Zerfallsdynamik eines Radwegs

Im Jahr 2014 war es tatsächlich soweit – die Stadt Pirmasens hatte ihren ersten eigenen touristischen Radweg fertiggestellt! Jener verläuft vom Rheinberger-Gebäude durch das Strecktal hinab ins Blümelstal, an den Stadtteilen Hengsberg und Windsberg vorbei Richtung Dusenbrücken, wo der Blümelsbach in die Felsalb einmündet. Von dort folgt der Radweg jenem Flüsschen, vorbei an den Standorten vieler Mühlen. Von denen vielfach keinerlei Überreste mehr vorhanden sind – lediglich Informationstafeln weisen auf deren einstige Existenz hin. Die Eichelsbacher Mühle, die Scheler Mühle und die Rehmühle gibt es aber noch, teilweise bewirtschaftet. Nach Letzterer ist es dann auch nicht mehr weit bis zum Stadtteil Niedersimten, ab der Rehmühle auf (bereits vorher existierendem) Asphalt. Dort steht dann ein langer und steiler Aufstieg an hinauf zum Rappeneck. Kurz vorm Ende der Tour macht jene noch einen Schlenker um das „Panorama“ Pirmasens am Imserbühl, um dann über die Streckbrücke bald wieder das Rheinberger-Gebäude zu erreichen. Natürlich kann man die Route auch in entgegengesetzter Richtung fahren. Landschaftlich ist die Tour auf jeden Fall reizvoll; auch ein Abstecher z. B. in die Hexenklamm ist sehr lohnenswert.

Namensgeber dieses Radwegs ist das Dynamikum, ein grade bei Jüngeren beliebtes „Mitmach-Museum“, in welchem die namensgebende Dynamik eine Hauptrolle spielt:

Kurbeln, rennen, springen und dabei noch allerlei tolle Dinge ertüfteln: Das geht nicht nur auf dem Spielplatz, sondern auch im Museum – aber natürlich nicht in irgendeinem, sondern im Dynamikum! Im Pirmasenser Science Center muss nämlich niemand still und ehrfürchtig durch die Gänge schleichen und alles brav aus der Ferne bestaunen. Stattdessen warten 160 Exponate darauf, dass die Gäste an ihnen ebenso spannende wie verblüffende Phänomene aus Naturwissenschaft und Technik ganz spielerisch erforschen.

Ketzerisch möchte man anmerken, dass genau dieser „Radweg“ wohl nicht nur wegen des Dynamikums und vor allem der Dynamik des Radfahrens sowie der zahlreichen Wassermühlen in den Tälern seinen Namen erhielt – sondern auch aufgrund der Tatsache, dass man dort (zumindest mittelfristig) hervorragend die „Zerfallsdynamik eines Radweges“ beobachten kann!

Asphalt? Niemals!

Schon als die Pläne gefasst wurden, dort einen solchen touristischen Radweg anzulegen, hatte ich meine Zweifel. Ich dachte mir, dass die Stadt – die auch sonst so ziemlich jedem Trend mindestens ein Jahrzehnt hinterherhinkt, um dann doch noch halbherzig irgendwas übers Knie zu brechen – auch hier „nix Halbes und nix Ganzes“ schaffen würde! Das wurde mir dann auch bestätigt, als man von der Asphaltierung des Weges absah; nicht einmal abschnittsweise. Es sollte eine wassergebundene Schotterdecke werden, teilweise mit zerstückelten Baustoffüberresten als Unterbau. Nunja – für Radfahrer reichen schließlich ja auch unbefestigte Wege, „die brauchen keinen Asphalt“! 🙄 Dass jedoch auch für (erfolgreiche) touristische Radwege heutzutage Asphalt der Standard ist – war halt leider noch nicht bis zur Stadtverwaltung durchgedrungen. Außerdem hätte das natürlich ein paar Euro mehr gekostet – und die Stadt ist ja bekanntermaßen über beide Ohren verschuldet.

