Aus dem Polizeibericht (Teil 9)

In Landau kollidiert mal wieder ein Gehwegradler auf einer Kreuzung mit einem Auto. In Bad Dürkheim wird ein 7-jähriger auch Opfer einer angeordneten Radwegbenutzungspflicht in einer Tempo-30-Zone. Beim Hochstellerhof in der Südwestpfalz rutscht ein Pedelecfahrer auf einem feuchten Gemeinsamer Geh- und Radweg aus. Unfallflucht begeht ein Gehwegradler in Sarnstall, nachdem er ein parkendes Auto wohl in Folge eines Sturzes beschädigt hat. Im Wald bei Bad Dürkheim stürzt erneut ein Mountainbiker. Ein angetrunkener, 19 Jahre alter Smartphone-Zombie knallt in Altenglan in ein stehendes Fahrzeug. „Aus dem Polizeibericht (Teil 9)“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 8)

In der Abfahrt von Eulenbis nach Weilerbach fliegt eine 26-jährige über ein unvermittelt anhaltendes Auto. Bei Jockgrim stürzt ein besoffener Radfahrer auf einen Wirtschaftsweg. In Bad Dürkheim wirft die Polizei eine Woche lang ein Auge auf Dunkelradler. Eine 71-jährige wurde in Hütschenhausen angefahren, als sie ihr Rad vor der Ausfahrt eines Supermarktes geschoben hatte. In Kaiserslautern prallt ein 18-jähriger auf ein bei grüner Ampel anhaltendes Auto. In Gries fuhr ein 11-jähriger auf ein hinter einer Einmündung geparktes Auto. Bei Wattenheim kommt es beim Überholen eines Radfahrers zu einem Streifunfall zwischen zwei Pkw. „Aus dem Polizeibericht (Teil 8)“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 7)

Bei Rumbach stürzt ein Motorradfahrer auf feuchter Fahrbahn. In Bad Dürkheim wird ein Radfahrer mit 2,34 Promille aus dem Verkehr gezogen. Eine 78-jährige fährt in Mußbach bei Neustadt ohne zu kucken über eine Kreuzung und kollidiert mit einem Pkw. In Landau verunglückt mal wieder ein Geisterradler. Im Wald bei Bad Dürkheim stürzt ein Mountainbiker nach einem Sprung und verletzt sich trotz Radhelm schwer am Kopf. In Meisenheim kündigt die Polizei an, demnächst „den Verkehr gefährdende“ Einbahnstraßenradler zu kontrollieren. „Aus dem Polizeibericht (Teil 7)“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 6)

Tja, da hatte ich mich die ganzen Monate über gefragt, warum eigentlich in Kaiserslautern scheinbar kaum Radfahrerunfälle passieren…!? Denn in den Pressemeldungen der Polizeidirektion Kaiserslautern tauchten immer nur selten welche auf – und die stets aus dem Umland. Über einen Hinweis im Radverkehrsforum wurde ich dann auf eine besonders absurde PM des Polizeipräsidiums Westpfalz vom 4. Oktober aufmerksam. Doch mehr hierzu in den zusammengetragenen Pressemeldungen des Polizeipräsidiums seit dem 1. September 2018. Den Rest hole ich bei Gelegenheit zumindest Stichpunktartig noch nach. „Aus dem Polizeibericht (Teil 6)“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 5)

In Maikammer rauscht ein Radfahrer in einen Linienbus und begeht Unfallflucht. In Rohrbach bei Landau fährt ein 13-jähriger Rennradfahrer in ein geparktes Auto – und muss sich dafür, dass er keinen „Radhelm“ trug, von der Polizei verhöhnen lassen. In Edenkoben fährt ein 12-jähriger auf dem Gehweg in ein aus einer Grundstücksausfahrt kommendes Auto. In Pirmasens wird ein betrunkener, unbeleuchteter Radfahrer kontrolliert, als er auf der falschen Fahrbahnseite herumtorkelt. Auf der Autobahnbrücke bei Vogelbach stürzt ein Mountainbiker wegen einer abgesprungenen Kette schwer. „Aus dem Polizeibericht (Teil 5)“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 4)

