Gehwegradler verunfallt in Landau

Pressemeldung der PD Landau vom 18. April 2018:

Radfahrer haben auf dem Gehweg nichts zu suchen

17. April 2018, 17 Uhr Die Unsitte von Radfahrern, den Gehweg zu benutzen, wurde einem 17-jährigen Landauer am Dienstag zum Verhängnis. Der Jugendliche benutzte in der Ostbahnstraße (Boulevard) verbotswidrig den Gehweg um in die Innenstadt zu fahren. Dabei kam er auf das Gitter einer Baumumrandung und rutschte mit dem Vorderrad weg. Er verlor die Kontrolle über sein Fahrrad und fuhr gegen einen dort geparkten VW Golf. Die Motorhaube und der Kotflügel des Autos wurden zerkratzt. Das Vorderrad am Rad war verbogen und die Bremse beschädigt. Der Radfahrer erlitt leichte Abschürfungen an der Hand und an der Schulter.

Tja, das wird dann wohl teuer für den jungen Mann…! 🙄

Bei der Gelegenheit: Die Pressemeldungen der PD Landau fallen mir durch ihre „Lockerheit“ positiv auf. In der Landauer Polizeidirektion scheint jemand wirklich Spaß am Schreiben zu haben. 😉 Besonders amüsant fand ich z. B. den (etwas bösen) Titel zur Pressemeldung über Fußballfans, die u. a. Verkehrsschilder mit FCK-Aufklebern „verziert“ hatten: „Klebend in die Dritte Liga„. 😀

Erneute Sperrung der Eselsteige

In einer Pressemeldung vom 11. April kündigt der LBM zwei Sperrungen der L 478 an. Am kürzlich sanierten Abschnitt zwischen K 43 (am Saarbacherhammer) und Fischbach werden am 12. und 13. April Restarbeiten vorgenommen. Die Umleitung erfolgt wie in diesem Beitrag bereits beschrieben. Als Radfahrer dürfte man jedenfalls irgendwie durchkommen. 😉

Die grade bei Pirmasenser Rennradfahrern sehr beliebte und erst im vergangenen Sommer bis Spätherbst grundlegend sanierte „Eselsteige“ (Beitragsbild) zwischen Eppenbrunn und Ludwigswinkel wird ab dem 16. April erneut für ca. 3 Wochen voll gesperrt. Grund sind Arbeiten an der Entwässerung, ebenfalls sollen Bordsteine erneuert werden. Diese Mängel sind mir bei meinen Fahrten schon nach relativ kurzer Zeit aufgefallen. Teilweise wurde die lose Bankette einfach vom Regenwasser weggespült; dabei entstanden regelrechte „Canyons“. Die flachen Bordsteine auf der Innenseite einiger Kurven wurden vom Verkehr gnadenlos zermalmt. Auch die Stürme sorgten für bislang noch nicht behobene Schäden an den nagelneuen Leitplanken durch umgestürzte Bäume.

Es ist schon die zweite zusätzliche Sperrung nach den eigentlichen Sanierungsarbeiten; im Spätherbst gab es kurz nach der Freigabe an einer Böschung einen Hangrutsch, die eine erneute Vollsperrung von ca. einer Woche notwendig werden ließ. Hoffen wir mal, dass die Straße dann mal den ganzen Sommer durch befahrbar ist. Grade auch die Pächter des Kiosks am Schöntalweiher würde es sicher freuen!

Sperrung der K 24 bei Höheinöd

Der LBM veröffentlichte am 3. April eine Pressemeldung zur anstehenden Sperrung der K 24 zwischen Waldfischbach-Burgalben und Höheinöd. Jene erfolgt ab dem 16. 23. April und soll voraussichtlich 7 Monate andauern.

Update: Die Pressemeldung wurde am 11. April korrigiert und der Start der Baumaßnahme um eine Woche verschoben.

