Radwegschrott in Landau

Joachim hat mir wieder Fotos einer extrem schmalen Radverkehrsanlage zugesandt. Gefunden hat er sie im strömenden Regen in der Landauer Westbahnstraße, übergehend in die Annweilerstraße.

Von der Stadtmitte (Osten) kommend wird der Weg ab der Kreuzung Westring getrennt per Zeichen 241 StVO teilw. auf Hochbord geführt (siehe mapillary). Das sieht so schon sehr schmal aus. Bei der Anfertigung der mapillary-Aufnahmen hatte an der Einmündung „An 44“ vor der Engstelle am Bahnübergang der Queichtalbahn mal wieder jemand den § 11 (1) StVO nicht beherzigt. Anschließend kam dann nach Öffnen der Bahnschranken ein ganzes Rudel anarchistischer Geister- und Gehwegradler (weiter durchklicken); die Trennung scheint da jedenfalls super zu funktionieren. 🙄 Vom „Look“ her radelt da auch die typische Klientel, die dann eben an den Einmündungen oder bei Kollisionen auf den „sicheren Radwegen“ regelm. schwer oder gar tödlich verunglückt.

Hinter dem BÜ wird der Radfahrer dann jedenfalls auf die Fahrbahn geleitet (siehe Beitragsbild). Wo der Trupp Geisterradler hier wohl gefahren sein mag, überlasse ich der Phantasie des Lesers…

Der Blick retour:

An einigen Stellen ist der Breitstrich (warum auch immer) unterbrochen. Wahrscheinlich, damit Autofahrer sich leichter zur zweiten Tankstellenzufahrt „einordnen“ können? Das Linksabbiegen in „Am Goethepark“ wird für Radfahrer wegen der durchgezogenen Linie des Abbiegestreifens recht kniffelig; da muss man also schon an der ersten Tankstelleinfahrt vom Streifen runter. Von der Ampel aus geht es auch nicht nach links.

Man darf dort jedenfalls mit knappen 80 Zentimetern klarkommen; die „Gosse“ ist da bereits mit eingerechnet. Zieht man jene ab, bleiben etwa 50 Zentimeter Asphalt.

Da ab der Einmündung der Annweilerstraße hinter der Tankstelle und der Einmündung der Zweibrücker Straße von links (ab hier K 12) ein wiederholendes Zeichen 241 StVO fehlt, muss man den dann Seitenstreifen nicht mehr benutzen. Für ein Stück ist das Ding dann wohl erstmal ein Schutzstreifen, ehe einige Meter weiter dann gar ganz rechts ein  steht, welches offenbar den schmalen Gehweg neben dem (offensichtlichen) Seitenstreifen zum Radweg macht. 🙄 Weiter durchklicken wollte ich mich dann nicht mehr.

Ich glaube, in Landau hat man im Straßenverkehrsamt die letzten Jahre wohl auch sehr tief geschlafen – und bräuchte wohl dringend jemanden, der sie wachrüttelt…!? Ich bin mit dem Rad sehr selten dort – und dann froh, wenn ich wieder draußen bin.

Wenn ich mir den gesamten Radwegeschrott hier in der Gegend ansehe, wär das echt ein Fulltime-Job. Ich sollte mich als Radwege-Gutachter selbständig machen; wenn es für jedes weggeklagte Blauschild Schadenersatz gäbe, könnte ich sicher davon sehr gut leben. 😎

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