Radwege an Bundesstraßen

Ich hatte das städtische Tiefbauamt auf die kürzlich hier dokumentierten Verschmutzungen auf dem parallel zur B 10 verlaufenden Rad- und Forstwirtschaftsweg hingewiesen. Man antwortete mir, dass das Forstamt Westrich zuständig wäre. Na toll, jetzt darf ich also schon wieder Zuständigkeiten überprüfen? 🙄

Wobei ich die Zuständigkeitsfrage ja schon einmal in einem der ersten Blogbeiträge zum Radweg zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein angerissen hatte. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass die Stadt Pirmasens (derzeit) wirklich nicht für den Abschnitt Pirmasens – Münchweiler (bis zur Stadtgrenze) zuständig ist. „Radwege an Bundesstraßen“ weiterlesen

Vollsperrung der L 498 bei Donsieders

Eigentlich wollte ich auf die Pressemeldung des LBM Kaiserslautern warten – aber da tut sich wohl nix mehr. Ich werde den Link dann noch nachträglich hier einbauen. 🙄 Am 23. April fiel mir auf meiner Fahrt von Donsieders nach Waldfischbach-Burgalben eine am Straßenrand abgestellte Hinweistafel auf. Jene weist auf die Vollsperrung der L 498 ab 2. Mai hin.

Grund ist die bitter notwendige Sanierung der berüchtigten Rumpelstrecke, weshalb jene Straße bereits im vergangenen Winter zwei Wochen lang wegen vorbereitender Forstarbeiten gesperrt war. Ein etwa 500 Meter langer Abschnitt am Ortsausgang von Donsieders wurde bereits vor einigen Jahren modernisiert, nun ist der baulich kompliziertere untere Abschnitt an der Reihe. Dabei wird im besonders kurvigen Bereich an der Stelle, an der die Straße gegenwärtig zwischen zwei Felswänden hindurchführt, die Fahrbahn nach innen verlegt und so die Kurvenradien abgeflacht.

Die offizielle Umleitung wird (wie schon während der Forstarbeiten) wohl über die K 27 zur Biebermühle und die B 270 nach Waldfischbach-Burgalben führen. Ortskundige in Richtung Clausen oder Merzalben werden stattdessen sehr wahrscheinlich die K 32 durch das Schwarzbachtal und die für den öffentlichen Verkehr freigegebene Forststraße im Hollertal nutzen. Das ist dann auch die beste Umleitung für Radfahrer. Mountainbiker können bspw. (auf eigenes Risiko) auch den steilen, nur geschotterten Verbindungsweg zwischen Donsieders und Maria Rosenberg nutzen.

Weiß-Grüne Anstiftung zum Gehwegradeln

Vor ner Weile hatte ich mich hier ja mal mit der Gegebenheit befasst, dass in der Region schon vor Jahren die HBR-Beschilderung installiert wurde, ohne sich (bis heute) um die straßenverkehrsrechtlichen Freigaben dieser Wege zu kümmern. In aller Regel werden Radfahrer dann von den grünen Schildern „angestiftet“, auf per Zeichen 250 StVO ebenfalls für Radfahrer gesperrten Wirtschaftswegen herumzufahren. 🙄 „Weiß-Grüne Anstiftung zum Gehwegradeln“ weiterlesen

Im Nesseltal-Delta

Die „Radwege“ entlang der B 10 sind nicht nur im Winter ein Ärgernis. Auch in der warmen Jahreshälfte muss man stets mit einigen Widrigkeiten wie z. B. Sperrungen wg. unangekündigten Forstarbeiten oder Verschmutzungen rechnen. Auf dem Abschnitt zwischen dem Pirmasenser Waldfriedhof und dem Industriegebiet Münchweiler nervt mich schon seit mehreren Jahren eine stark verdreckte und somit auch nicht ungefährliche Stelle am Ausgang des Nesseltals. In jenem fanden früher noch Jugendfreizeiten statt. „Im Nesseltal-Delta“ weiterlesen

Dooring-Unfall in Edenkoben

Pressemeldung der PD Landau vom 28. April 2018:

Radfahrer stürzte über Fahrzeugtür

Als am 27.04.2018 gegen 14:45 Uhr in Edenkoben in der Weinstraße die Fahrertür eines Sprinters geöffnet wurde, stürzte ein vorbeifahrender 34-jähriger Radfahrer aus Maikammer eben über diese Tür und stürzte zu Boden. Der Radfahrer verlor kurzfristig das Bewusstsein und zog sich Kopfverletzungen zu. Er wurde ins Krankenhaus gebracht.

Gefährliches Pflaster, das kleine Örtchen da an der Weinstraße.

