Stadt Pirmasens zieht Schlussstrich

Ja, es bringt irgendwie alles nichts; egal was man auch tut, wie sehr man sich bemüht, wie viel Zeit man investiert, wie gut man sachlich und rechtlich argumentiert – eine vollkommen inkompetente, autoverrückte, das Recht nicht nur biegende, sondern tagtäglich (mit Billigung der obersten Landesbehörde) brechende Verwaltung zeigt einem nicht nur ungeniert, insgeheim fröhlich glucksend blaue Mittelfinger, sondern zieht auch einen endgültigen Schlussstrich unter das, was man als „Bürgerdialog“ oder auch Bürgerengagement verstehen könnte. „Stadt Pirmasens zieht Schlussstrich“ weiterlesen

„Radweg“-Buckel im Waschtal

Inzwischen bin ich ja nach fünf Jahren Sisyphos-Arbeit in Sachen Radverkehr ein alter Hase. Ich mache hier (meist) keine neuen Themen (mehr) auf, wenn absehbar ist, dass am Ende eh wieder nur Mist bei rumkommt; dann kann man das nämlich in einem Rutsch niederschreiben. Und die Pointe hat so auch etwas mehr an Wumms. Denn da war ja noch zum Beispiel die unendliche Geschichte mit den heftigeren Buckeln im Zuge des „Radwegs“ zwischen Münchweiler und Hinterweidenthal durch das Waschtal. Die VG Rodalben hat sich alle Mühe gegeben, erst ewig lange nichts zu tun – und am Ende dann wieder alles falsch. „„Radweg“-Buckel im Waschtal“ weiterlesen

Tempo-30-Zone: Anlieger frei

Tempo-30-Zonen sind bei Autofahrern ja nicht sonderlich beliebt. In Petersberg im Kreis Südwestpfalz hat es die Verbandsgemeindeverwaltung Thaleischweiler-Wallhalben geschafft, am nordöstlichen Beginn des Staffelhofer Weges ein Zusatzzeichen 1020-30 unter einem Zeichen 274.1 anbringen zu lassen. Das führt nach meiner Interpretation im Endeffekt dazu, dass Anlieger von der Tempo-30-Zonen-Regelung ausgenommen werden und für diese die innerorts üblichen 50 km/h als zulässige Höchstgeschwindigkeit gelten. ? Msdwgi. ? „Tempo-30-Zone: Anlieger frei“ weiterlesen

Freies Abbiegen in die Mühlgasse

Die Mühlgasse in Dahn bleibt (leider) weiterhin die einzige für den Radverkehr freigegebene Einbahnstraße im Kreis Südwestpfalz und den kreisfreien Städten Pirmasens und Zweibrücken. Seit einer Weile darf man jene immerhin auch ganz legal benutzen, denn auch die korrespondierenden Abbiege-Gebote in der Mühlgasse bzw. der Wieslauterstraße wurden durch ein Radverkehr frei ergänzt. Das geschah jedoch nicht in einem Rutsch, sondern etappenweise. Die sonstigen Mängel in der Beschilderung wurden von der zuständigen Verbandsgemeindeverwaltung Dahner Felsenland bzw. der Stadt Dahn immer noch nicht behoben. „Freies Abbiegen in die Mühlgasse“ weiterlesen

Tempo-10-Zonen sind unzulässig

Ich hatte leider noch keine Gelegenheit, die relativ seltenen Verkehrszeichen am Pirmasenser Exerzierplatz zu fotografieren, die an der südlichen Exerzierplatzstraße (Busbahnhof) vor einigen Jahren aufgestellt wurden. Es handelt sich dabei um „Tempo-10-Zonen“-Schilder. Ich hatte selbst nach meiner Recherche wegen der (inzwischen entfernten) „Tempo-50-Zonen„-Schilder am Zweibrücker Flughafengelände weiterhin das Gefühl, dass auch die Pirmasenser Exoten nicht der StVO entsprechen können – und eigentlich abgeordnet werden müssten. „Tempo-10-Zonen sind unzulässig“ weiterlesen

