Zerfallsdynamik verlangsamt

Vor einiger Zeit hatte ich die „Zerfallsdynamik“ des „Dynamikum-Radwegs“ dokumentiert und kritisiert. Vor allem aufgrund der Tatsache, dass jener Weg nicht asphaltiert wurde, sondern nur eine wassergebundene Oberfläche erhielt. Forstwirtschaft, Anlieger, Erosion und Wetter sorgten dann mit der Zeit dafür, dass sich jener Weg vor allem im Blümelstal nördlich von Windsberg in einem fürchterlichen Zustand befand. Es wäre mal interessant zu wissen, was die permanent notwendige Instandhaltung die Stadt eigentlich im Jahr kostet, denn es wird (immerhin) in unregelmäßigen Abständen ausgebessert. „Zerfallsdynamik verlangsamt“ weiterlesen

Der B-270-Radweg bei Burgalben

Im Beitrag zur „Abschussrampe“ an der Biebermühle hatte ich angemerkt, dass Radfahrer, die die B 270 zwischen Kaiserslautern und Pirmasens (oder umgekehrt) durchgehend befahren, auf über 26 Kilometern nur auf ca. 550 m (je nach Richtung und Erkennbarkeit / Interpretation der Beschilderung) von der Benutzung der Fahrbahn durch Gemeinsamer Geh- und Radweg abgehalten werden. Manch ein ortskundiger Autofahrer wird da jetzt einwenden, dass das doch gar nicht stimmt, weil es an der Moschelmühle bei Burgalben doch noch so ein weiteres blaues Schild samt „Radweg“ gibt! „Der B-270-Radweg bei Burgalben“ weiterlesen

Es geht auch ohne blaue Schilder

Vor einer kleinen Ewigkeit hatte ich mal eine exklusive Verkehrsmeldung über die Bauarbeiten am Parallelweg entlang der L 473 zwischen Hermersberg und Weselberg verfasst. Diese sind inzwischen fast vollständig abgeschlossen und jener Weg hat eine ganz neue Fahrbahndecke samt Bankette erhalten. Beschildert ist er weiterhin mit Verbot für Fahrzeuge aller Art + „Landwirtschaftlicher Verkehr frei“ und Radverkehr frei. Es ist einfach nur eine Legende, dass man in Deutschland straßenbegleitende „Radwege“ ohne Benutzungspflicht nicht beschildern könne. Das gilt grade außerhalb von geschlossenen Ortschaften. Für den Radfahrer hat diese Beschilderung sogar den Vorteil, dass Fußgänger hier auch mal auf ihn Rücksicht nehmen und möglichst nicht in der Mitte der Fahrbahn herumzuschlappen haben, da es sich hier um eine eigene Fahrbahn handelt! 😉 „Es geht auch ohne blaue Schilder“ weiterlesen

Der „Radweg“ bei Gersbach

In Pirmasens gibt es ja nicht viel an „Radwegen“. Also Strecken, die ausdrücklich für den Radverkehr vorgesehen sind. Zu den verbliebenen zwei bebläuten Wegen zwischen Pirmasens und Gersbach und dem nur geschotterten Dynamikum-Radweg (den man wie viele andere HBR-Wege auf den meisten Abschnitten auch im September 2018 weiterhin nicht legal befahren darf…) sucht man sonst vergeblich nach straßenverkehrsrechtlich freigegebenen Wirtschaftswegen. So sind auch alle Waldwege im Stadtgebiet per Verbot für Fahrzeuge aller Art auch für Radler tabu. Theoretisch zumindest. In Pirmasens darf man ja sogar auf Strecken des Mountainbikeparks Pfälzerwald gar kein Rad mit sich führen!

