Aus dem Polizeibericht (Teil 23)

In Germersheim wird eine 49-jährige mal wieder “übersehen”. Ein Gemeinsamer Geh- und Radweg-Verkehrszeichen wird in Kaiserslautern von einem Autofahrer abgeräumt. Zwischen Wilgartswiesen und Rinnthal stürzt ein angetrunkener 68-jähriger auf dem vereisten B-10-Radweg schwer. In Freinsheim kollidiert ein angetrunkener 38-jähriger mit einem Fußgänger. Ebenfalls in Germersheim wird einer 69-jährigen die Vorfahrt genommen. Zwischen Rülzheim und Kuhardt fährt ein Radfahrer eine Fußgängerin auf einem Feldweg an. „Aus dem Polizeibericht (Teil 23)“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 22)

Eine Missachtung eines Stop-Schild bringt einem 19-jährigen in Pirmasens bei einem Unfall schwere Verletzungen ein. Bei Kaiserslautern macht ein Schwan neben dem Geh- und Radweg an der L 395 eine Pause. In Landau stürzt ein Radfahrer in einer Sackgasse in einem Gewerbegebiet ohne Fremdeinwirkung auf den Kopf. Ebenfalls in Landau wird einem Radfahrer die Vorfahrt genommen. Aufgrund eines Unfalls in Kaiserslautern, bei dem eine 78-jährige Autofahrerin eine Fußgängerin auf einer Fußgängerfurt anfährt, empfiehlt das Polizeipräsidium Westpfalz nun auch schon Fußgängern, “Überziehweste(n) in Signalfarbe” zu tragen. „Aus dem Polizeibericht (Teil 22)“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 20)

In Zweibrücken fährt am 1. Weihnachtsfeiertag ein 61-jähriger zwei 13-jährige auf einem Gehweg an, weil ihm deren zuvor gezeigte Wheelie-Kunststücke offenbar nicht gefielen. In Edenkoben befährt ein Pkw-Fahrer eine Einbahnstraße entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung und stößt dabei frontal mit einem 22-jährigen Radfahrer zusammen, der ihn noch warnen wollte. Mit 1,89 Promille fällt in Herxheim ein 35-jähriger besoffen vom Fahrrad. In Kaiserslautern erregt ein 25-jähriger Aufsehen, weil er in Militärklamotten durch die Stadt stiefelt – und beim Autofahren einen Helm trägt. „Aus dem Polizeibericht (Teil 20)“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 19)

Bei Klingenmünster rauscht ein 29-jähriger Smombie in ein Gebüsch, weil er während der Fahrt im Internet surfte. In Neustadt verunfallt ein 47-jähriger Geisterradler bei einer Fahrbahnquerung. Ein 16-jähriger Dunkel-Gehwegradler fliegt in Grünstadt über eine Motorhaube. Eine 74-jährige verletzt sich schwer, als sie in einer Landauer Nebenstraße vermutlich auf den Gehweg auffahren will. „Aus dem Polizeibericht (Teil 19)“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 14)

Im Meckenheim stirbt ein 62-jähriger sofort, als ihn ein Lkw überrollt. In Germersheim übersieht eine 11-jährige Schülerin mit dem Handy in der Hand ein Auto. In Thaleischweiler-Fröschen verursacht ein 45-jähriger Einbahnstraßenradler einen Unfall mit einem Pkw. Die Polizeidirektion Kaiserslautern bemängelt die missbräuchliche Nutzung von Wirtschaftswegen im Raum Lauterecken als Umleitungsumfahrungen, stellt es aber irgendwie so hin, als seien hier Radfahrer das Hauptproblem. „Aus dem Polizeibericht (Teil 14)“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 11)

In Kaiserslautern stürzt ein 24-jähriger Radfahrer, nachdem er einen Bordstein touchiert. Weil er sich dabei am Kopf verletzt, ohne einen Helm getragen zu haben, kann sich das Polizeipräsidium ein hämisches “ätschibätsch” mal wieder nicht verkneifen. Ebenfalls in Kaiserslautern wird ein 67-jähriger von einem Autofahrer gestreift und stürzt dabei. In Königsbach bei Neustadt (Weinstr.) kollidiert ein 77-jähriger mit einem entgegenkommenden LKW. Und wieder in Kaiserslautern wird eine 49-jährige auf der Furt vor der Panzerkaserne angefahren. Am 22. Oktober fand in Landau eine Dunkelradlerkontrolle statt. „Aus dem Polizeibericht (Teil 11)“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 5)

