Stadt Pirmasens zieht Schlussstrich

Ja, es bringt irgendwie alles nichts; egal was man auch tut, wie sehr man sich bemüht, wie viel Zeit man investiert, wie gut man sachlich und rechtlich argumentiert – eine vollkommen inkompetente, autoverrückte, das Recht nicht nur biegende, sondern tagtäglich (mit Billigung der obersten Landesbehörde) brechende Verwaltung zeigt einem nicht nur ungeniert, insgeheim fröhlich glucksend blaue Mittelfinger, sondern zieht auch einen endgültigen Schlussstrich unter das, was man als „Bürgerdialog“ oder auch Bürgerengagement verstehen könnte. „Stadt Pirmasens zieht Schlussstrich“ weiterlesen

Coronoia: Stellung halten

Bereits in einem meiner frühen Coronoia-Beiträge bemühte ich, nach einem unverschämten persönlichen Angriff eines meiner ehemaligen „Mitstreiter“ in Sachen Radverkehr, die Metapher, wonach ich nicht derjenige sei, der „abdrifte“. Die Welt sei es, die erdrutschartig unter unseren Füßen hinweg in Richtung Faschismus abgleitet – und alles mit sich reißt, was sich nicht – wie ich – einen stabilen Felsen gesucht hat, von dem aus man diesen Wahnsinn um einen herum mit ansehen muss. Später verwies ich darauf, dass „Radikalität“ vor allem in einer Epoche des Umbruchs, nichts anderes bedeutet, als tief verwurzelt zu sein. Und sich von seinem Standpunkt, die Menschenrechte seien unveräußerlich, keinen Millimeter wegzubewegen. „Coronoia: Stellung halten“ weiterlesen

Coronoia: Mildere Mittel

Seit einem Jahr werden im Rahmen eines verfassungswidrigen Notstand-Regimes unzählige Grundrechte außer Kraft gesetzt, um eine angeblich jederzeit drohende „Überlastung des Gesundheitssystems“ zu verhindern. Laut ARD wurden im Jahr 2020 mindestens 20 Krankenhäuser geschlossen, also genau jenes Gesundheitssystem eben nicht ausgebaut, sondern – wie von Karl Lauterbach noch im Juni 2019 gefordert – weiter zusammengestrichen.

SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach: Wir haben zu viele Krankenhäuser

Der Bundestag soll nun die „epidemische Lage“, als auch die „Bundesnotbremse“ erneut verlängern. „Coronoia: Mildere Mittel“ weiterlesen

16 Fragen an den Radverkehrsbeauftragten

Vor geraumer Zeit berichtete ich über eine mehr als bezeichnende Stellenausschreibung der Pirmasenser Stadtverwaltung, in der jene eine Stelle eines „Radverkehrsbeauftragten“ ausschrieb. Wie es in einer dem totalitären Autowahn verfallenen Stadt nicht anders sein kann, wurde in dieser ein eigenes Kfz zur Einstellungsvoraussetzung gemacht. Da man mich von Seiten der Stadtverwaltung nach meinen Besuchen der Veranstaltungen zum Verkehrsentwicklungsplan wieder über längere Zeit ignorierte und auch die Straßenverkehrsbehörde weiterhin ihre „Verklag-uns-doch“-Mentalität vor allem in Gestalt demonstrativer Untätigkeit auslebt, dachte ich mir, sende dem neuen Radverkehrsbeauftragten doch einfach mal eine e-mail mit einigen Fragen. „16 Fragen an den Radverkehrsbeauftragten“ weiterlesen

Coronoia: De-Urbanisierung

Dieser Blog existiert ja eigentlich nur, weil ich um 2016 herum damit begonnen hatte, mich am mich durchgekaut und ausgespuckt habenden bürokratischen System zu rächen, indem ich zunehmend auf rechtlicher Ebene gegen den Radverkehr benachteiligende straßenverkehrsrechtliche Regelungen vorging – und dieses ganze Elend dokumentieren wollte, damit der Rest der Welt auch etwas davon hat. Im Nachhinein wundert es mich allerdings auch nicht, dass ich von Seiten der bis dahin „etablierten“ Radfahrer-Vertretungen wenig bis überhaupt keine Unterstützung bekam. Denn ich hatte mit diesen Leuten vor allem politisch wenig gemein, diese schienen mir auf einer vorwiegend grün, also ökologisch motivierten „Mission“ zu sein. „Coronoia: De-Urbanisierung“ weiterlesen

Coronoia: Krankenschwesternschwatz

Heute ging es mit dem Rennrad in Richtung Vorderpfalz, um mich ein weiteres Mal mit einem anderen Widerständler aus dem Badischen zu treffen. An unserem Treffpunkt stießen zufällig drei Krankenschwestern zu uns, die ihre Mittagspause auf einer Bank in der Sonne verbrachten. Dank meines etwas gesprächigeren und diplomatisch geschickteren Kollegen ergab sich so ein doch recht angenehmes und interessantes Gespräch mit drei Frauen, die direkt an der „Front“ arbeiten. „Coronoia: Krankenschwesternschwatz“ weiterlesen