Der Text der Pressemeldung gefällt mir übrigens überhaupt nicht; jener ist aber irgendwie beispielhaft für viele Meldungen dieser Art. Mir ging das vor etwa einem Jahr ähnlich, als ich gedoort wurde…

Die Meldung schiebt hier den „aktiven“ Part völlig allein dem Radfahrer zu; schon allein die Überschrift lässt vermuten, dass jener offenbar Schuld an dem Ganzen sei, „über eine Fahrzeugtür zu stürzen“. Dass hier offensichtlich mal wieder fahrlässig von einem Kfz-Fahrer (die Tür ging garantiert nicht von allein auf – wie es die PM suggeriert…) gegen § 14 (1) StVO verstoßen und unachtsam eine Tür aufgerissen wurde, kommt im Grunde gar nicht zur Sprache. 🙄

Für die Dooring-Rechtsprechung (die Radfahrern nicht unerhebliche Mitschuldanteile verpasst) hab ich (angesichts des Rechtsfahrgebots) im Übrigen überhaupt kein Verständnis.

Gelbe Zeiten

Der heutige Samstag fing in der Südwestpfalz erstaunlich schön an; der Blick auf das Satellitenbild zeigte im Norden viele Wolken, im Süden gar Regen – aber ein breiter Streifen mitten über der Pfalz war wolkenlos. Da ich eh noch an einer Stelle am B-10-Radweg zwischen Münchweiler und Pirmasens Fotos für einen Beitrag machen wollte, nahm ich ausnahmsweise mal wieder die „dicke“ Kamera mit. „Gelbe Zeiten“ weiterlesen

Alltagserlebnisse (Teil 30)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Gehweg- und Geisterradler (14)

Am Abend des 23. April befuhr ich die Turn- und Bahnhofstraße (K 6) in Pirmasens in südlicher Richtung. Aus der Einmündung „Im Grundbirngarten“ kam ein MTB-Fahrer auf dem aus seiner Sicht linken Gehweg die steile Straße heruntergefahren und bog auf den parallel zur Turnstraße verlaufenden (linksseitigen) Anlieger- und Gehweg ein (den ich in der anderen Richtung gerne per Zeichen 250 StVO  freigegeben sähe). Das darf er eigentlich grundsätzlich nicht, da an dieser Stelle per  nur das Rechtsabbiegen erlaubt ist.

Er musste anschließend auch drei Fußgänger passieren. Es ging mit ordentlich Tempo weiter Richtung Bahnbrücke; ich musste ordentlich kurbeln, um dranzubleiben. Die Einmündung (der abknickenden Turnstraße) vor der Bahnbrücke wurde recht sorglos überquert, anschließend ging es mit über 35 km/h dann den Gehweg (in nördliche Richtung per Zeichen 239 StVO  freigegeben – in Schrittgeschwindigkeit…) auf der abschüssigen Brücke hinab, wo er dann nach links zum Hauptbahnhof abbog. 🙄

Stopschilder (11 + 12)

Am 25. April fuhr an der Ecke Pirminius- und Wiesenstraße mal wieder jemand (immerhin ganz langsam) über die Haltelinie des dortigen Zeichen 206 StVO. Ich seh dort auch generell nur ganz selten mal jemanden, der anhält. Wenn die Ampel zur Kreuzung Schäferstraße grade auf Grün gesprungen ist, geht es meist Vollgas drüber. 🙄 An der Stelle frage ich mich regelmäßig, warum dort überhaupt eine abknickende Vorfahrtstraße eingerichtet ist? Nach meinen Beobachtungen kommt der überwiegende Verkehr vom Kaufland die Pirminiusstraße herunter bzw. fährt dorthin. Das muss ich beim nächsten Termin bei der Straßenverkehrsbehörde mal ansprechen.

Wenig später huschte dann noch der Fahrer eines dunkelblauen Ford Focus ohne anzuhalten über das Zeichen 206 StVO an der Einmündung der K 88 K 36 (bei OSM falsch dargestellt) nach rechts in die L 496 (Umgehung Münchweiler).

Gehwegradlerin (15) inkl. Rotlicht (5)

Am 26. April befuhr ich die Contwiger Hauptstraße (L 471) in Richtung Zweibrücken. Ich rollte wegen roter Ampel an der Kreuzung Bahnhof- / Gutenbrunnenstraße gemütlich aus. Ein Stück vor mir fuhr eine Radfahrerin (immerhin auf der Fahrbahn – Halleluja!), die aber dann auf den rechten Gehweg wechselte und dabei beide rot zeigenden Ampeln (die für Fahr- und Fußverkehr) überfuhr. Dabei fiel mir noch auf, dass ihr Vorderreifen quasi völlig platt war, der Hintere hatte auch kaum noch Luft. Fraglich, ob ihr das überhaupt bewusst war? Ich seh nämlich sehr oft Leute durch die Gegend eiern, die offenbar vom Reifenaufpumpen noch nie was gehört haben.

