Bilanz zum „Erlebnistag Deutsche Weinstraße“

Am 26. August fand wieder der „Erlebnistag Deutsche Weinstraße“ statt. Jene wird tagsüber für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt und dann von Tausenden Radfahrern und Fußgängern in Beschlag genommen. Ich hab mir das vor vielen Jahren mal angetan – und hab das wegen zahlreicher Beinahe-Unfälle mit teils wirklich sturzbesoffen wild Herumirrender und -torkelnder nicht mehr wiederholt. In den Weinstraßen-Dörfern gibt es grade an den Ständen dann oft sogar einen regelrechten Stau. „Bilanz zum „Erlebnistag Deutsche Weinstraße““ weiterlesen

Schienenbusfahrten auf der Wieslauterbahn

Überraschenderweise finden auch in diesem Sommer über zwei Wochen lang tägliche Zugfahrten auf der Wieslauterbahn statt. Vom 18. bis 31. Juli verkehrt wie im Vorjahr an Wochentagen wieder ein historischer „Uerdinger“-Schienenbus. Der Mittwochszug entfällt, die Züge am Wochenende verkehren nach dem üblichen Fahrplan.

Hoffentlich halten dieses Jahr Motor- und Steuerwagen länger durch als im vergangenen Jahr, als bereits am 1. Fahrtag technische Probleme am Oldtimer auftraten und in der Folge auch einige Fahrten ausfallen mussten. Mehr Informationen inkl. eines Fahrplans findet man auf der Seite des Rheinland-Pfalz-Takts. „Schienenbusfahrten auf der Wieslauterbahn“ weiterlesen

Saisonauftakt auf der Wieslauterbahn

Seit dem 1. Mai rollen auch auf meiner Lieblingsbahnstrecke wieder Züge. Leider scheinen sich die Gerüchte zu bestätigen, dass der Esslinger der AVG, dem ich mein fotografisches Interesse an diesem Genre zu verdanken habe, wirklich nicht mehr repariert werden soll bzw. wird. 🙁 Etwas seltsam finde ich das schon – denn meines Wissens hat sich der Kreis Südwestpfalz damals an den Restaurationskosten des Oldtimers beteiligt, mit der Bedingung, dass jener dann auch bis zum Ende des laufenden Verkehrsvertrags eingesetzt wird. Bei Gelegenheit werde ich da mal recherchieren. Leider kriegt man vom ZSPNV Süd nur selten mal eine (brauchbare) Antwort. „Saisonauftakt auf der Wieslauterbahn“ weiterlesen

Schwarzbachtalbahn im Frühling

Vor einer Weile hatte ich bei Contwig eine frisch gerodete Stelle entdeckt; ich vermute mal, dass dort irgendwer irgendwas hinbauen wollen wird. Da es heute zeitlich relativ gut passte, schleppte ich dann doch mal wieder die dicke Kamera zum Bahn-Fotografieren mit. So enstand um 13:50 Uhr kurz hinter dem Radfahrer-BÜ das obige Beitragsbild. Die RB 12922 aus Saarbrücken nach Pirmasens erreicht gleich den Haltepunkt Contwig. Leider war das Seitenlicht um diese Zeit noch etwas dürftig, weshalb der ungetaufte Desiro 642 677 etwas blass wirkt. Ein Stündchen später wäre besser gewesen.

Da die Schwarzbachtalbahn mit dem Verlauf des namensgebenden Flusses stetig von nach Nord nach Süd mäandert, konnte ich ein Stück weiter Richtung Niederauerbach noch im passenden Licht ein Foto des Gegenzuges machen; da der Hang dort stark bewaldet ist, ist es entweder zu schattig – oder man hat kaum noch Seitenlicht. Dazu musste ich mich auch mitten auf die Fahrbahn der K 3 stellen. Jene Straße befindet sich allerdings auf dem Gebiet der Stadt Zweibrücken in einem hundsmiserablen Zustand, weshalb dort allgemein sehr wenig Verkehr herrscht. Die RB 12919 von Pirmasens nach Saarbrücken passiert dann auch gleich den ehemaligen Bahnhof von Niederauerbach. Gefahren wurde diese Leistung mit dem auf „Langenlonsheim“ getauften 642 109.

Kurz vor Niederauerbach

Eigentlich wollte ich gegen Ende meiner Runde noch bei Thaleischweiler knipsen – aber mein Timing war wieder etwas mies.

S 1: Verspätung um weitere 3 Jahre

Dem für mich nicht nachvollziehbaren politischen und planerischen Totalversagen in Sachen S-Bahn-Verlängerung nach Zweibrücken habe ich mich ja bereits hier ausgiebiger gewidmet. Das Beitragsbild zeigt den zusätzlichen „Feierabendzug“ Saarbrücken – Zweibrücken auf dem Werksgelände von John Deere. Der Zug überquert genau in diesem Moment die Grenze zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz. Gäbe es jene nicht – hätte auf dem Foto statt eines Dieseltriebwagens wahrscheinlich schon ein S-Bahn-„Quietschie“ abgelichtet werden können. „S 1: Verspätung um weitere 3 Jahre“ weiterlesen

Zwei Rote unterm Rotenstein

Als ich vorhin die Fotos meines Ausflugs zur Dokumentation der vereisten B-10-Radwege nachbearbeitete, stellte ich fest, dass ich meine Spiegelreflex schon seit gut einem halben Jahr nicht mehr mit auf Tour hatte. Die anderen hier zuletzt verwendeten Fotos hatte ich mit meiner Kompaktknipse gemacht.

