Isses nun verboten – oder nicht?

Dass in der Südwestpfalz die offiziellen Radverkehrs-Routen fast ausnahmslos über straßenverkehrsrechtlich nicht freigegebene Wirtschaftswege führen, hab ich ja schon mehrfach angesprochen. Ich selbst unterlag über viele Jahre ebenfalls dem Irrglauben, dass das Verbot für Fahrzeuge aller Art kein Radfahrverbot beinhalten würde. Das lag eben auch daran, dass auch die ausgeschilderten Vorgänger des HBR-Wegesystems (meist regionale Tourenvorschläge) ganz hemmungslos auf gesperrten Wirtschaftswegen verliefen. Als Bürger geht man also erst einmal davon aus, dass das alles so seine Richtigkeit hat. Und verklagt ggf. dann später die Behörden auf Schadenersatz. „Isses nun verboten – oder nicht?“ weiterlesen

„Radfahrer frei“ auf der Bärenhalde

Heute Nachmittag befuhr ich mal probeweise die L 482 zwischen Rodalben und Pirmasens, um zu kucken, wo genau die Bauarbeiten in der Ortsdurchfahrt begonnen haben und wie der Verkehr am Ortseingang geregelt ist. Von der Rodalber Umgehungsstraße kommend fuhr ich wie im Beitrag zur LBM-Pressemeldung beschrieben über die Bruderfels- und Baumbuschstraße. Dort erkannte ich dann, dass die Einmündung einspurig zur L 482 frei ist und der Verkehr per Baustellenampel an der Engstelle vorbeigeführt wird. „„Radfahrer frei“ auf der Bärenhalde“ weiterlesen

65 benutzungspflichtige Meter

Mir ist grade aufgefallen, dass ich schon seit letzten Herbst ein paar Fotos eines typischen Stummel-Radwegelchens auf der Festplatte rumfliegen habe. Ich hatte am 18. Oktober per e-mail die Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben um Um- bzw. Entschilderung gebeten – bis heute tat sich aber nichts. 🙄

Das schmale Wegelchen (siehe Beitragsbild) findet man an der K 25 am „Jugenddorf Sickingen“ bei Waldfischbach-Burgalben. Jene Kreisstraße erhielt etwa um 2000 bis 2005 herum einen neuen Verlauf durch das Klappertal parallel zur B 270. So wurde die sehr enge Passage über den „Roten Stich“ am Kohlhaufen entschärft. „65 benutzungspflichtige Meter“ weiterlesen

Der Berg kreißt…

…aber wird er am Ende auch mehr als ein Mäuschen gebären?

Am 23. April schrieb ich in einer e-mail an die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Südwestpfalz meine Enttäuschung darüber nieder, dass von deren Seite in den letzten Monaten jede Kommunikation ausblieb. Auch trotz der Verkehrsschauen im September und Oktober hat sich im Grunde an all den von mir monierten Stellen noch rein gar nichts getan; alle Schilder stehen noch. Lediglich bei Hinterweidenthal wurden (um die Zeichen 240 StVO zu retten) vor der Tankstelle und an der Abzweigung K 92 schnell asphaltierte Übergänge zur Fahrbahn hin angelegt. 🙄 „Der Berg kreißt…“ weiterlesen

Radwege an Bundesstraßen

Ich hatte das städtische Tiefbauamt auf die kürzlich hier dokumentierten Verschmutzungen auf dem parallel zur B 10 verlaufenden Rad- und Forstwirtschaftsweg hingewiesen. Man antwortete mir, dass das Forstamt Westrich zuständig wäre. Na toll, jetzt darf ich also schon wieder Zuständigkeiten überprüfen? 🙄

Wobei ich die Zuständigkeitsfrage ja schon einmal in einem der ersten Blogbeiträge zum Radweg zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein angerissen hatte. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass die Stadt Pirmasens (derzeit) wirklich nicht für den Abschnitt Pirmasens – Münchweiler (bis zur Stadtgrenze) zuständig ist. „Radwege an Bundesstraßen“ weiterlesen

Grauzonenbiking

Mountainbikes erfreuen sich schon seit mindestens 2 Jahrzehnten allgemein großer Beliebtheit. Die Hersteller bedienen dabei die unterschiedlichsten Einsatzgebiete; als da wären bspw. Downhill, Freeride, All-Mountain, Cross-Country, Enduro und so weiter. Sie geben einem Radfahrer die Freiheit, auch Wege zu befahren, die man mit klassischen Fahrrädern nicht mehr oder nicht sicher bewältigen kann. Leider kann man ein Mountainbike in Deutschland nur in den seltensten Fällen völlig legal nutzen. Das Beitragsbild zeigt einen Sommermorgen auf dem Orensfelsen. Natürlich habe ich mein Fahrrad dort hinauf ausschließlich nur geschoben! 😉 „Grauzonenbiking“ weiterlesen

B-10-Ausbau zw. Hinterweidenthal und Hauenstein

Im Herbst vergangenen Jahres hat der LBM der Presse drei Varianten für den weiteren vierspurigen Ausbau der B 10 zur Zeichen 331-1 StVO vorgestellt. Leider findet sich auf der Webseite des LBM dazu gar nichts.

