Dunkelradler auf der B 270 im Lautertal

Pressemeldung der PD Kaiserslautern vom 23. August 2018:

Fahrradfahrer hatte Schutzengel

Ein dunkel gekleideter Fahrradfahrer war am frühen Donnerstagmorgen auf der B 270 aufgefallen. Er wurde von der Streife bei Heinzenhausen ohne Licht fahrend kontrolliert. „Nachdem ihm die Funktionsweise des Lichtes an seinem Fahrrad erläutert und er auf die Nutzung des Fahrradweges hingewiesen wurde, durfte er seine Fahrt fortsetzen“, so die kopfschüttelnden Beamten in ihrem Rapport. Ohne Licht im Dunkeln mit dunkler Kleidung auf der Bundesstraße mit dem Fahrrad fahrend, barg für den Biker ein hohes Gefährdungsrisiko. Glücklicherweise war nichts passiert und hatten die erschrockenen Verkehrsteilnehmer die Polizei auf den Fahrradfahrer hingewiesen.

Ohne Licht in aller Frühe auf ner Bundesstraße fahren ist sicher ’ne eher blöde Idee!

Dunkle Kleidung ist aber auch nicht verboten. Und auch die B 270 darf (wenn mich nicht alles täuscht; ich war recht lange nicht mehr dort unterwegs) mit dem Rad befahren werden; straßenbegleitende und somit benutzungspflichtige Gemeinsamer Geh- und Radweg-Wege hat diese Bundesstraße auf vielen Abschnitten (so auch jenem) nicht; stattdessen kann man den eigenständigen Lautertal-Radweg nutzen; ein Radfahrer hat jenen auch für mapillary dokumentiert. Dieser überwiegend auf der östlichen Talseite gelegene Weg ist beispielsweise an der Einmündung der L 383 in die B 270 am nördlichen Ortausgang auch nur mit HBR-Wegweisern beschildert.

Mich stört auch diese „hysterische“ Überschrift – offenbar hatte der Radler ja wohl ein paar Reflektoren am Rad, denn völlig übersehen wurde er offensichtlich (sic!) ja auch nicht. Warum man dann gleich schreiben muss, er habe einen „Schutzengel“ gehabt, erschließt sich mir ebenfalls nicht; wahrscheinlich wurde er mit größerem Abstand überholt als es sonst üblich ist…! ;o)

Es kommt ja hin und wieder auch mal vor, dass Fußgänger im Dunkeln (in dunkler Kleidung) auf Landstraßen unterwegs sind – und da macht auch keiner einen derartigen Aufstand! Das einzige, was dieser Bericht bewirkt, ist mal wieder generelle Ängste vorm Fahrbahnfahren zu schüren.

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