In Landau wurde einer besoffenen und unbeleuchteten Einbahnstraßenradlerin die Luft aus den Reifen gelassen. Bei Rhodt stürzt eine Rentnerin aus NRW ohne Fremdeinwirkung vom Rad. Weil er von seiner schlecht funktionierenden Gangschaltung abgelenkt wurde, fuhr in Rülzheim ein Radfahrer gegen ein geparktes Auto. In Neustadt an der Weinstraße fuhr eine Pkw-Fahrerin einem abbiegenden Radfahrer gegen die ausgestreckte Hand und verlässt ohne Angabe ihrer Personalien den Unfallort. In Freinsheim stürzte ein Radfahrer aufgrund eines Krampfanfalls. „Aus dem Polizeibericht (Teil 4)“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 3)

In Maikammer wurde ein 18-jähriger vom Rückspiegel eines Hyundai gestreift. In Bornheim missachtete ein 12-jähriger Radfahrer in einer Wohnstraße die Vorfahrt einer 66-jährigen Pedelec-Nutzerin. In Landau stürzte eine 63-jährige in einer Parkanlage mit ihrem nagelneuen Trekkingrad. Bei Lingenfeld überholte ein Rollerfahrer einen Radfahrer auf einem eigenständigen Geh- und Radweg und kollidierte dabei mit einer Fußgängerin. Am 16. September verstarb ein Motorradfahrer im Faunertal durch Kollision mit einer Leitplanke ohne Unterfahrschutz. „Aus dem Polizeibericht (Teil 3)“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 2)

Heute alles unter dem Motto: Blinde am Steuer – und Lenker!

Ein 66-jähriger fuhr in Neustadt eine 70-jährige Gehwegradlerin bei der Ausfahrt aus einem Parkplatz an. Im Kreisverkehr bei Maikammer „übersah“ ein 21-jähriger einen Radfahrer. Ebenfalls „übersehen“ hat ein linksabbiegender Kleintransporter-Fahrer einen Radfahrer auf der B 420 bei Kusel. In Ramstein-Miesenbach nahm ein Radfahrer eine rote Ampel nicht wahr, stieß in der Folge mit einem Pkw zusammen und wurde dabei schwer verletzt. „Aus dem Polizeibericht (Teil 2)“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 1)

Ich nutze mein Betriebssystems-Upgrade-Debakel einfach mal, um eine kleine Änderung in der Blogstruktur vorzunehmen. Anstatt für (fast) jede Meldung zu Radfahrerunfällen im „Presseportal“ der regionalen Polizeidirektionen einen eigenen Beitrag zu eröffnen, fasse ich zukünftig mehrere gesammelte Berichte in einem Artikel zusammen. Die richtig schweren Unfälle werden weiterhin in einem eigenen Artikel kommentiert.

In Jockgrim wurde einem Betrunkenen sein Rad angeschlossen. Eine weitere Betrunkene 57-jährige stürzte in Contwig auf dem Rückweg vom „Feinkost Albrecht“. Bei Edenkoben missachtete ein 79-jähriger die Vorfahrt eines Motorradfahrers. In Edesheim wird ein Zebrastreifenradler der Unfallflucht verdächtigt und in Bad Dürkheim kam es zu einem Streit mit Gewaltandrohung zwischen einem Gehwegradler und einem Gehwegparker. „Aus dem Polizeibericht (Teil 1)“ weiterlesen

Tödlicher Radwegunfall in Steinfeld

Pressemeldung der PD Landau vom 7. September 2018:

Steinfeld (ots) – Am Donnerstagmorgen ereignete sich um 08.35 Uhr an der sogenannten Steinfelder Kreuzung am nördlichen Ortsausgang von Steinfeld, Lkrs. Südliche Weinstraße, ein Zusammenstoß zwischen einem Linienbus und einem Radfahrer. Der 79jährige Radfahrer befuhr den Radweg entlang der L 546 in Richtung Schweighofen. Er wurde im Kreuzungsbereich durch den in Richtung Bahnhofstrasse fahrenden Linienbus erfasst. Der Radfahrer stürzte infolge der Kollision auf die Fahrbahn. Er wurde mit schweren Kopfverletzungen in eine Karlsruher Klinik eingeliefert, wo er im Verlauf des Nachmittags verstarb. Sowohl der Linienbus als auch das Fahrrad wurden polizeilich sichergestellt. Die Ermittlungen zum Unfallablauf dauern an. Ein kraftfahrzeugtechnischer Gutachter wurde zur Rekonstruktion des genauen Unfallgeschehens eingeschaltet.

Zeugen des Unfalls werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Bad Bergzabern unter Tel. 06343-9334-0 zu melden.

