Abziehende Gewitterzelle

Gestern Abend zog gegen 21:15 Uhr ein ziemlich heftiges Gewitter sehr schnell von West nach Ost über Pirmasens hinweg. Weil der Himmel hinter der Zelle aufklarte, bot sich ein freier Blick auf das weiter ostwärts ziehende Unwetter. So schnappte ich mir schnell die Kamera, das kleine Stativ und suchte mir eine freie Stelle vor den abgeernteten Feldern am Ortsausgang. Leider hatte ich nicht so ein Glück wie damals im September 2014. Bis ich dann auch endlich fertig war mit dem Aufbau, leuchtete die Gewitterzelle nur noch relativ selten und schwach auf. Dabei musste ich leider auch feststellen, dass entweder mein Kabel-Fernauslöser – oder die Kamera selbst spinnt, denn wenn ich das Ding eingestöpselt habe, löst die Kamera unzählige Male unkontrolliert von selbst aus, manuell belichten ist mir damit leider nicht mehr möglich. Zum Zeitpunkt der Aufnahme befand sich die Zelle jedenfalls gerade zwischen Annweiler und Landau.

Mal wieder abgeblitzt

Als ich vorhin auf den Regenradar schaute, sah ich über Frankreich eine junge Gewitterzelle, deren Zugbahn genau in Richtung Pirmasens führte. Also hab ich spontan die EOS 550D in den Rucksack gepackt, das kleine Stativ genommen und bin raus aufs Feld gefahren. Aber wie in den letzten Jahren üblich, ging der Zelle beim Näherkommen die Luft aus; mehr als ein einzelner, schüchterner Wolkenblitz kam dann halt leider nicht mehr. Dabei hätte das mit der blauen Stunde ganz gut gepasst.

Dem Nebel entflohen

Nachdem am 1. Weihnachtsfeiertag (nach mehreren Tagen Dauerregen bis Heiligabend) von früh bis spät die Sonne schien, verhieß der erste Blick nach dem Aufwachen aus dem Fenster nix Gutes. Hatte sich doch der Abends schon auf Wetteronline beobachtbare Nebel aus dem Rheingraben bis zum Morgen auch in die Pfalz vorgearbeitet. Allerdings lag die Nebelobergrenze nicht besonders hoch, weshalb der Pfälzerwald eine wirksame Barriere bildete, damit sich das graue Trübsal vorerst nicht noch weiter nach Norden ausdehnen konnte. So schnappte ich mir ausnahmsweise nach fast 2 Monaten mal wieder meine EOS 550D, schraubte den Gepäckträger ans MTB, schnallte das kleine Stativ drauf und fuhr um 9:30 los in Richtung der nebelfreien Zone! „Dem Nebel entflohen“ weiterlesen

Nur ein Blitz

Eine meiner liebsten Kategorien während meiner fotografischen „Hochphase“ von etwa 2011 bis 2015 waren Gewitteraufnahmen bei Nacht. Leider ist das Ganze immer ein ziemliches Glücksspiel – und so sollte teils über Monate und Jahre quasi jeder Versuch scheitern, ein paar ansehnliche Blitz-Fotografien auf den Sensor zu kriegen.

Heute Abend zog aus Westen eine Gewitterfront über die Südwestpfalz und pustete den Nebel des vorherigen Regens fort. Beim Abzug Richtung Osten zuckten dann immerhin ein paar schöne Wolkenblitze, sodass ich die Kamera dann doch mal für eine Viertelstunde ans Fenster stellte.

Unwetterfront im Anrollen

Am 9. August war mein Timing ausnahmsweise mal doch wieder ganz gut. Da gegen Mittag Gewitter vorhergesagt waren, fuhr ich schon kurz vor 8 Uhr los. Am Horizont im Westen war es erst klar, dann milchig weiß und in Pirmasens sah man dann eine zunehmend dunklere Wand.

Kurz, bevor ich daheim ankam, konnte ich eine schöne Böenwalze (ich als Wetterlaie vermute zumindest, dass es eine war) auf mich zurollen sehen. Leider brauchte ich für das Holen der Kamera und rausfahren aufs Feld dann doch etwas zu lange, denn da war das Unwetter fast schon da. Nach dem 4. Foto hätte es mir beinahe die Kamera vom Stativchen gepustet.

Böenwalze

Das Ganze sah dann auch wesentlich schlimmer aus, als es war. Es regnete ein wenig und ein paar mal donnerte es – das war es dann schon. Die Hitzewelle ist also hier nun erst einmal vorbei!