An der Bahnfotografie hatte ich allgemein, vor allem nach einigen Enttäuschungen in Sachen Veröffentlichungen in Büchern oder Magazinen sowie des endgültigen Ausfalls des AVG-Esslingers mitte letzten Jahres ziemlich die Lust verloren. Da heute aber die Sonne schien und ich über dem Bahnhof Hinterweidenthal Ort letztens eine frisch gerodete Stelle entdeckte, fuhr ich mit meinem MTB kurz den Hang hoch und setzte mal ein länger geplantes Motiv um. Im Bahnhof Hinterweidenthal Ort (im Vordergrund links) wurde übrigens offenbar kürzlich eine Weiche am Abstell- und Ausweichgleis ausgebaut.

RB 12361 hat grade den Hinterweidenthaler Bahnhof in Richtung Hauenstein verlassen und überquert dabei den gewaltigen Bahndamm, welcher das Zieglertal komplett abriegelt. Diese RB wird ab Pirmasens Nord für den folgenden „Feierabendzug“ (ab Landau Hbf) in Doppeltraktion gefahren. In dem Fall wär mir ein einzelner Desiro evtl. sogar lieber gewesen, da er genau in die Lücke gepasst hätte. 😉

Im Hintergrund erhebt sich der Gipfel des 423 Meter hohen Rotensteins – auch seine Schutzhütte ist (zumindest auf dem hochaufgelösten Foto) zu erkennen.

Alle reden vom Wetter…

…wir nicht! War der Werbeslogan der Bundesbahn im Jahre 1966. Nun, die Bundesbahn gibt es schon lange nicht mehr, sie wurde bekanntermaßen teilprivatisiert, zerschlagen und in unzählige „betriebswirtschaftlich“ geführte Kapitalgesellschaften aufgeteilt. Der Bund ist zwar immer noch formal Eigentümer der „Bahn AG“ – was dies aber unter neoliberalen Prämissen wert ist, kann man seit Jahrzehnten überall beobachten… 🙁

Das Beitragsbild zeigt übrigens den AVG-Esslinger während eines Gewitterregens im dichten Wald zwischen Dahn und Hinterweidenthal. „Alle reden vom Wetter…“ weiterlesen

Streckenreaktivierung im Schneckentempo

Es ist – mal wieder – über längere Zeit sehr still geworden um die Verlängerung der S 1 der S-Bahn RheinNeckar nach Zweibrücken. Wer die Thematik seit nunmehr über einem Jahrzehnt verfolgt, fragt sich sowieso, ob die Reaktivierung der Bahnstrecke Homburg – Zweibrücken jemals gelingen wird. Im Forum von Saarlandbahnen.de diskutiert man bspw. schon seit 2006 über dieses Thema.

Saarbrücken hält von dem Projekt rein gar nichts; die gegenwärtig in Homburg endende S 1 wird im Grunde vollständig von den westpfälzischen Gebietskörperschaften finanziert – das nimmt man natürlich gerne mit. Da wir uns ja aber bekanntermaßen im neoliberalen Wettbewerbsföderalismus befinden, gönnt das Saarland dem „Konkurrenten“ Zweibrücken keine bessere Schienenverkehrsanbindung – und sabotiert dieses Projekt, wo immer es möglich ist! „Streckenreaktivierung im Schneckentempo“ weiterlesen

Reaktivierung des Pirmasenser Talgleises

Seit mindestens dem Jahre 1996 gammelt das sogenannte „Pirmasenser Talgleis“ zwischen dem Hauptbahnhof der Horebstadt (nebenbei der höchstgelegene Bahnhof der Pfalz!) und dem Knotenbahnhof Pirmasens Nord an der Biebermühle ungenutzt vor sich hin; Fotos vom Zustand des vom „Urwald“ zurückeroberten Gleises findet man unter anderem bei google Earth. Dabei würde eine Reaktivierung für Bahnbetriebszwecke die Anbindung von Pirmasens vor allem Richtung Kaiserslautern deutlich verbessern! So wäre z. B. eine Taktverdichtung grade im Berufsverkehr eine verkehrspolitisch mehr als sinnvolle Maßnahme, um den starken Verkehr auf der B 270 etwas zu entlasten. „Reaktivierung des Pirmasenser Talgleises“ weiterlesen

Wieslauterbahn-Fahrplan 2018

Die frisch eingepflegten Kursbuchtabellen 2018 im Internetangebot der Bahn bieten sich an, endlich mal wieder einen Beitrag zum Thema Eisenbahn zu verfassen.

Die drei Bahnlinien von und nach Pirmasens habe ich mir im Detail noch nicht angesehen; zumindest einen eigentlich sinnvollen Spätzug von Landau nach Pirmasens sucht man weiterhin vergebens; dort gilt weiterhin „Letzte Abfahrt nach Pirmasens: 20:41 Uhr“.

Direkt ins Auge stechen jedoch die Änderungen auf meiner Lieblingsbahnstrecke im Wieslautertal. Jene musste im Jahr 2017 einige Streckensperrungen im Queichtal erdulden und unter anderem den wohl endgültigen Ausfall des beliebten Esslinger-Triebwagens der AVG verkraften. 😥 DB Regio sprang nach einigen Wochen SEV ein und absolvierte die Fahrten des Felsenland-Express (von Karlrsuhe aus) bis zum Saisonende. „Wieslauterbahn-Fahrplan 2018“ weiterlesen