In Maikammer rauscht ein Radfahrer in einen Linienbus und begeht Unfallflucht. In Rohrbach bei Landau fährt ein 13-jähriger Rennradfahrer in ein geparktes Auto – und muss sich dafür, dass er keinen “Radhelm” trug, von der Polizei verhöhnen lassen. In Edenkoben fährt ein 12-jähriger auf dem Gehweg in ein aus einer Grundstücksausfahrt kommendes Auto. In Pirmasens wird ein betrunkener, unbeleuchteter Radfahrer kontrolliert, als er auf der falschen Fahrbahnseite herumtorkelt. Auf der Autobahnbrücke bei Vogelbach stürzt ein Mountainbiker wegen einer abgesprungenen Kette schwer. „Aus dem Polizeibericht (Teil 5)“ weiterlesen

Pedelec-Fahrer auf nasser Fahrbahn gestürzt

Pressemeldung der PD Landau vom 26. August 2018:

Edenkoben (ots) – Aufgrund nasser Fahrbahn stürzte gestern Morgen (25.08.2018, 11 Uhr) in der Weinstraße ein 60-jähriger Mann mit seinem Pedelec und zog sich Verletzungen im Gesicht zu. Er musste in ein Krankenhaus gebracht werden. In dem Zusammenhang ein Hinweis der Polizei: Fahrräder mit Elektromotorunterstützung erreichen spielend eine höhere Geschwindigkeit als herkömmliche Fahrräder. Dies erfordert nicht nur für die Pedelecfahrer, sondern auch für die anderen Verkehrsteilnehmer um sie herum eine notwendige Umgewöhnung. Das Tragen eines Helms ist momentan kein ” Muss”. Allerdings ist ein solcher Schutz mehr als nur empfehlenswert. Im Falle eines Unfalls sollte gerade der Kopf bestmöglich vor Einwirkungen geschützt werden. Achten Sie auf das europäische Prüfsiegel DIN EN 1078 CE, das gute Helme auszeichnet.

Schade…! Da hatte ich mit dem Herrn Baron grade erst eine sehr angenehme Konversation bzgl. dieser Radfahrer-Gefährdung hier geführt, er lieferte mir sogar noch einige Fotos die Beschilderung betreffend.

Und nun serviert der uns hier einen regelrechten Werbeprospekt für den Erwerb “guter Helme”. Anstatt betagten Pedelecfahrern eher mal Fahrtechnik-Kurse zu empfehlen. Und das auch noch bei einem Unfall, bei dem ein 60-jähriger Verletzungen im Gesicht erlitten hat. Also genau jenen Bereich des Kopfes, den handelsübliche Radhelme sowieso überhaupt nicht schützen können! Im Gegenteil können da grade wegen des Überstands noch Hebelwirkungen zu schwereren Verletzungen führen…

Außerdem ist die Aussage, dass man mit Pedelecs “höhere Geschwindigkeiten” als mit anderen Rädern erreicht, in dieser Pauschalität schlicht falsch. Ein “normales” Pedelec darf max. bis 25 km/h unterstützend wirken. Diese Geschwindigkeit mag zwar für einen Untrainierten unerreichbar erscheinen – sie ist es aber nicht. Ich kenne genügend Rentner, die auf ihren Rennrädern immer noch locker 25 oder 30 km/h in der Ebene schaffen! Auch mit dem MTB ist das mit etwas Schmackes in den Beinen keine “hohe Geschwindigkeit”!

Und ganz absurd wird es, wenn man sich vergegenwärtigt, dass wir hier in einer topographisch abwechslungsreichen Region leben – wo es unzählige mehr oder weniger steile und lange Gefällstrecken gibt, auf denen man allein mit Hilfe der Erdanziehungskraft auch mit dem Hollandrad Geschwindigkeiten von > 40 km/h erreichen kann!