Alleinstehende Zusatzzeichen 1022-10

Es geht mir persönlich ja weiterhin nicht in den Kopf, dass auch im Zuge der anstehenden StVO-Novelle erneut keine quadratischen Radwegschilder in die StVO aufgenommen werden sollen. So bleiben den Straßenverkehrsbehörden insbesondere bei baulich nicht getrennten Hochbord- oder Parallelwegen (vor allem außerorts) weiterhin nur rechtlich fragwürdige Pinsellösungen, wie sie laut eines Hinweis eines Kommentierenden nun auch in der Homburger Straße in Zweibrücken auf den Boden gemalt worden sein sollen. In der Gegenrichtung findet man hier und da dann auch mal ein einsames Radverkehr frei. Wie beispielsweise in Kaiserslautern an einem freigegebenen Gehweg (was meiner Ansicht nach gar nicht möglich ist), bei Völkersweiler – und an der L 546 zwischen Kapsweyer und Schweighofen. „Alleinstehende Zusatzzeichen 1022-10“ weiterlesen

Sind ja nur Radfahrer…

…mit denen kann man ja (fast) alles machen. Auch auf benutzungspflichtig beschilderten Gemeinsamer Geh- und Radweg entlang von Vorfahrtstraße. An quasi jeder Einmündung irgendeiner Querstraße bauen wir dann aufwändige Schikanen und nehmen den Radfahrern mittels Vorfahrt gewähren die Vorfahrt – und den Vorrang nach § 9 (3) StVO. Warum…!? Was für eine blöde Frage: weil wir’s können! Dachte man sich wohl auch an der B 420 zwischen Kusel und Rammelsbach an der Einmündung der Industriestraße, als man den Radfahrern irgendwann die berüchtigten Vorfahrt gewähren vor die Nase stellte. Doch scheinbar verwirrte das den ein oder anderen rechtsabbiegenden Autofahrer so sehr, dass die Straßenverkehrsbehörde des Kreis Kusel all ihrer Kreativität freien Lauf ließ – und ein ganz individuelles Zusatzzeichen erfand! „Sind ja nur Radfahrer…“ weiterlesen

Überflüssige Stopschilder

Ich beobachte ja mehr oder weniger ständig, dass sehr viele Verkehrsteilnehmer immer wieder Stop-Schild missachten. Und Ja, ich tue das auch immer wieder mal, weil ich mir ehrlich gesagt etwas blöd vorkäme, zum Beispiel rechtsabbiegend an einer Stelle, an der ich schon während der Anfahrt meilenweit sehen kann, dass von links keiner kommt, auf Stillstand abzubremsen – und dann wieder neu anfahren zu müssen. Also genau das, was beim Radfahren am meisten Kraft kostet. Nun habe ich ja mit runden blauen und roten Schildern bereits mehr als genug zu tun. Aber ich hatte dann auch mal irgendwann im vergangenen Jahr die Kreisverwaltung Südwestpfalz gebeten, die Stop-Schild an der Einmündung der K 10 in die L 471 zu überprüfen. Im Januar musste ich nochmal dran erinnern. „Überflüssige Stopschilder“ weiterlesen

Französische „Grünwege“

Ich bin ja unheimlich gerne mit dem Rad in Frankreich unterwegs. Vor allem deshalb, weil es dort so gut wie überhaupt keine straßenbegleitenden Wegelchen gibt! Das Verkehrsklima ist dort auch um Welten entspannter, weil man nirgends in die Verlegenheit kommt, sich auf irgendeine fragwürdige schmale Piste neben einer Landstraße verpieseln zu müssen. Insbesondere fehlt damit auch jede Grundlage für Revierverhalten von Seiten der Autofahrer. Denn wo erst gar kein Wegelchen ist, ist man auch nicht automatisch in der Defensive, wenn man es mal (aus guten, haltbaren Gründen) nicht benutzt. Und wenn es in Frankreich dann doch mal ein Wegelchen neben einer Straße gibt, wird in den meisten Fällen eben keine Benutzungspflicht angeordnet, sondern auf quadratische Verkehrszeichen zurückgegriffen. „Französische „Grünwege““ weiterlesen

„Vorsicht! Extremes Gefälle!“

Im Beitrag zum „Radweg“ zwischen Saalstadt und Wallhalben hatte ich in einem Kommentar das obige Beitragsbild verlinkt, da es auch zwischen Saalstadt und Wallhalben zwei seltsame Hinweisschilder gibt. Eigentlich wollte ich dem (auch relativ jungen) HBR-Weg zwischen der Horbacher Mühle und Hermersberg schon vor einer Weile einen kurzen Beitrag widmen, bin aber bislang noch nicht dazu gekommen. Vermutlich hatte man hier auch Angst, gegen Denkmalschutzvorschriften zu verstoßen, wenn man das Radverkehr frei unter dem total vergammelten Verbot für Fahrzeuge aller Art samt Zusatzzeichen „Land- und forstwirtschaftlicher Verkehr frei“ anbringt? „„Vorsicht! Extremes Gefälle!““ weiterlesen