Also wurde einige Zeit lang gebuddelt und geschottert – und so war dann etwa Mitte 2014 herum der Weg endlich fertiggestellt. Doch schon vor der Fertigstellung gab es immer wieder mal Irritationen, da hier und da in der Presse der Eindruck erweckt wurde, der Weg sei schon durchgehend befahrbar – was aber nicht der Fall war. Eine Familie, die mir damals nördlich von Gersbach mit ihren gemieteten Pedelecs entgegenkam, zeigte sich auch sehr irritiert, dass sie hier noch mitten durch den Matsch fahren mussten.

Im ersten Jahr war das alles noch recht prima. Auch wenn bereits schon nach relativ kurzer Zeit hier und da mal was geflickt werden musste. Was damals noch häufiger getan wurde als heutzutage. Aber die recht schnell auftauchenden Löchlein ließen schon erahnen, was aus der Anfangs noch glatten Oberfläche auf Dauer werden würde… Insbesondere spannend war die Frage, wie diese dünn geschotterten Weglein die Forstwirtschaft verkraften würden – die sich in den Jahren seit der Eröffnung auf einigen Abschnitten hemmungslos austobte. Aber damit konnte ja schließlich niemand vorher rechnen, dass an einem stark bewaldeten Radweg hin und wieder Holz geerntet wird – und mit welch schwerem „Kriegsgerät“ dort dann heutzutage eben gearbeitet wird…! 🙄

Ist-Zustand

Nun sind wir im Jahr 2018 angekommen – und der Weg sieht inzwischen auf einigen Teilstücken leider katastrophal aus! Inbesondere der Abschnitt vor meiner „Haustür“ nördlich von Windsberg gleicht einer fürchterlichen Kraterlandschaft. Der Weg sieht im Grunde genau wieder so aus, wie vor der Herrichtung als „Radweg“: Ein durchschnittlicher Schotter-Forstweg. Nicht mehr – und nicht weniger!

Zur Veranschaulichung habe ich heute zum Ende meiner Runde hin mal ein paar Fotos gemacht, alle aufgenommen auf dem Abschnitt zwischen Blümelsbachtalbrücke und K 6!

Unter der Blümelsbachtalbrücke
Ein Stückchen weiter
See-Landschaft?
An einem kurzem Anstieg ist nur noch grober Schotter übrig

Etwa in der Mitte der Strecke erreichen wir den kleinen Rast-Pavillon. Es ist die zweite Ausführung – der erste wurde von einem umgestürzten Baum geplättet. 😉

Krater am Pavillon

Ein Stückchen ist dort sogar asphaltiert. Ich vermute aufgrund der damaligen Arbeiten zum Bau der einige Meter oberhalb verlaufenden A 8, als der dortige Hang künstlich verbreitert wurde. Das dort seit Jahren vom Hang herunterfließende Regenwasser läuft quer über den Weg – obwohl man dort eigentlich nur mal ordentlich die Entwässerungsrinnen freikratzen müsste, damit das Wasser durch die vorhandenen Dolen abfließen kann. Im Winter entsteht dort dann nämlich immer wieder ein regelrechter „Gletscher“!

Regenwasserabfluss?
Ganz üble Passage
Schlaglöcher ohne Ende
Lochfraß ein paar Meter vor der K 6

Fürchterlich! Im Grunde muss man inzwischen sagen, dass das überwiegend rausgeschmissenes Geld war. Weil man diesen Weg nicht asphaltieren wollte, hat man nun eben das, was man vorher hatte: Einen durchschnittlichen Forstweg, an dem aber nun halt (wie an vielen anderen zweifelhaften Stellen auch) weiß-grüne HBR-Schildchen stehen. Die damit wiederum beweisen, dass sie als verlässliche Wegweiser vor allem wegen der Unsicherheiten den Belag betreffend (grade für Rennradler) unbrauchbar sind!

Fast schon richtig, dass dort immer noch Zeichen 250 StVO stehen – die dem Radfahrer das Befahren dieser Kraterlandschaft eigentlich untersagen. 🙄 Wobei dort per Zusatzzeichen auch nur Anliegerverkehr frei ist – also hätten da ja eigentlich auch keine Forstfahrzeuge fahren dürfen!