In einem Artikel der Rheinpfalz vom 29. November wird näher darauf eingegangen. Die Kosten sollen voraussichtlich 61 bis 80 Millionen betragen. Besonders spannend wird es grade den Radverkehr betreffend – denn die nur 1,5 Mio. Euro als die „Bündelungstrasse“ (magenta eingezeichnet) teurere „Südtrasse“ (gelb) würde dann in unmittelbarer Nähe der Trasse des gegenwärtigen eigenständigen Radwegs (blau) verlaufen – auf dem man seit Jahren nicht einmal trotz für Radfahrer per Zeichen 254 StVO gesperrter B 10 einen Winterdienst leistet. 🙄 „B-10-Ausbau zw. Hinterweidenthal und Hauenstein“ weiterlesen

Radschnellwege im Wasgau

„Radschnellwege“ sind ja seit einiger Zeit irgendwie in aller Munde. 😉 Zumindest im Umland größerer Städte wie z. B. Stuttgart. Ob man meine Entwürfe neuer, direkter Verbindungen im Herzen des Wasgaus unbedingt so nennen muss, sei mal dahingestellt. 😉 Eine etwas größere Übersichtsgrafik zur OpenTopoMap findet ihr hier (1,2 MB), abschließend noch die Lizenzbedingungen.

Jedenfalls wünsche ich mir schon seit langer Zeit, dass das generell etwas dünnere Straßennetz im Pfälzerwald durch einige asphaltierte und für den Radverkehr ausdrücklich freigegebene Forstwege ergänzt werden sollte! „Radschnellwege im Wasgau“ weiterlesen

Noch ein neues Zusatzzeichen

Erst vor Kurzem fiel mir auf, dass am Beginn der Wartbachstraße, die zum berüchtigten B-10-Radweg führt, auf der linken Seite ein nur für Anlieger freigegebenes Zeichen 250 StVO steht. Jenes kann man z. B. auch auf einer mapillary-Aufnahme (grade so) erkennen. Der parkende LKW verdeckt auf dem Foto das Pendant mit dem Zusatzzeichen 1020-12 auf der rechten Seite, welches auch Radfahrern die Einfahrt gestattet. Da diese Beschilderung widersprüchlich war, hab ich vor einer Weile die Verbandsgemeinde Hauenstein darauf hingewiesen. Als ich zuletzt dort vorbeifuhr, war dann auch das linke der beiden Schilder ausgetauscht. Schön!

Mein anschließender Hinweis bezog sich dann darauf, dass auch entlang der Umleitung des touristischen HBR-Verkehrs über die Straße „Im Handschuhteich“ Richtung Shell-Tankstelle (inkl. „Radfahrer absteigen!“) ebenfalls keine Freigabe für Radfahrer vorliegt. Mal gespannt, ob und wann auch dort der Radverkehr offiziell per Zusatzzeichen freigegeben wird!

Allgemein geht man meines Erachtens von Seiten der Straßenverkehrsbehörden doch sehr leichtfertig mit dem Zeichen 250 StVO um – denn ob eine Sperrung auch des Radverkehrs überhaupt nötig und rechtmäßig ist, wird offenkundig so gut wie nie geprüft, wenn z. B. Anlieger- oder eben auch zahlreiche Forstwege hauptsächlich für den lauten, schmutzigen und die Fahrbahnen verschleißenden Verkehr gesperrt werden sollen. Im Saarland hingegen fällt mir bspw. oft auf, dass an vielen Forst- und Landwirtschaftswegen deutlich häufiger das Zeichen 260 StVO Verwendung findet.

Natürlich wird grade das Zeichen 250 StVO von Radfahrern in der Praxis ständig ignoriert; schließlich weisen ja auch sehr viele HBR-Schilder auf solche Wege. Die rechtliche Unsicherheit müsste halt trotzdem nicht sein…! 🙄

Lizenzbedingungen von openstreetmap.de zum Beitragsbild.

B-10-Radwege im Winter

Ich mühe mich ja schon seit geraumer Zeit mit der Verbandsgemeinde Hauenstein, dem Landesbetrieb Mobilität Kaiserslautern und dem Verkehrsministerium von Rheinland-Pfalz ab, dass der verkehrlich wichtigste eigenständige Radweg in der Südwestpfalz im Winter endlich geräumt und gestreut wird, damit man als Radfahrer überhaupt eine Möglichkeit hat, die wichtigste Verkehrsachse im südlichen Pfälzerwald sicher und gleichberechtigt befahren zu können. „B-10-Radwege im Winter“ weiterlesen