Fahrbahnradeln verhindert Schlimmes

Radhelmwerbung Pressemeldung der PD Landau vom 22. August 2018:

Germersheim: Fahrradhelm verhindert Schlimmeres

Germersheim (ots) – Leichte Verletzungen zogen sich ein 65-jähriger und ein 66-jähriger Fahrradfahrer bei einem Verkehrsunfall auf einem Fahrradweg im Industriegebiet zu. Beim Überholvorgang des 66-Jährigen kam es zu einer Berührung, durch die beide Fahrradfahrer zu Boden stürzten. Der Überholende zog sich mehrere Schürfwunden am Arm und eine Risswunde am Bein zu. Der 65-Jährige fiel auf den Kopf und erlitt diverse Prellungen. Er wurde zur weiteren Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.

Keine Ahnung, wo dieses Industriegebiet liegt; vermutlich im Bereich des Rheinhafens. Ich verstehe nicht, warum die Polizei es nicht gebacken kriegt, in den Pressemeldungen stets den genauen Unfallort zu benennen? Das Wegelchen wird mit Sicherheit mal wieder deutlich zu schmal gewesen sein, mit den entsprechenden Folgen. Aber anstatt den gefährlichen Unsinn der Separierung zu hinterfragen, nutzt man einen derartigen Unfall mal wieder ganz dreist für Fahrradhelm-Werbung!

Glücklicherweise trugen beide Unfallbeteiligten einen Fahrradhelm, der schwerere Verletzungen verhinderte.

Sowas nennt sich “Behauptung ohne Beleg”. Und hat in einer Pressemeldung der Polizei nix verloren!

Radhelmpropaganda der PD Neustadt

Uaaaargh. Ich hätte die tägliche Polizeiberichtlektüre wohl doch nicht auch auf die PD Neustadt ausdehnen sollen…!

Pressemeldung der PD Neustadt (Weinstraße) vom 11. Juli 2018:

Neustadt/Weinstraße (ots) – Am Mittwoch, 11.07.2018, gegen 20:00 Uhr fuhr eine Rennradgruppe vom Hambacher Schloß Richtung Neustadt/ Zentrum. Einer der Fahrer, ein 26 Jahre alter Mann aus dem Rhein-Pfalz-Kreis, kam im Römerweg, auf abschüssiger Strecke, in einer Rechtskurve, alleine ins Schlingern und stürzte unglücklich nach Vorne. Kopf und Oberkörper schleiften über die Straße, der Fahrer erlitt dabei schwere Verletzungen im Kopf- und Oberkörperbereich, diese schienen aber nach ersten Erkenntnissen nicht lebensbedrohlich zu sein. An dem Helm konnten Brüche und Schleifspuren an der Oberfläche der Helmschale festgestellt werden, die Innenschale selbst war aber unbeschädigt. Ohne den schützenden Helm wären die Verletzungen im Kopfbereich um einiges schlimmer, wenn nicht sogar direkt tödlich gewesen. Der Rennradfahrer wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

Da brechen mal wieder alle Dämme…! Was die PD Neustadt nicht alles zu wissen glaubt – hier wird ohne jede Hemmung aufs Wildeste spekuliert. Meiner Ansicht nach hat der “Radhelm” hier völlig versagt!

Aber das ist ja die übliche Masche:

  • Trägt jemand keinen Helm und erleidet keine Kopfverletzungen, wird beides nicht erwähnt.
  • Trägt jemand keinen Helm und erleidet Kopfverletzungen, wird es erwähnt – und er ist selber Schuld.
  • Trägt jemand Helm und erleidet keine oder nur leichte Kopfverletzungen, wird behauptet, der Radhelm habe gewirkt und mindestens schwere Kopfverletzungen verhindert bzw. dem Radfahrer sogar das Leben gerettet.
  • Trägt jemand Helm und erleidet (trotzdem schwere) Kopfverletzungen, ist das etwa kein Beweis für dessen Versagen – sondern der Beleg dafür, dass die Verletzungen ohne garantiert noch viel schlimmer gewesen wären!
  • Trägt jemand Helm und stirbt trotzdem… achwas – sowas ist doch völlig unmöglich!

Ich kenne die Abfahrt vom Hambacher Schloss. Es geht dort ziemlich steil runter, dazu noch in einem Wohngebiet. Wahrscheinlich fuhr die Gruppe mit unangepasster Geschwindigkeit. Und der Radler machte wahrscheinlich auch deshalb einen “Köpper”, weil er (wie etwa 95 % der Rennradfahrer) unvernünftigerweise Click-Pedale verwendete.