Die Gemeinde Höheinöd kämpfte lange Zeit für eine ordentliche Anschlussstelle an die A 62 – und bekommt jene nun endlich; im Zuge der zeitgleichen Generalsanierung jener „Schmalspur-Autobahn„. Über Jahre erfolgte die Auf- und Abfahrt provisorisch über die dortigen Autobahnparkplätze.

Der Radverkehr bleibt in der Pressemeldung natürlich wieder unberücksichtigt, „da fährt doch eh keiner Fahrrad“. 😉 Die weiträumige offizielle Umleitung über Hermersberg lässt sich jedoch für Radfahrer umgehen, wenn man den HBR-beschilderten, (aber natürlich „noch“ nicht per Zeichen 250 StVO  straßenverkehrsrechtlich freigegebenen…) 🙄 am Ausgang des Klappertals beginnenden, asphaltierten Wirtschaftsweg über den Quatersberg nimmt. Das ist für vor allem für jene interessant, die bspw. über den ebenfalls asphaltierten Wirtschaftsweg weiter Richtung Weihermühle wollen. Oder die, die die Schleife über Höheinöd nach Thaleischweiler einer Fahrt über die B 270 vorziehen. Nebenbei macht man so ja noch ein paar zusätzliche Höhenmeter! 😉

Radfahrerin stürzt auf „Radweg“

Mein hier geäußerter Verdacht bestätigt sich umgehend durch die Pressemitteilung der PD Pirmasens vom 9. April:

Von der Rettungsleitstelle wurde mitgeteilt, dass eine Frau auf dem Waldweg zwischen Trulben und Eppenbrunn gestürzt sei. Vor Ort wurde die Frau von dem First-Responder der Feuerwehr Eppenbrunn, von einer RTW-Besatzung und von einem Notarzt betreut. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass die Frau den Weg in einer vierköpfigen Radfahrergruppe befuhr. An einer Gefällstrecke verlor sie die Kontrolle über ihr Rad und stürzte. Für die weitere Behandlung wurde die 56jährige Frau ins Krankenhaus nach Pirmasens verbracht.

Diese fast schon Single-Trail-Charakteristik aufweisende „Gefällstrecke“ hat es grade für Ungeübte und nicht regelmäßig Radfahrende wirklich in sich; vielleicht werde ich die Stelle bei Gelegenheit mal fotografisch dokumentieren

Linksabbieger nimmt Radfahrer die Vorfahrt

Pressemeldung der PI Zweibrücken vom 7. April 2018:

Am 06.04.2018 gegen 13:45 Uhr kam es auf der Kreuzung Landauer Straße/Saarlandstraße zu einem Zusammenstoß zwischen einem PKW- und einem Fahrradfahrer. Nach Zeugenaussagen bog der 18jährige PKW-Fahrer von der Landauer Straße nach links in die Saarlandstraße ab und missachtete hierbei den Vorrang des 58jährigen Fahrradfahrers, welcher die Kreuzung über die Landauer Straße überquerte. Der Fahrradfahrer wurde hierbei auf die Windschutzscheibe geschleudert und erlitt eine schwere Gehirnerschütterung sowie einen Schock. Er wurde stationär im Nardiniklinikum aufgenommen.

Da war der Fahranfänger evtl. wohl etwas überfordert; anders kann ich es mir nicht so wirklich erklären, wie man an so einer Ampelkreuzung beim Linksabbiegen einen Radfahrer übersehen kann. 🙄

Dem Unfallopfer ist schnelle Genesung zu wünschen!

Achtung: Querende Pferde!

Pressemeldung der PD Kaiserslautern vom 4. April 2018:

Einen nicht alltäglichen Verkehrsunfall musste gestern Nachmittag die Polizei Landstuhl aufnehmen. Ein 14-jähriger Radfahrer hatte augenscheinlich unberechtigt einen Fußweg im Bereich eines Pferdehofes in der Bahnhofstraße in Miesau genutzt. In diesem Moment querte ein an der Hand geführtes Pferd den Fußweg. Trotz vorhandener Warnhinweise auf potentiell querende Pferde konnte der Radfahrer einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern und prallte gegen das Pferd, das hierdurch erschrak und nach hinten austrat. Der Radfahrer wurde von einem Huf am Kopf getroffen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Das Fahrrad wurde beschädigt, das Pferd blieb augenscheinlich unverletzt. Seitens der Polizei wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Tja… da haben wir grade erst drüber diskutiert, ob Reithelme mit Radhelmen vergleichbar wären.

