Pfortzer Straße, die Dritte

Pressemeldung der PD Landau vom 22. August 2018:

Maximiliansau (ots) – Ein 58-jähriger Fußgänger schob am Dienstag, dem 21.08.2018, um 22.30 Uhr, sein Fahrrad auf dem Radweg in der Pfortzer Straße und stürzte an der Einmündung Am See ohne Fremdeinwirkung. Hierbei zog er sich leichte Schrammen zu. Beim Eintreffen der Polizei hatte er sich bereits wieder aufgerafft. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,55 Promille. Der 58-Jährige schob sein Fahrrad mit Polizeibegleitung bis zu seiner Wohnanschrift. Das Fahrrad wurde an der Wohnung verschlossen abgestellt und der Schlüssel der begeisterten Ehefrau übergeben.

Da sage doch einer, das Leben schreibe nicht die besten Geschichten! Also schon der dritte Unfall in einer unbedeutenden Straße in Maximiliansau. Ohne Polizeibegleitung wär er dann aber sicher spätestens an der nächsten Einmündung (wie es in Maximiliansau so üblich ist) über den Haufen gefahren worden. ;o)

Immerhin hat die Polizei dieses Mal sogar den richtigen Straßennamen verwendet. Beim 1. Mal hieß die ja noch „Seestraße“!

Ergänzend noch eine weitere Pressemeldung der PD Landau vom 22. August:

Landau (ots) – 21. August 2018, 18.15 Uhr Am Dienstagnachmittag wurde ein betrunkener Radfahrer, in Schlangenlinien fahrend, in der Martin-Luther-Straße gemeldet. Bevor die Polizeistreife den Radfahrer aufspüren und anhalten konnte, war dieser bereits gestürzt. Er fuhr gegen die Bordsteinkante der Straße und stürzte vom Rad. Dabei prallte er mit dem Kopf gegen die Hauswand. Der 49-jährige Landauer zog sich Kopfverletzungen und Verstauchungen am Ellenbogen zu. Ein freiwillig abgegebener Atemalkoholtest ergab 2,34 Promille. Dem Mann wurde im Krankenhaus, wo er auch ärztlich versorgt wurde, eine Blutprobe entnommen.

Ist schon seltsam: Bei Unfällen, bei denen Besoffene sich an der Rübe verletzen, kommt wirklich nie Fahrradhelmwerbung. Ist da dann vielleicht der Kontext insgesamt zu negativ…!? Dabei müsste man ja grade eher Betrunkenen generell zu einem (echten) Helm raten; also auch Fußgängern. Ja, das wär doch was: bei Weinfesten besteht ab sofort Helmpflicht!

6 Gedanken zu „Pfortzer Straße, die Dritte“

  1. So unbedeutend ist die Pfortzer Straße gar nicht. Sie dient gerne als Abkürzung zur A65, wenn mal wieder Stau an der Rheinbrücke ist. Ich vermute mal, sie ist eine der Straßen, die demnächst eine Schranke bekommen sollen zur Eindämmung des Durchgangsverkehrs.

    1. Joa, sie dürfte trotzdem nicht mal annähernd von der Verkehrsbelastung her „problematisch“ sein. Ich vermute mal, dass das früher mindestens eine Kreisstraße war. Über die seltsame Sache mit der Sperrung per Schranken bin ich bei meinen Recherchen auch gestolpert. Halte ich persönlich hingegen rechtlich (und technisch) für einigermaßen fragwürdig.

      1. Die Schranken sollen wohl ein „Modellversuch“ werden.
        In Mörlheim bei Landau gibt es so eine Schranke schon seit vielen Jahren. Du hattest da m.W. auch schon mal einen Unfall berichtet.

        1. Stimmt, in Mörlheim war mal was. Ich dachte, die sei einfach eine stinknormale Schranke, wie man sie hin und wieder mal an Forstwegen sieht und die nur in Ausnahmefällen mal per Hand hochgeklappt wird.

          Zu viel Technik ist nie gut; zu viel, was da dann spinnen kann. Zumal es mir eh recht willkürlich erscheint, wer da durch darf und wer nicht. Andere Leute genießen schließlich auch nicht den Luxus, in reinen, gar durch Schranken abgesperrten Anliegerstraßen zu wohnen. Hat für mich was von „gated community“.

          1. Ich verstehe das Problem dort, bei Rheinbrückenstau ist das Dorf praktisch ein Parkplatz. Ich bleibe im Zweifel lieber auf der Autobahn, geht meistens schneller.
            Die Schrankenlösung halte ich aber nicht für ausgegoren. Angeblich kostet die Aktion 80.000 €. Anwohner sollen Transponder bekommen, dass die Schranken öffnen (Refinanzierung?). Aber wie kommt der Lieferverkehr ins Dorf, oder Handwerker?

          2. Kommen Rad- und Motorradfahrer denn eigentlich an den Schranken vorbei…!?

            Ich verstehe das Problem dort, bei Rheinbrückenstau ist das Dorf praktisch ein Parkplatz.

            Naja. Die gleichen Leute stehen in ihren Autos auch anderen Leuten im Weg oder vor deren Haustür rum. Ich kann diese egozentrische Nimby-Mentalität nicht leiden.

            Angeblich kostet die Aktion 80.000 €.

            Sehr optimistisch. Am Ende sind es dann 800.000 Euro. Kennt man ja. Der Betreiber will ja auch einen Gewinn machen. Und technisch wird da der ein oder andere Bastler sicher auch eine Möglichkeit finden, das System zu überlisten.

            Aber wie kommt der Lieferverkehr ins Dorf, oder Handwerker?

            Eben – es gibt unzählige Personen, die gute Gründe dafür haben können, jetzt da reinzufahren. Man kann meiner Ansicht nach nicht mal eben ein komplettes Wohngebiet (gehört zum öffentlichen Straßennetz) mit Schranken abriegeln…!? Nebenbei soll ja auch mal wieder eine Landesstraße (L 540) mal eben gleich um 2 Kategorien runtergestuft werden – nur für diese Aktion.

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