Coronoia: Flucht aufs Land

Vor einer Weile hatte ich einen Beitrag zum Thema Urbanisierung angefangen; wie schlimm ich mir das Leben gerade derzeit in einer Großstadt (wie z. B. Düsseldorf) vorstelle. Aber der ganze Frust über den allgegenwärtigen Wahn beraubt mich vor allem auch meiner kognitiven Kräfte. Heute war ich zwecks „Hirnlüftung“ mit dem MTB entlang der deutsch-französischen Grenze unterwegs; ich kam dabei auch wieder am berüchtigten französischen Maulkorbschild vorbei – irgendein Revoluzzer hatte es inzw. abgerissen. Juhu! Später begegnete ich noch einer Gruppe von ca. 10 bis 12 lebensfrohen Kindern und Erwachsenen; die in einem abgelegenen Tal unweit der Grenze, fern der Gefahr, von chronisch gelangweilten, nicht einmal zuständigen Co(rona)ps belästigt zu werden, ihre Freiheit genossen; also spielten, Rad fuhren und miteinander herumalberten. Schlimm, dass man für sowas im Jahr 2021 in die Wälder flüchten muss. Aber selbst dort ist man ja nicht zu 100 % sicher vor der C-StaPo. „Coronoia: Flucht aufs Land“ weiterlesen

Coronoia: – 306 Kommentare

Im Nachhinein fasse ich es als Auszeichnung auf, niemals so wirklich der teils totalitären bis reaktionären „Radverkehrsbubble“ angehört zu haben. Immer, auch in diesem Bereich mein eigenes Ding gemacht zu haben. Mich gerade auch hier nicht verbogen zu haben – und bspw. im Sinne fauler Kompromisse Schrottradwege zumindest für genau die Gruppen zu akzeptieren, die auf diesen immer wieder totgefahren werden. Meinen radikalen Schwenk zur beißenden Gesellschaftskritik im Zuge des Corona-Putsches haben mir die wenigen, die mich bis dato zumindest per Beteiligung durch Kommentare unterstützt hatten, ja nicht verziehen. Auch nicht ein Kommentator, der mich nun die Tage bat, seine „personenbezogenen Daten“ in meinem Blog zu löschen. Aus den naheliegenden Gründen. „Coronoia: – 306 Kommentare“ weiterlesen

Coronoia: Freiheits-Schmarotzer

Heute ging es mit dem Rennrad raus an die Weinstraße, um mich dort mit einem hier gelegentlich Kommentierenden zu treffen. In den letzten Tagen sah ich leider wieder ziemlich viele Maskenzombies; vor allem jene, die in Rudeln an Bushaltestellen, vor Banken oder Apotheken herumstanden. Aber es begegnet mir eben auch immer wieder „alte Normalität“: Spielende Kinder und Eltern auf einem Spielplatz, eine größere Gruppe Rennradfahrer (bestimmt 30 Leute), hier und da auch größere und kleinere Gruppen Jugendlicher. Auch ganz „rebellisch“ waren die mit mehreren Autos angereisten jungen Erwachsenen, die ich hier am Rande der Stadt auch in den vergangenen Jahren immer wieder mal gegen Abend gesehen habe. Auch heute saßen sie in geselliger Runde von ca. 10 Leuten auf ihren mitgebrachten Klappstühlchen und genossen den milden Februarabend. Schön. Andererseits: Sehr viele „Corona-Leugner“ riskieren seit Wochen und Monaten ihre gesamte Existenz, damit ihr das irgendwann mal wieder „legal“ machen dürft. „Coronoia: Freiheits-Schmarotzer“ weiterlesen

Coronoia: Fels der Freiheit

Nachdem sich das monatelange Scheißwetter in der Pfalz endlich beruhigt hat, konnte ich in den letzten drei Tagen meine tägliche Runde tatsächlich mal wieder mit dem Rennrad absolvieren. Vorgestern, gegen Ende meiner Tour durch den Pfälzerwald, sah ich oberhalb eines Dorfes auf einem Aussichtsfelsen eine Gruppe von ca. 5 bis 7 Jugendlichen, die die Gemeinschaft und die Abendsonne genossen. Früher hätte ich mir darüber keine Gedanken gemacht. Aber heute, in diesen absolut unmenschlichen Zeiten, freut einen sowas; selbst als Eremit. Dass es auch noch junge Leute gibt, die „rebellisch“ sind; die Wege finden, um sich zu treffen. Auch wenn sie vielleicht nicht den Mumm haben, öffentlich dafür einzustehen und zu kämpfen, damit sie das eben nicht mehr heimlich tun müssen. Übrigens ein Grund mehr, warum das Leben auf dem Land m. E. viel humaner ist, als in einer großstädtischen Legebatterie. „Coronoia: Fels der Freiheit“ weiterlesen