Wie gut, dass es in D überall die passenden Verkehrszeichen gibt! Der junge Gehwegradler hatte wohl jedenfalls noch Glück, dass ihm nicht mehr passiert ist; so ein Pferdetritt kann auch mal tödlich enden. Ob er dabei einen Radhelm trug, geht aus der Meldung nicht hervor; wäre aber mal interessant, ob die Dinger auch in solchen Fällen als Lebensretter taugen? 👿

In der Verkehrsunfallstatistik wird der Unfallgegner „Pferd“ dann wohl in der Kategorie „Andere“ auftauchen.

Park- sind keine Spielplätze

Pressemeldung der PD Pirmasens vom 1. April 2018:

Bei einem Verkehrsunfall am Samstag-Nachmittag gegen 16.30 Uhr auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Arnulfstraße wurde ein 8-jähriges Mädchen leicht verletzt. Das Mädchen war mit ihrem Fahrrad auf dem Parkplatz unterwegs und spielt mit ihrem Cousin. Als sie plötzlich hinter einem geparkten Auto hervorfuhr, wurde sie von einer Autofahrerin erfasst. Durch den Anstoß wurde das Mädchen am rechten Oberschenkel leicht verletzt. Eine ärztliche Behandlung war nicht erforderlich.

Glücklicherweise passierte dem Mädchen nichts Schlimmeres. Auf Supermarktparkplätzen sehe ich immer wieder mal mehr oder weniger kleine Kinder beim Spielen bzw. Radfahren. In Waldfischbach z. B. tobt sich die Dorfjugend auch gerne mal auf Skateboards aus – oder macht mit den Mountainbikes Wheelie-Kunststückchen inmitten der Einkaufenden… 🙄

Sonntags zum Fahren-Lernen mit den Eltern sind große Parkplätze sicher ein geeigneter Ort – aber grade am wohl chaotischsten Einkaufs-Samstag des Jahres (zw. Karfreitag und Ostersonntag) sollten Eltern schon drauf achten, dass ihre Kinder sich zum Herumradeln und Spielen nicht grade einen Supermarktparkplatz aussuchen – denn auf die Rücksichtnahme von Autofahrern sollte man sich grade dort am wenigsten verlassen.

Wenn man sich die weiteren Polizeiberichte durchliest, dürfte z. B. jede zweite Fahrerflucht auf einem solchen Parkplatz passieren.

Radfahrer streift geparktes Auto

Pressemeldung der PI Zweibrücken vom 25. März:

Verkehrsunfall mit verletzter Person

Am 24.03.2018 gegen 09:45 Uhr kam es in der Lambsborner Straße in Bechhofen zu einem Verkehrsunfall zwischen einem geparkten PKW und einem Fahrrad. Der Fahrradfahrer streifte beim Vorbeifahren ein ordnungsgemäß am Fahrbahnrand abgestelltes Fahrzeug und stürzte. Hierbei verletzte er sich im Gesicht. Es entstand ein Gesamtschaden an beiden Fahrzeugen in Höhe von ca. 5050 Euro.

Immer wieder interessant, was auch Radfahrer hin und wieder für (doofe) Unfälle produzieren! Es sei denn, die Pressemeldung würde „mildernde Umstände“ wie bspw. ein eng überholendes Auto verschweigen…!