Gepöbel (5) & Hupen (23)

Es ging weiter in den Bliesgau. Eigentlich wollte ich von Webenheim kommend (dem dortigen „Turbokreisel“ werde ich mich bei Gelegenheit auch mal widmen…) hinter Mimbach über die L 103 Richtung Altheim. Aber da mir bereits direkt am Beginn des absurden Blauwegs entlang der L 105 auffiel, dass dort immer noch exakt die gleichen Scherben (einer braunen Bierflasche) lagen, die ich am 14. Februar im Rahmen meines formlosen Überprüfungsantrags dem zuständigen Straßenverkehrsamt gemeldet hatte (man versprach eine Weiterleitung), wollte ich dann schauen, ob die Blauschilder noch stehen – und wie der Weg dort weiter hinten aussieht. Auch hier funkelte der Sonderweg wieder aufgrund hunderter feiner Glasscherben wie eine Discokugel. Ich beschloss daraufhin, wegen Unbenutzbarkeit auf die Fahrbahn zu wechseln. Zumal ich eh der Ansicht bin, dass ein rechts stehendes Zeichen 240 StVO mit Pfeil nach links kein wiederholendes Zeichen 240 StVO auf der linken Seite erübrigt – und dort folglich sowieso keine linksseitige Benutzungspflicht vorliegt.

Kurz darauf überholte mich jedenfalls ein Fahrschulauto, welches (wie üblich, so verkehrsregelgetreu fährt man im Leben nie wieder Auto…) eine gewaltige Schlange hinter sich herzog. Aus dem Seitenfenster eines roten BMW (etwa das 7. Auto in einer bestimmt 15 Autos umfassenden Schlange) kam dann der kluge Ratschlag: „Da drüben ist ein Radweg!“ Ich entgegnete: „Der ist voll mit Scherben“! Der junge Mann steuerte dabei vor lauter aufgeregtem Mitteilungsbedürfnis seinen Schlitten beinah noch in die Leitplanke am Straßenrand. 🙄 In dem Fall war es doch eh vollkommen egal, ob ich dort auf der Fahrbahn fahre oder nicht – wegen des Fahrschulautos kam eh keiner schneller ans Ziel…

Ich drehte dann etwa in der Mitte der Strecke rum und probierte nochmal kurz aus, ob es da auch scherbenfreie Abschnitte gibt – aber das war quasi aussichtslos. Da ich den tollen Sonderweg nun auch noch rechts von mir liegen ließ (die ultimative Provokation…!), gab es noch einmal bei der Vorbeifahrt eines Autos (obwohl er ohne Gegenverkehr problemlos vorbeizog) einen längeren Huper.

Ich sags ja: Radwege dienen zu nix anderem, als das Verkehrsklima zu vergiften und zur Animation primitiven Revierverhaltens von Autofahrern. 😈

Blaue Scheinverwaltungsakte

Nachdem ich mich hier bereits um die von der Straßenverkehrsbehörde der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land bestrittene Zuständigkeit für die beiden überflüssigen Zeichen 240 StVO in der Eppenbrunner Weiherstraße gekümmert habe, möchte ich einer weiteren, sehr interessanten Erkenntnis aus der Kommunikation mit dem Sachbereichsleiter einen eigenen Beitrag widmen. „Blaue Scheinverwaltungsakte“ weiterlesen

Geistergehwegradlerin verunfallt in Edenkoben

Pressemeldung der PI Edenkoben vom 24. April 2018:

Bei der Ausfahrt aus einem Tankstellengelände in den Fließverkehr übersah am Mo., 23.04., ein PKW-Fahrer eine Radfahrerin. Diese stürzte zu Boden und zog sich Schürfwunden zu. Am PKW entstand bei dem Zusammenstoß ein Sachschaden von etwa 2.000 EUR. Es wird sowohl gegen den PKW Fahrer, wie auch gegen die Radfahrerin ermittelt, da diese den Gehweg in entgegengesetzter Richtung befuhr.

Auf meine Nachfrage nach dem genauen Unfallort (in Edenkoben gibt es mehrere Tankstellen) hängte der Sachbearbeiter netterweise noch ein Foto der Unfallstelle an die e-mail mit dran:

Die exaktere Beschreibung der Unfallstelle:

Der PKW fuhr aus der Ausfahrt der HEM Tankstelle (Staatsstr. 1 / 67480 Edenkoben), die Radfahrerin in Pfeilrichtung. Tatsächlich ist der Weg für Radfahrer in die andere Richtung als die Radfahrerin fuhr (also in Rtg. Edesheim) freigegeben.

Ich fände ja mal eine Untersuchung ganz interessant, inwiefern die Freigabe von Gehwegen für Radfahrer das Geisterradeln begünstigt bzw. fördert?

In Edenkoben hab ich übrigens (zumindest im Grundstudium 1) studiert. 😉

Innerorts oder Außerorts?

Ich hatte ja grade erst die „gewachsene“ Baustellenbeschilderung in der Weiherstraße in Eppenbrunn thematisiert. Schon am 10. Juli 2017 wurde die Kreisverwaltung Südwestpfalz von mir darauf hingewiesen, dass die Benutzungspflicht per Zeichen 240 StVO (dazu noch in beide Richtungen) hier meiner Ansicht nach nicht gerechtfertigt ist und bat um Überprüfung. Am 25. Juli teilte mir die Sachbearbeiterin mit, dass man das Anliegen zuständigkeitshalber an die Verbandsgemeinde Pirmasens-Land weitergeleitet hätte. Grund ist die Lage des Sonderweges innerhalb der geschlossenen Ortschaft von Eppenbrunn. „Innerorts oder Außerorts?“ weiterlesen