An anderen Abschnitten sieht es zwar nicht ganz so grausig aus – aber auch auf dem Rest der Strecke ist es nur eine Frage der Zeit; spätestens wenn die größeren Holzerntemaschinen anrücken, ist es vorbei mit der Herrlichkeit. Die Wege sind inzwischen natürlich auch (ohne ständige Befahrung durch schwere KFZ) auf ganz natürliche Art und Weise total verdreckt; Schotterwege lassen sich bekanntermaßen halt auch schlecht kehren.

Einzig die Schaffung einer neuen Verbindung vom Strecktal ins Blümelstal sowie die Befahrbarmachung der Serpentine westlich der Schelermühle waren Fortschritte. Befahren (mit MTB) konnte man diese Routen nämlich weitestgehend alle auch schon lange vorher. Und die damaligen Forstwege sahen da meist nur unwesentlich schlechter aus! 🙄

Nachtrag vom 28. Februar

Auf dem Abschnitt zwischen Eichelsbacher Mühle und Schelermühle hat sich am Ende der steilen Serpentinenabfahrt in der Nähe des zweiten Pavillons das vom Hang her kommende Regenwasser mangels ordentlichen Entwässerungsgrabens  in den Oberbau gefräst:

Dort besteht aufgrund der losen Oberfläche erhöhte Sturzgefahr.

An der Schelermühle wird übrigens grade Holz gemacht – die Baumstämme werden einfach über den Weg gezerrt – was erneut tiefe Furchen verursacht. 🙄

11 Gedanken zu „Zerfallsdynamik eines Radwegs“

  1. Nach den ganzen Berichten hier, weiß ich nun, wo ich besser nicht hin fahre zum Rad fahren.

    In Dortmund hat man inzwischen vor dem immensen finanziellen und personellen Aufwand beim Unterhalt kapituliert und asphaltiert die Wege, für die die Stadt zuständig ist nun ab diesem Jahr fast alle. Selbst ohne Forstmaschinen ist z. B. der Rheinische Esel zwei Jahre nach der letzten Sanierung schon wieder sanierungsbedürftig . Genau der BV habe ich vor zwei Jahren schon genau diesen Effekt vorhergesagt. Ob man die Wege nach der Asphaltierung dann so pflegt, dass sie nicht zuwachsen, ist dann eine andere Sache.

    Wobei dort per Zusatzzeichen auch nur Anliegerverkehr frei ist – also hätten da ja eigentlich auch keine Forstfahrzeuge fahren dürfen!

    Gibt es andere Anlieger als Forstgrundstücksbesitzer*innen?

    1. Moin Norbert,

      das wäre aber ein Fehler – denn dann würde ich hier im Ergebnis ein völlig falsches Bild von der grundsätzlichen Vorzüglichkeit des Radfahrens in meiner (grade landschaftlich sehr reizvollen) Heimat vermitteln. Das Radfahren macht mir hier aber (trotzdem) sehr viel Spaß! 🙂 Okay, vielleicht sollte ich auch hin und wieder mal eine Tourenempfehlung einstreuen…? 😉 Die Region ist grade deshalb auch so gut fürs Radeln geeignet, weil es eben nur verhältnismäßig wenige straßenbegleitende – und stattdessen auch brauchbare (d. h. vor allem asphaltierte) eigenständige „Radwege“ gibt. Das hier dokumentierte Ding ist halt leider ein besonders abschreckendes Beispiel für inkonsequentes Handeln grade auch in Sachen Radtouristik. Man schreckt hier aber auch teilweise nicht einmal davor zurück, solche Wege blau zu beschildern, siehe hier (Nr. 1)! 😉

      Zu den „Anliegern“ – gut, im Grunde könnte man die Waldbesitzenden (und die in deren Auftrag den Wald und die Wege verwüstenden) so deuten. Es gibt dort sonst nur ein landwirtschaftliches und ein paar (meist verlassene) Wochenendgrundstücke. Wär aber tatsächlich interessant, ob „Anlieger frei“ im Allgemeinen auch „Forstwirtschaft frei“ meint…? Auf jeden Fall wurde da wohl irgendwann einfach mal was aufgestellt; was halt so an Zusatzzeichen grade noch übrig war. 🙄