Ich kenne diese Stelle mehr als gut und wollte sie schon mehrfach der Straßenverkehrsbehörde des Kreises Südliche Weinstraße melden, weil sie äußerst unübersichtlich und ein äußerst mieses Beispiel für gefährliche Radwegeinfrastruktur ist – und die Benutzungspflichten schleunigst aufgehoben gehören! Ich ignoriere den Weg auch daher quasi immer. Es stehen dort auch nicht einmal überall blaue Schilder; der Blick aus Gegenrichtung (der Radfahrer befuhr den Weg also innerorts, linksseitig) zeigt, dass dort teilweise die uralten Ausgaben des Z 244 von vor 1992 stehen.

Der Unfallbericht ist etwas undeutlich – so ist mir nicht klar, wieso der Busfahrer hier wohl in die Bahnhofstraße einfahrend den Radfahrer „übersah“? Das macht nur Sinn, wenn jener aus dieser ausfuhr und die Furt querte. Aus allen anderen Richtungen hätte er jenen (von Weitem) sehen müssen. Die Linie 544 verläuft im Bereich Steinfeld wie auf dieser OSM-Karte eingezeichnet auch mit alternativer Route Richtung Niederotterbach.

Der Bus kann also ansonsten den Radfahrer hier nur beim Linksabbiegen (von Schaidt kommend) oder dem Geradeausfahren von der L 545 kommend (nach Halt am Stop-Schild) „erfasst“ haben. Ich werde daher bei der zuständigen Pressestelle noch einmal nachhaken.

Festzuhalten bleibt: Auch dieser Mann starb, weil er an die Sicherheit von (linken) Radwegen glaubte! Und weil unzählige Straßenverkehrsbehörden seit über 20 Jahren ihren Bestand an blauen Schildern nicht im vorgeschriebenen Turnus von 2 Jahren, sondern einfach gar nicht überprüfen!

Update 12. September

Meine Bitte um Information, in welche Richtung der Bus eigentlich fuhr, wurde von der Polizeiinspektion Bad Bergzabern folgendermaßen abgebügelt:

die Polizei ist nicht befugt, Ihnen zu dem Verkehrsunfall Auskunft zu erteilen.

Wenden Sie sich in der Sache bitte an die zuständige Staatsanwaltschaft in Landau und wegen der Beschilderung des Radweges an die Verkehrsbehörde der KV Südliche Weinstraße.

Wir bitten um Ihr Verständnis und verbleiben mit freundlichen Grüßen.

Ja, Sie haben mein vollstes Verständnis! Denn wo kämen wir hin, wenn jeder dahergelaufene Blogger Dinge von öffentlichem Interesse erfahren möchte. So sieht sie halt aus, die moderne Öffentlichkeitsarbeit der Behörde Polizei Rheinland-Pfalz im Jahre 2018…!

Update 1. Oktober 2018

Ich hatte die Straßenverkehrsbehörde des Kreis Südliche Weinstraße auf die gefährliche, nicht mehr zeitgemäße Beschilderung hingewiesen. Man antwortete mir am 17. September folgendermaßen:

vielen Dank für den Hinweis.

Der Weg im Bereich Steinfeld stand schon länger auf unserer Agenda.

Daher wurde bereits mit Anordnung vom 14. August die Benutzungspflicht (sofern sie auf Grund der unzureichenden Beschilderung überhaupt noch bestand), aufgehoben.

Leider hat dies den Unfall von Anfang September nicht verhindert, wobei dieser Unfall als eher untypischer Kreuzungsunfall an fahrbahnbegleitenden Radwegen angesehen werden muss.

Der Bus kam von der gegenüberliegenden Seite, so dass hier eigentlich ausreichende Sicht vorhanden gewesen sein müsste. Weiteres bleibt aber den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft vorbehalten.

Im weiteren Verlauf bis zum Bahnhof Schaidt ist der Weg nicht benutzungspflichtig.

Zwischen dem Windhof und Schweighofen besteht kein fahrbahnbegleitender Weg.

Der Weg zwischen Schweighofen und Kapsweyer muss noch überprüft werden.

Die Schilder hingen am Tag des Unfalls aber wohl noch. Ansonsten wäre der Radfahrer auf dem Gehweg bzw. mit viel Wohlwollen auf einen „anderen Radweg“ gefahren. Warum der Busfahrer mit Vollgas die Kreuzung überquerte und nicht auf den Radfahrer achtete, könnte u. U. damit zusammenhängen, dass er wegen herannahenden Verkehrs halt schnell über die Kreuzung drüber wollte.

Nebenbei könnte man dort auch endlich mal die Ortstafeln den Bestimmungen der VwV gemäß entlang der L 546 aufstellen.