Eine der wenigen Ausnahmen ist der ca. 750 m lange Weg zwischen dem Gersbacher Sportplatz und der Eichelsbacher Straße. Das Beitragsbild zeigt den eigentlichen Wegbeginn hinter dem Sportplatz in Richtung Südost. Leider erreicht man jenen mit uralten Zusatzzeichen freigegebenen Weg trotzdem nicht legal, weil sich ein paar Meter weiter vorne noch ein nur für forstwirtschaftlichen Verkehr freies Verbot für Fahrzeuge aller Art rechts im Gebüsch versteckt. „Der „Radweg“ bei Gersbach“ weiterlesen

Der Radweg entlang der B 270

Der Kampf mit den Straßenverkehrsbehörden ist eine ziemliche Sisyphus-Aufgabe. Und daher definitiv nichts für Leute ohne Geduld. ;o) Wo man an der einen Stelle versucht, überflüssige Benutzungspflichten an (mehr oder weniger) straßenbegleitenden Wegelchen aufheben zu lassen, muss man selbst im Jahr 2018 dafür an anderen Stellen noch dafür kämpfen, dass Radfahrer abgesetzte und eigenständige Wege überhaupt legal benutzen dürfen. Wie zum Beispiel auch jenen Weg entlang der B 270 zwischen der Biebermühle und Waldfischbach-Burgalben. Für das südliche Ende ist die VG Thaleischweiler-Wallhalben zuständig, für den (überwiegenden) nördlichen Teil die VG Waldfischbach-Burgalben. Die Verwaltung der Letztgenannten eignet sich recht gut als Beispiel dafür, mit welcher Ignoranz man den Hinweisen von Radfahrern auf unpassende oder gar rechtswidrige Verkehrszeichen immer noch begegnet. „Der Radweg entlang der B 270“ weiterlesen

Über schmale Brücken musst du fahrn

Nein, ich bin kein Schlagerfan. Überhaupt nicht…! Aber der Titel bot sich grade so schön an. ;o)

Entlang des (eigenständigen) Schwarzbachtal-Radwegs gibt es bei Rieschweiler-Mühlbach eine Brückenkonstruktion, damit Radfahrer und Fußgänger von der Nord- auf die Südseite des südwestpfälzischen Hauptflusses (bzw. umgekehrt) gelangen können. Jenes Brückchen ist auch noch nicht so unheimlich alt; ich kann mich noch dran erinnern, dass dieser Abschnitt des Schwarzbachtal-Radweges zu Beginn meiner Rennrad-Leidenschaft noch nicht existierte. Ich vermute mal, dass die Brücke vor ca. 15 Jahren installiert wurde. „Über schmale Brücken musst du fahrn“ weiterlesen

Polizei kontrolliert Bellheimer Schleichweg

Pressemeldung der PD Landau vom 24. August 2018:

Rülzheim/Bellheim (ots) – Die L540 zwischen Rülzheim und Bellheim ist derzeit aufgrund des Neubaus einer Südumgehung der Ortsgemeinde Bellheim für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Aufgrund einer Vielzahl von Bürgerbeschwerden wurde am Dienstag im Zeitraum 14:40 bis 15:00 Uhr und am Donnerstag zwischen 12:50 und 13:30 Uhr das Durchfahrtsverbot am Landwirtschaftsweg zwischen Rülzheim und Bellheim überwacht. Hierbei konnten insgesamt 12 Fahrzeuge festgestellt werden, welche die genannte Strecke verbotenerweise befuhren. Entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet. Der Landwirtschaftsweg ist auch als Fahrradweg gekennzeichnet, wodurch er neben den land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen auch von vielen Fahrradfahrern befahren wird. Auch viele Fußgänger sind in diesem Bereich unterwegs. Durch den regelwidrigen zusätzlichen Fahrzeugverkehr können insbesondere für den Fahrradverkehr und Fußgänger gefährliche Situationen entstehen. Die Polizei bittet erneut darum, die ausgeschilderte Umleitungsstrecke zu befahren. Polizeiliche Überwachungen des Durchfahrtsverbots und entsprechende Kontrollen werden weiterhin durchgeführt.