      1. Ich mag aber Steigungen nicht und deshalb fahre ich auch wenig in Wuppertal rum, was ansonsten auch den Vorzug hat, dass man da jahrzehntelang nichts für den Radverkehr getan hat – wenn man selbstbewusst Rad fährt. Dort fehlt es vor allem noch an Freigaben von Einbahnstraßen. Und ich fahre außerorts ungern auf viel befahrenen Straßen auf der Fahrbahn, wenn 50 cm entfernt von mir jemand mit 100 km/h mit dem Wohnmobil an mit vorbei knallt. Außerorts hätte ich gerne ausreichend breite Radwege, die gepflegt sind, nicht ihrer Vorfahrt beraubt werden und die 50 cm oder mehr höher liegen als die Fahrbahn. Gibt’s nur nirgends auf meinen bisherigen Wegen. Gut, damit mögen mich alle VC-Fans nicht und die PBL-Fans mögen mich nicht, weil ich straßenbegleitende Radwege innerorts als Erhaltungsmaßnahme der autogerechten Stadt halte. Und einsame Radwege im ländlichen Raum sind mir spätestens bei Dunkelheit suspekt *Großstadtkind sei*. Dafür fahre ich nachts auch durch die Dortmunder Nordstadt, die gelegentlich als No-go-Area durch überregionale Medien geistert, wenn Journalisten Probleme überdramatisieren.

        Anlieger ist, wer ein benennbares Ziel bzw. Startpunkt hat und sagen kann, was er da macht. „Baum holen“ sollte da gleich gewertet werden wie „Bio-Obst-aus-aller-Welt-als-regionale-Obstkiste liefern“ oder „Fertiggarage anliefern“. Erst die Tage gab es ein Urteil, dass man im Anliegerbereich schon begründen muss, wieso man Anlieger ist – sonst gibt es ein Bußgeld.

        1. Ganz schön wählerisch! 😉 In der Pfalz gibt es in den bedeutenderen Flusstälern natürlich auch überwiegend flache (eigenständige) Radwege. Irgendwann geht es aber dann halt auch mal unweigerlich wenigstens ein paar Höhenmeter rauf.

          Gegen „gute“ straßenbegleitende hätte ich auch außerorts prinzipiell wenig einzuwenden – wenn es z. B. auf jeder Straßenseite einen eigenen gäbe. Linksseitig auf schmalem Z-240-Weg hasse ich nämlich wie Pest und Cholera zusammen! Mir wären z. B. einfach breitere Straßen (ggf. mit Seitenstreifen) am Liebsten – ein wesentlicher Grund, warum ich so gerne auf den örtlichen Bundesstraßen rumfahre! Als Rennradler geht mir halt vor allem die Benutzungspflicht auf den Zeiger. Und wenn breitere Straßen nicht gehen – dann einfach was Eigenständiges auf die andere Talseite bauen – so wie man es hier lobenswerterweise sogar recht oft macht. Hat halt nur den Nachteil: Was nicht regelm. befahren wird (auch von Autos) wird mit der Zeit halt dreckig.

          1. Im Badischen wird man gerne mal auf die tiefergelegten Wirtschaftswege geschickt, die in der Erntezeit gerne mal zugestellt sind mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen und häufig verdreckt sind. Der Vorteil ist, dass die dadurch geteert und ausreichend breit sind. Leider geht es immer runter zu den Feldern und an der nächsten Kreuzung wieder rauf zur Fahrbahnhöhe. Und in der Dunkelheit wird man dann auf linksseitigen Radwegen dann erst recht erleuchtet. Aber ohne Taschenlampe hat man trotzdem keine Chance, die Wegweiser zu finden und dann zu lesen. Immer schön links und rechts im Gebüsch suchen mit der Taschenlampe. Auch die andere Straßenseite nicht vergessen.

            Das ist meine Erfahrung aus dem ländlichen Raum. Wie ist das bei euch?

