E-Biker verunfallt – mit Helm im Rucksack

Pressemeldung der PD Landau vom 11. Mai 2018:

Infolge des sandigen Untergrundes rutschte das Rad ohne Fremdverschulden eines 74-jährigen Radfahrers auf einem Feldweg bei Ranschbach am 9.5.2018, gg. 14.15h weg. Bei dem Sturz verletzte sich der Radfahrer, der zur Versorgung seiner Verletzungen in ein Krankenhaus verbracht wurde. Bei der Unfallaufnahme wurde festgestellt, dass der Radfahrer zwar einen Helm mitführte, dieser aber im Rucksack seine Schutzwirkung nicht entfalten konnte. Ein Rat der Polizei: Ein auch bei sommerlicher Hitze getragener Radfahrhelm kann Verletzungen im Kopfbereich zumindest minimieren.

🙄

Der Mann hat sich doch offenbar überhaupt nicht schwer und auch nicht am Kopf verletzt. Was soll also wieder diese blöde Werbung von Amts wegen…?

Klingt so, als sei er evtl. berghoch auf dem nur geschotterten, HBR-beschilderten „Burgenradweg“ unterwegs gewesen und hat den „Helm“ dann halt in den Rucksack gepackt, da auch trotz E-Bikes keine großen Geschwindigkeiten erzielt werden dürften. Die Profis durften ja zum Beginn des Helmpflichtwahns wenigstens bei Bergankünften noch ihre lustigen Hütchen abnehmen. Wenn also schon Geschwindigkeiten von 10 km/h reichen, um eine Helm-„Empfehlung“ auszusprechen, sollte man wirklich auch Fußgängern damit ähnlich penetrant auf die Nerven gehen…! 🙄

Und wenn man richtig schwitzt, möchte ich so ein überflüssiges Ding wirklich nicht auf der Rübe hocken haben. 😡

12 Gedanken zu „E-Biker verunfallt – mit Helm im Rucksack“

  1. Also ich habe noch nie das Problem gehabt, das ein Helm im Sommer zu übermäßigen Schwitzen führt und man muss hier anerkennen, dass der Hinweis sachlich korrekt ist und nicht was weiß ich verspricht.

    1. Dann fährst du offenbar nicht sportlich genug. 😛 Oder fährst du auch bei 30 Grad regelmäßig Touren jenseits der 50 oder 100 km und mehrere Anstiege hoch, die länger als 2 km und steiler als 5 % sind…!? 😉

      1. Oh, mal wieder Helmdiskussion.
        Zum sportlichen Fahren: Ja, ja, ja, ja und ja.
        Immer mit Helm. Mit Bandana drunter kein Problem.
        Aber jeder wie er mag.

        1. Oh, mal wieder Helmdiskussion.

          Leider. Sie wird einem ja auch ständig aufgenötigt. Mir wär es auch lieber, wenn die Artikel, die mir wesentlich mehr Arbeit bereiten, mehr diskutiert würden.

          Zum sportlichen Fahren: Ja, ja, ja, ja und ja.

          Definiere „sportliches Fahren“ – und warum das per se gefährlicher sein soll, als „normales Fahren“? Rennradler (die in aller Regel ihre Räder in einem sehr guten Zustand halten) dürften gemessen an ihrer Fahrleistung die Gruppe sein, die am seltensten (schwer) verunfallt. Zumal es bei Unfällen mit Fremdbeteiligung in den meisten Fällen eh egal ist, ob man „sportlich“ fährt – oder nicht.

          Aber jeder wie er mag.

          Schön wär es. Die Haftungsnachteile bei Rennradnutzung sind m. W. immer noch Stand der Rechtsprechung. Und das liegt einzig daran, dass die Mehrheit der „sportlichen“ Fahrer aufgrund der permanenten Gehirnwäsche meint, sie bräuchten sowas; die, die keinen wollen, haben halt Pech…! Bei „Normalradlern“ wird das aber bald auch (wieder) der Fall sein.

          1. Dafür steigt die Helmnutzungsquote zu langsam oder stagniert. Wo sie wohl steigt ist bei den Kindern. Wenn die dann jugendlich sind und immer so ein Ding mit sich rumschleppen sollen am Ziel oder die neue Flamme um die Ecke besuchen wollen, finden die das größtenteils fürchterlich uncool und hören auf Rad zu fahren. Dauerhaft dann. Oder sie tragen den Helm – meinem Eindruck nach – wie viele Kinder falsch (oder tauschen ihn vermutlich nach Stürzen nicht aus). Da ist der für die Sicherheit eher abträglich noch dazu. Aber dass hat m. W. nach bisher keiner untersucht.

          2. Sicher, Radhelme machen das Radfahren zusätzlich unattraktiv. Das interessiert aber niemanden, da der Zweck bekanntermaßen die Mittel heiligt.

            Dafür steigt die Helmnutzungsquote zu langsam oder stagniert.

            Das seh ich leider anders; grade als Rennradfahrer kann man in seinem „Umfeld“ gut sehen, wie viel simple Gewöhnung ausmacht. Wer Freiheit nie gekannt hat, wird sie auch nicht vermissen. Es wachsen da inzwischen ganze Generationen heran, denen das Ding von den Eltern unter Androhung düsterster Schreckensszenarien aufgenötigt wurde. Es ist gar schon stellenweise so schlimm, dass ein Radhelm wirklich als „cool“ gilt. Lade z. B. mal in einem Mountainbike-Forum ein Foto von einem Mountainbiker im Gelände ohne Helm hoch – die Meute wird dich dort förmlich zerreißen! Ich musste mich auch schon am Rande eines Jugend-Radrennens vor einem altklugen Dreikäsehoch dafür rechtfertigen, warum ich denn überhaupt ohne Helm Radfahren würde. Die empörten Eltern schrien mir noch hysterisch hinterher, wie ich denn so ein „schlechtes Vorbild“ sein könne… 🙄

          3. Wenn ich mal Langeweile habe, poste ich mal so ein Bild. Wenn mir jemand sagt, es wäre vorbildlich, dass ich einen trage, stelle ich dass immer in Frage.

          4. Ich sag den Kleinen immer, ich wäre denen ein wesentlich besseres Vorbild: Nämlich darin, nicht immer alles zu glauben, was einem die Eltern oder andere Autoritäten so erzählen. 😉

      2. Ich habe keine Zeit für solche langen Touren – egal ob Winter oder Sommer – und fahre vor allem im Alltag und nicht als Sport.

        Bei den Strecken würde ich auch ohne Helm schwitzen.

        1. Ich habe keine Zeit für solche langen Touren

          Dann musst du schneller fahren, dann brauchst du weniger Zeit für… 😉 Wundert mich, dass du offenbar gar keine Freizeittouren (im Bereich von 50 km) machst? Auch nicht im Urlaub?

          Bei den Strecken würde ich auch ohne Helm schwitzen.

          Eben.

          1. Dann ist es auch egal, ob ich ein Helm auf habe. Und Kopfhaut ist jetzt nicht die Stelle, wo ich so richtig schwitze.

            Der Reiz von klassischem Fahrradurlaub hat sich mir nie erschlossen. Ich fahre auch im Urlaub Rad, aber ohne z. B. tagelang einem Fluss zu folgen. Ich bin einmal, weil ich von einem Ort zum anderen musste mehr oder weniger einem vom ADFC ausgezeichnetem Flußradweg gefolgt. Schlechte Radinfrastruktur habe ich auch vor der Haustür.

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