Alltagserlebnisse (Teil 58)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren!

Stopschilder (28)

Am 12. August befuhr ich die Höheinöder Straße in Waldfischbach-Burgalben in Richtung Hauptstraße. Vor mir waren zwei Pkw. Nachdem der Erste abgebogen war, wollte der Zweite (mit Homburger Kennzeichen) ohne am Stop-Schild zu halten, fließend nach rechts abbiegen. Das Vorhaben musste er aber im letzten Moment abbrechen, da von links dann doch ein bevorrechtigtes Auto kam. Er stand jenem dann aber mit seiner Motorhaube im Weg herum. Der von links Kommende beschwerte sich wohl mittels Gesten über die beinah genommene Vorfahrt und fuhr langsam am Saarländer vorbei. Der war genervt, weshalb er dann auch noch so kackfrech war, 2 Sekunden lang auf die Hupe zu drücken! Geblinkt hat er übrigens auch nicht.

Abbiegen (12) und Einbahnstraßen (9)

Auch ganz lustig war der Fahrer eines Pizzadienstes, der mir am 13. August in Rodalben im östlichsten Abschnitt der Straße „Am Rathaus“ begegnete. Er kam recht rasant die steile Bruderfelsstraße hinuntergefahren und hielt vor den beiden Absperrschranken an, an denen zusätzlich noch Verbot für Fahrzeuge aller Art angebracht wurden, um zu verdeutlichen, dass man hier nicht (in Richtung Hauptstraße / Umgehungsstraße) durchfahren darf. Dass die Vorgeschriebene Fahrtrichtung Links und Verbot der Einfahrt dort wegen der Vollsperrung der OD Rodalben wohl ständig ignoriert wurden, hatte ich der Polizeidirektion Pirmasens nach der Beobachtung des hier erwähnten Witzbolds kurz per e-mail mitgeteilt, die dann wohl auch veranlasst hat, dass die Abkürzung zusätzlich verbarrikadiert wird.

Aber zurück zum Pizzaboten! Jener hielt vor der Absperrung und kuckte sich um, ob grade keiner kommt. Ich ahnte, was er vorhat und schaute mit kritischer Miene in seine Richtung. In dem Moment kamen grade auch noch aus mehreren Richtungen Fahrzeuge. Das waren dann wohl doch zu viele „Zeugen“, weshalb er sein offensichtliches Vorhaben aufgab und nach links verschwand. Um dann mit einem Affenzahn eine Schleife über die Baumbuschstraße zu fahren – denn er kam mir, als ich fast am Ende der steilen Bruderfelsstraße ankam, gleich noch einmal entgegen! Keine 2 Minuten später begegnete mir (die L 482 in Richtung Pirmasens befahrend) ein Streifenwagen. Schade, knapp verpasst! Und wieder ein paar Minuten später überholte mich der Pizza-Bote erneut. Ich geh also mal davon aus, dass sein 2. Versuch „erfolgreich“ war.

Einbahnstraßen (10)

Am 14. August ging es in den Bliesgau, um das „Radfahrer absteigen“ in Reinheim zu dokumentieren. Als ich die L 102 von Riesweiler kommend befuhr, fiel mir im Ortsbereich von Peppenkum ein Hinweisschild auf, dass die L 101 Richtung Altheim gesperrt sei. Warum auch immer. Eingerichtet war offensichtlich eine Einbahnstraßen-Regelung, denn hinter dem nördlicheren der beiden Straßen-Dreiecke standen zwei Verbot der Einfahrt. Als ich nach links abgebogen war, bemerkte ich, wie hinter mir eine Autofahrerin mit Karacho in die eingerichtete Einbahnstraße reinkachelte.

Überholmanöver (120)

Nach der Dokumentation besuchte ich den Rewe-Markt in Gersheim, auch um die von Joachim erwähnten Fahrradständer zu fotografieren. Beim Linksabbiegen auf den Parkplatz wurde ich, obwohl ich schon ziemlich mittig fuhr und das Patschehändchen draußen hatte, trotzdem von einem Autofahrer mit auswärtigem Kennzeichen überholt.

Autos auf Radwegen (8)

Zwischen Webenheim und Mittelbach bzw. Wattweiler gibt es einen prima Wirtschaftsweg, der per Verbot für Fahrzeuge aller Art gesperrt und nur für den Rad-, forst- und landwirtschafltichen Verkehr freigegeben ist. Grade auch deshalb, weil er sportlich ziemlich anspruchsvoll über die „Große Höhe“ zur namenlosen Verbindungsstraße zwischen Mittelbach und Wattweiler führt. Auf meiner Fahrt wurde ich zwei Mal, u. a. von einer laut dröhnenden, aufgemotzten Karre überholt und ein Auto kam mir entgegen.