          2. Von der Beschreibung her denke ich da spontan an die Rheinebene…?

            Wege dieser Art sind hier aufgrund der Topographie generell seltener, da die klassische Landwirtschaft sich hier überwiegend auf den Höhen abspielt – und da gibt es allgemein kaum Sonderwege. In den Tälern selbst gibt es dann in geringem Umfang Viehwirtschaft. Die recht seltenen straßenbegleitenden Radwege (vor allem in den Tälern) verlaufen dann oft auf Fahrbahnniveau, von einzelnen Ausnahmen (die dann meist ebenfalls „abtauchen“) abgesehen. Grade plant man ja doch mal wieder so einen Murks. Die wenigen straßenbegleitenden auf den Höhen sind dann hier und da auch mal über der Fahrbahn gelegen. Da ich mich überhaupt nicht anhand der HBR-Schilder orientiere weiß ich nicht, wie gut man die im Dunkeln sieht. 😉

            Aufgrund der recht klar strukturierten Topographie ist es hier oft so, dass die eigenständigen Radwege dann eben oft einfach auf der anderen Talseite verlaufen.

  2. Ja, Rheinebene.

    Aufgrund der recht klar strukturierten Topographie ist es hier oft so, dass die eigenständigen Radwege dann eben oft einfach auf der anderen Talseite verlaufen.

    Müsste ich mal ausprobieren, wie ich das finde und ob mir das zu weit weg ist von anderen Menschen, die nun mal außerorts mit dem Auto unterwegs sind, falls was passiert. Selbst in Freiburger Vororten ist man – wie tagsüber auch („Fahrradstadt“ halt) – alleine unterwegs und es kann ja immer mal was passieren von Kreislaufschwäche bis Gabelbruch bis Überfall. Und – falls man Handy und Netz hat – ist die Ortsangabe „in den Feldern, beidseitig Meis“ auch nicht weiterführend. Der Radschnellweg Ruhr soll ja wohl soetwas wie Streckenkilometer bekommen. Das dürfte dann aber die absolute Ausnahme sein. Ein Bach zwischen Straße und Radweg ist dann natürlich suboptimal.

    1. Ich glaube, wir verstehen uns offenbar ein wenig falsch was das betrifft, was man gemeinhin auch als „Radweg“ bezeichnet? Das sind eben bspw. auch Forstwege wie der „Dynamikum-Radweg“ (um den es hier ja eigentlich geht) oder eben parallele Forstwege etwas räumlich abgesetzt (auch mal 50 oder 100 Meter) von Landstraßen, mal HBR-beschildert, mal nicht.

      Da kommt zur Not dann natürlich auch ein Rettungswagen hin. Wenn du ein Handy hast, kannste dich ja auch per GPS orten lassen. Kann mir auch nicht vorstellen, dass es in NRW unüblich wäre, grade den HBR-Verkehr auch über irgendwelche Forst- und Landwirtschaftswege zu schicken – denn was anderes sind die eigenständigen „Radwege“ hier im Grunde ja auch nicht. 😉 Da biste ja auch in NRW immer mal wieder ein Stück weg von der Straße und „allein“. 100 % „Sicherheit“ haste ja nicht einmal, wenn du stattdessen daheim bleibst. Diese Angst halt ich persönlich jetzt für doch ziemlich übertrieben. Bzw. seh ich da jetzt auch keinen Unterschied zu Leuten, die eben aus solch einer irrationalen Angst nicht auf der Fahrbahn fahren wollen. Aber das geht jetzt langsam auch sehr weit ins OT. 😉

  3. Ok, ich bin ja schon still. Nur so viel: Radwege ist für mich eine bauliche/rechtliche Kategorie und die Touristiker vermarkten „Routen“ o. ä. auch wenn sie Radweg heißen.

    1. Nicht still sein – nur nicht so weit vom eigentlichen Thema abschweifen! 😉 Einen Weg, auf welchem man mit dem Rad (gut) fahren kann und der für den sonstigen Verkehr (weitestgehend) gesperrt ist – kann man meiner Ansicht nach durchaus als „Radweg“ bezeichnen – und auch so bewerben. Wie ich schrieb ist die Führung über Wirtschaftswege beim HBR-System sicher auch in NRW der überwiegende Normalfall. Ein „Radweg“ ist meiner Ansicht nach eben nicht nur das, was an einer Straße liegt und mit Z 237, 240 oder 241 beschildert ist. Denn davon wollen wir doch eigentlich weg – oder nicht?

      Dass sich daraus natürlich auch vielfältige Probleme ergeben können, zeigt das Problem an der B 10. Da wird genau dieser bau-/rechtliche Zusammenhang bestritten, um keinen Winterdienst leisten zu wollen.

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