Hinsichtlich des Gesamtschadens von schlappen 5050 Euro (mich wundert da übrigens immer die Exaktheit polizeilicher Schätzungen) werden es wohl hauptsächlich Lackschäden für 5000 Euro am Auto – und 50 Euro am Fahrrad sein. 😀 In dem Zusammenhang könnte man doch auch endlich mal über eine Schadenminderungspflicht für Fahrer von PKW nachdenken, oder? 😛

Tut das wirklich Not, dass das meist sinnlos rumstehende Zeug auch immer gleich so teuer sein muss? Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand – mit den entsprechenden Gebrauchsspuren!

Also – wenn ihr als Radfahrer mal wieder unbedingt einen Unfall bauen wollt: Sucht euch im eigenen finanziellen Interesse dafür dann möglichst alte und abgewrackte Modelle aus! 😎

Besoffener (Radfahrer) beschädigt Autos

Pressemeldung der Polizeidirektion Pirmasens vom 21. März 2018:

Dienstagabend, gegen 22:30 Uhr, wurde ein 30-Jähriger zunächst in der Schützenstraße beobachtet wie er mit seinem Fahrrad einen am Straßenrand geparkten Opel Meriva streifte und Kratzer im Lack verursachte. Auf gleiche Weise streifte er in der Kronprinzenstraße einen Fiat Punto. Wenig später konnte eine Polizeistreife den Mann in der Kaiserstraße antreffen. Ein vorläufiger Alkoholtest ergab einen Wert von über 1,8 Promille. Den Rest der Nacht musste der in Pirmasens wohnende Mann jedoch bei der Polizei verbringen, weil zudem bekannt wurde, dass er zwei weitere Pkw mit nicht näher bekannten Gegenständen bewarf und Schäden an den Windschutzscheiben verursachte.

Auf jeden Fall eine „stolze Leistung“, mit 1,8 Promille überhaupt ohne größeren Unfall durch die Stadt zu kommen… 🙄

Nur ein Missverständnis

Zuletzt hatte ich mich ja ein wenig darüber empört, dass sich in die Pressemeldungen der örtlichen Polizeidirektion Pirmasens ein Klammerzusatz geschlichen hat, der Rückfragen nur noch Pressevertretern zugesteht.

Meine Nachfrage bei der örtlichen Pressestelle der PD blieb bislang leider unbeantwortet. Netterweise wurde meine alternative Anfrage an die Pressestelle des Polizeipräsidiums Westpfalz rasch bearbeitet. Man stellt klar, dass es sich bei der Einschränkung wohl um ein „Missverständnis“ handelt. Genauer wird dies folgendermaßen begründet:

Die Kontaktdaten, die unterhalb der Pressemeldungen auf www.presseportal.de angezeigt werden, gehen auf eine Vorlage zurück, die bei der Eingabe der Meldungen (von unserer Seite) in einer Maske bereits fest hinterlegt sind und bei einer Veröffentlichung automatisch mit angezeigt werden.

Diese Eingabe-Maske ist für alle Nutzer gleich, und in Rheinland-Pfalz verwenden alle Polizeidienststellen die gleiche Vorlage, das heißt bei allen Dienststellen im Land ist derzeit die Formulierung „Rückfragen (ausschließlich von Pressevertretern) an“ zu sehen, es variieren lediglich die darunter angegeben Kontaktdaten.

Diese Vorlagen (sogenannte „Templates“) werden von der Betreiberfirma des Presseportals, der Firma „News Aktuell“ in Hamburg – einer Tochterfirma der Nachrichtenagentur dpa – erstellt und gepflegt.

(…)

In Absprache mit der Koordinierungsstelle habe ich nun veranlasst, dass der Zusatz „ausschließlich von Pressevertretern“ wieder (für alle) gelöscht wird, und wir uns erst mit allen Dienststellen in Rheinland-Pfalz abstimmen, ob (und welcher) Bedarf besteht und gegebenenfalls welcher Zusatz hier stehen sollte.

Nun, ich hoffe dann mal, dass Rückfragen zu Pressemeldungen der Polizei in Zukunft nicht im ganzen Land nur noch Pressevertretern zustehen. 😉

In einer aktuellen Pressemeldung z. B. ist der Zusatz zumindest wieder verschwunden.