Vorfahrt (7)

Ich hasse (straßenbegleitende) Radwege! Aus tiefstem Herzen!

Als Fortführung des eigenständigen Hornbach-Radwegs gibt es in Richtung Zweibrücken noch ein schmales, mit Gemeinsamer Geh- und Radweg beschildertes Wegelchen, welches derzeit kurz vor dem Ixheimer Ortseingang endet und den Radler eines Tages in noch größeres Unheil führen soll.

Ich befuhr jenes Wegelchen am gleichen Nachmittag in Richtung Rimschweiler. An der Einmündung der Straße zum Weiler Birkhausen sah ich erst eine Autofahrerin mit ihrem Hinterteil mir im Weg rumstehen; sie konnte aber noch vor meiner Ankunft nach links auf die B 424 abbiegen. Als ich mich weiter näherte, sah ich von rechts ein weißes Auto heranrauschen! Deren Fahrerin musste dann richtig in die Eisen steigen, damit es nicht knallt. Wegen meines 7. Sinns hatte ich bis fast zum Stillstand heruntergebremst. Auch hier ist die Sicht wegen des Bewuchses ziemlich beschissen – und es gibt weder eine Furt, noch ein querender Radverkehr aus beiden Richtungen! Zumal dort für den ausfahrenden Verkehr meiner Ansicht nach eh ein Stop-Schild, statt eines Vorfahrt gewähren hingehört!

Autos auf Radwegen (9)

Auf meinem Weg gen Heimat befuhr ich dann auch mal wieder einen der wenigen Wege in der Gegend, die mit Verbot für Kraftfahrzeuge beschildert sind. „Leider“ hängt auch ein „Anlieger frei“ drunter. Trotzdem glaube ich nicht, dass die insgesamt 6 Kfz, die ich auf dem asphaltierten Weg von Rimschweiler hinauf zum Zweibrücker Flughafen sah, alle „Anlieger“ waren. Da jener Weg sich so schön den Berg hinaufschlängelt, machte ich ein paar Fotos – und erwischte nebenbei dann auch einen BMW-Fahrer. Mir kam immerhin sogar eine Radfahrerin auf einem MTB entgegen.

Weg von Rimschweiler zum Flughafen

Abbiegen (13) und Einbahnstraßen (11)

Am 15. August ging es die Bärenhalde zwischen Pirmasens und Rodalben mal runter. Darf man ja. Im Gegensatz zu den hunderten an Autofahrern, die ja eigentlich nur mit einem Anliegen bis zur Baustelle dürfen… Jedenfalls fuhr vor mir ein dunkelblauer Caddy nach rechts in die Bruderfelsstraße – da ahnte ich schon, was kommt. An deren Ende stehen ja „Am Rathaus“ wie oben angemerkt Vorgeschriebene Fahrtrichtung LinksVerbot für Fahrzeuge aller Art und Verbot der Einfahrt. Die interessierten den Fahrer nicht die Bohne! Ich stieg dann an der Absperrung ab und schob meinen Renner die 20 Meter bis zur Hauptstraße. Währenddessen bretterte gleich noch ein Fahrer eines älteren, schwarzen BMW an der Absperrung vorbei und bog nach links in die Hauptstraße ab. Keine Ahnung, warum sich die Polizei da nicht mal eine Stunde lang hinstellt. Wenn da einer legal rechts um die Ecke abbiegt und grade einer gegen die Fahrtrichtung fährt, gibt es halt einen Frontalzusammenstoß…!

Hupen (42)

Am gleichen Tag staute es sich am Ende der Waldfischbacher Hauptstraße an der Einmündung zur B 270 auf circa 170 Metern. Ich überholte den stehenden Verkehr dann links auf meiner Fahrbahnhälfte und zog dann ein paar Autos später nach rechts, um an dem Rest der Schlange gem. § 5 (8) StVO rechts vorbeizufahren. Ich achtete sogar drauf, nur zu überholen, wenn die Autos stehen. Ich bin mir nicht sicher, aber wahrscheinlich sollte der Huper aus einem Auto mit Kuseler Kennzeichen ein paar hundert Meter weiter wohl signalisieren, dass dessen Fahrer mit meinem Durchschlängeln nicht einverstanden war. Oder er stand selber nicht in der Schlange und der Huper basierte nur auf dem weitverbreiteten Irrtum, wonach Radfaher auf „Bundesstraßen“ nix verloren hätten.

Autos auf Radwegen (10)

Am Abend stand dann mal wieder einer an der von mir schon ausgiebig kritisierten Einmündung zur L 600 mit seinem BMW komplett auf der Furt des überflüssigen Gemeinsamer Geh- und Radweg-Stummels entlang der K 6. Ich musste dann halt links dran vorbeifahren. Zurücksetzen hielt er für nicht notwendig.

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