Schikanen am Funkturm

Willkommen in der Rosenstadt Zweibrücken! Innerhalb des Stadtkerns hat sich in den letzten Jahren löblicherweise einiges getan und viele zweifelhafte Radverkehrsanlagen wurden von Ihrer Benutzungspflicht erlöst. Leider gilt dies nicht für die „Peripherie“, also einige der eingemeindeten Zweibrücker Stadtteile als auch die Gegend um den Flughafen, das Outletcenter als auch das Gewerbegebiet am Funkturm.

Einen Überblick liefert wieder Google Maps!

Das Letztgenannte liegt an der L 480 zwischen dem Outletcenter und der Stadt selbst. Wir beginnen an der Einmündung des Mitfahrerparkplatzes mit Blick Richtung Zweibrücken; das erste steht in dieser Fahrtrichtung bereits an der südlichen Ab- und Auffahrt zur A 8. Diese Situation habe ich im Rahmen eines weiteren Beitrags zum „Turbo-Kreisel“ am Outlet näher beschrieben. Jedenfalls erkennen wir auch hier wieder eine durchschnittliche Landstraße, ausreichend breit und wegen der Nähe zur Autobahn mit einem sicher etwas überdurchschnittlicheren, aber auch nicht problematischen Verkehrsaufkommen.

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Das Gegenteil von gut…

…ist gut gemeint. So lässt sich der benutzungspflichtig mit Zeichen 240 StVO beschilderte kombinierte Geh- und Radweg entlang der L 478 zwischen Mauschbach und Hornbach kurz zusammenfassen.

Überblick bei Google Maps!

Offenbar wurde dieser Weg auf eigene Initiative der Verbandsgemeinde (VG) Zweibrücken-Land angelegt; das Land RLP wollte offensichtlich keine Mittel dafür bereitstellen bzw. die Baulast tragen. Ich vermute mal, da auch auf der anderen Talseite ein asphaltierter Wirtschaftsweg verläuft (über den auch die touristischen Radrouten im Hornbachtal geführt werden) und auf dem Abschnitt dieser Landstraße insgesamt nur recht wenig Verkehr herrscht.

Nun ist so etwas angesichts „leerer Kassen“ ja tendenziell eine schöne Sache und die gute Absicht mag man dem Bürgermeister als auch dem zuständigen Sachbearbeiter der VG nicht grundsätzlich absprechen. Wenn jene nicht recht unnachgiebig an der benutzungspflichtigen Beschilderung festhalten würden…!

Ich hatte den Zustand des Weges zuerst (wie immer) bei der Kreisverwaltung Südwestpfalz moniert. Man teilte mir dann mit, dass hier die VG ZW-Land zuständig sei und leitete meine Einwände vom 30. Januar 2017 am 15. Februar weiter an den zuständigen Sachbearbeiter. Der antwortete mir dann am 22. Februar, dass man keine Veranlassung sehe, dort etwas an der Beschilderung zu ändern (siehe Beitragsende). Auf weitere Einwände ging er nicht ein. Auch eine Beschwerde am 14. März beim zuständigen Bürgermeister (Herr Gundacker) brachte nichts – man verwies im Ergebnis einfach nur auf den frisch geänderten § 45 (9) StVO (die außerörtlichen Straßen wurden vom Regelungsinhalt ausgenommen) – und dies müsse dann als Begründung ausreichen. Ergo: „Wir können machen, was wir wollen!“ Weitere Versuche sparte ich mir. Dann wird die Schotterpiste halt ggf. mit einem Pannenflicken geehrt! 😉

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Im Pfälzerschilderwald

Die B 10 zwischen Pirmasens und Landau ist das mit Abstand bedeutendste Verkehrspolitikum in der Südwestpfalz. Seit rund 20 Jahren wurde und wird ab der A 8 / A 62 bei Höheischweiler permanent Richtung Osten ausgebaut; seit 2016 ist die Straße bis Hinterweidenthal Vierspurig befahrbar. Dort entstand eine aufwändige neue Anschlussstelle an die B 427 (Richtung Dahn / Bad Bergzabern) bzw. L 487 (Richtung Salzwoog; beide nun auf einem Teil der ehemaligen B-10-Trasse). Nun ist die allgemeine Verkehrsunfallforschung ja meines Wissens nach zur Erkenntnis gelangt, dass es wesentlich sicherer ist, Radverkehr durch Kreisel zu führen, anstatt an diesen vorbei. Die Zahl der „Konfliktpunkte“ wurde durch die Anlage des verpflichtenden Geh-Radwegs dort jedenfalls vervielfacht! Besonders „spannend“ wird auch sein, ob es grade dort dann vermehrt Auffahrunfälle geben wird, weil es natürlich auch hin und wieder zuvorkommende (und mitleidende) Autofahrer gibt, die auf ihre Vorfahrt verzichten und den Radfahrer vorlassen.

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