Warum man da jetzt mit dem Auto durchfahren muss – so groß ist der Umweg über die B 9 auch nicht grade. Kostet dann halt 20 Euro „Feldweg-Maut“ (BKatV, Lfd. Nr. 141.3). Radfahrer bezahlen dann 15 Euro. Find ich persönlich etwas unverhältnismäßig; 5 Euro würden da reichen.

Es handelt sich dabei um diesen Weg. Wär mal interessant zu wissen, ob dieser HBR-Weg tatsächlich straßenverkehrsrechtlich auch für Radfahrer freigegeben ist…? Man sieht auf der Aufnahme des mapillary-Radfahrers, der an der Einfahrt des Weges bei Rülzheim vorbeiradelte, zumindest (meine ich) nur ein Zusatzzeichen zum üblichen Verbot für Fahrzeuge aller Art.

Joachim…!? ;o)

Update vom 30. August

Am 30. August wurde zwischen 7:30 und 8:30 Uhr nochmal kontrolliert. Dieses Mal kürzten 5 Pkw-Fahrer ab. 12 + 5 = 17 Fahrzeuge in 2 Stunden. Da scheint ordentlich was los zu sein. Eindeutig eine Verkehrsstärke, die den umgehenden Bau eines Geh- und Radwegs neben diesem Wirtschaftsweg erfordert! ;o)

Schotterkurve bei Bruchmühlbach

Während meiner letzten beiden Touren in die Nordpfalz war ich wegen der Umleitung bei Vogelbach gezwungen, nach längerer Zeit mal wieder den nördlich der Bahnlinie verlaufenden HBR-beschilderten Weg zu benutzen. Hin und wieder habe ich dort übrigens auch schon Züge fotografiert und fand den Weg daher auch ganz nützlich. Derzeit dient der Zustand des Weges aber einmal mehr als Beispiel dafür, warum ich kaum noch Lust habe, mit dem Rennrad abseits von klassifizierten Straßen zu fahren. „Schotterkurve bei Bruchmühlbach“ weiterlesen

B-10-Radweg = „Langsamfahrstrecke“

Man lernt nie aus. Wegen der stark verschmutzten und gefährlichen Stelle auf dem B-10-Radweg am Ausgang des Nesseltales hatte ich Ende April das Forstamt Westrich, welches Eigentümer dieses Weges ist, angeschrieben. Ein Mitarbeiter des Forstreviers Rodalben antwortete mir kurz, wie er mich telefonisch erreichen könne. Ich bat darum, mir per e-mail zu antworten, da ich für meinen Blog eine dokumentier- und zitierbare Kommunikationsform vorziehe. Leider erhielt ich dann trotz einer weiteren Nachfrage keine Antwort mehr. „B-10-Radweg = „Langsamfahrstrecke““ weiterlesen

Matschmulde auf dem B-10-Radweg

Nachdem ich am 15. Juni die Hauenstein-Schikane fotografiert hatte, ging es wieder über den B-10-Radweg Richtung Hinterweidenthal. Die B 10 ist bekanntermaßen die einzige klassifizierte Straße im Kreis Südwestpfalz, die per Verbot für Radverkehr für den Radverkehr gesperrt ist. Während auf jenem parallel verlaufenden Radweg jedoch kein Winterdienst geleistet wird.

Aber auch im Sommer hat dieser Weg seine Tücken – wenn er bspw. wegen unangekündigter Forstarbeiten mal eben (wenn es geht noch irgendwo in der Mitte) gesperrt wird. Direkt am Beginn bei Hauenstein (an der Wartenbach-Quelle) gibt es zudem eine stets stark verschmutzte Stelle, die mich schon seit mehreren Jahren aufregt. Meist darf ich dann halt mein Rennrad über die Matschmulde tragen, um es mir nicht einzusauen. „Matschmulde auf dem B-10-Radweg“ weiterlesen