verkehr einseitig per Baustellen-Ampel daran vorbeigeführt wurde.

Aus südlicher Richtung gelangt man dabei derzeit trotzdem nach Hofstätten. Genutzt wird hierfür ein geschotterter Forstweg, der bereits vor einigen Jahren als Umleitungsstrecke diente, als der obere Teil der Zufahrtstraße (K 57) zum einsamsten Ort im gesamten Pfälzerwald saniert wurde. Meiner Ansicht nach hätte man jenen auch gerne asphaltieren dürfen. Denn wenn auch der untere Teil der K 57 saniert wird, wird die Route über den Forstweg erneut als Umleitung benötigt.

Zumindest mit dem MTB oder einem Trekkingrad kann man so den Baustellenbereich ganz gut umfahren und muss nicht den enormen Umweg über die B 10 (darf man ja eh nicht…), Münchweiler und Leimen fahren, der offiziell als Umleitungsstrecke ausgewiesen wurde.

Die alternative Route über die K 56 zwischen Wilgartswiesen und dem Hermersbergerhof sowie die anschließend freigegebene Forststraße zur L 496 wird daher in den kommenden Wochen wohl auch intensiver genutzt werden. Ich pausierte am nördlichen Ende dieser Forststraße heute mal für 5 Minuten – und da war schon ziemlich viel los.

Die weiter westlich verlaufende L 505 wurde übrigens nie vollständig vom Forsthaus Taubensuhl ausgehend bis zur B 48 durchgebunden. Vor einigen Jahren wurde dann auch der nördliche Teil “eingezogen” und somit entwidmet.

Update 19. Dezember 2018

Nach einer Meldung der Rheinpfalz bleibt die Strecke durch das Wellbachtal wohl noch mindestens bis Ende März kommenden Jahres gesperrt. Der Artikel ist leider nicht in Gänze abrufbar. Unverständlich, dass der LBM Speyer solche Informationen nicht direkt auf seiner Internetseite veröffentlicht.

Update 18. Januar 2019

Am 11. Januar kippte bei winterlichen Straßenverhältnissen ein Lkw auf dem sehr steilen Abschnitt zwischen dem Luitpoldturm und dem Hermersbergerhof um. Die nördlich des Hermersbergerhofs gelegene Forststraße wird im Winter nicht geräumt und nicht gestreut. Vermutlich wollte der Lkw-Fahrer sich die weiträumige Umleitung nicht antun und abkürzen. Die Polizei Pirmasens dazu via Twitter.

Update 9. Februar 2019

Am 7. Februar gab es erneut einen Unfall auf der winterlichen Hermersbergerhof-Forststraße; exakt an der steilen Rampe zwischen Luitpoldstein und Dreiherrenstein, auf der auch der LKW verunglückte. Dieses Mal überschlug sich 24-jähriger mit seinem Pkw. Tja, dort seht ihr Autofahrer mal, was für Zustände wir Radfahrer selbst an Radwegen entlang von Bundesstraßen ertragen müssen…!

Es ist für mich ja allgemein unverständlich, warum die K 56 am Hermersbergerhof endet und nicht über die Forststraße bis zur L 496 durchgebunden und entsprechend ausgebaut wird? Nach Landesstraßengesetz (insb. §§ 2 und 3) wäre das eigentlich nötig, da es bspw. den Bewohnern des Hermersbergerhofs auch ermöglicht werden müsste, mit dem Auto im Winter sicher in Richtung Kaiserslautern oder Leimen zu fahren – ohne einen sehr weiten Umweg fahren zu müssen. Früher existierte dort auch ein recht beliebtes Wintersportgebiet. Dass der Großteil der Verkehrsteilnehmer die aberwitzige, offizielle Umleitung über Münchweiler nicht akzeptiert, war ja vorherzusehen.

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