B 10: Die „Grundsätze 2020“

Gestern erhielt ich mal wieder Post in Sachen B 10, dieses Mal von der VG Hauenstein. Jene hatte ja – erstmals – auf Basis einer parlamentarischen kleinen Anfrage der grünen Landtagsabgerodneten Blatzheim-Roegler – die „Grundsätze 2008“ entdeckt und deren Anwendung im Zuge des zuletzt von mir erneut dokumentierten „Radwegs“ zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein beantragt. Wie nicht anders zu erwarten war, wurde jener Antrag vom BMVI zurückgewiesen. Dabei berief sich Andi Scheuers „Fachpersonal“ auf genau den realitätsfernen Blödsinn, den man mir erst vor einer Weile, nach der erneuten Aufforderung, sich endlich mit meiner Fach- und Rechtsaufsichtsbeschwerde vom 07.11.19 in einer angemessenen Weise zu befassen, kurz vor Weihnachten mitgeteilt hatte. „B 10: Die „Grundsätze 2020““ weiterlesen

Coronoia: – 306 Kommentare

Im Nachhinein fasse ich es als Auszeichnung auf, niemals so wirklich der teils totalitären bis reaktionären „Radverkehrsbubble“ angehört zu haben. Immer, auch in diesem Bereich mein eigenes Ding gemacht zu haben. Mich gerade auch hier nicht verbogen zu haben – und bspw. im Sinne fauler Kompromisse Schrottradwege zumindest für genau die Gruppen zu akzeptieren, die auf diesen immer wieder totgefahren werden. Meinen radikalen Schwenk zur beißenden Gesellschaftskritik im Zuge des Corona-Putsches haben mir die wenigen, die mich bis dato zumindest per Beteiligung durch Kommentare unterstützt hatten, ja nicht verziehen. Auch nicht ein Kommentator, der mich nun die Tage bat, seine „personenbezogenen Daten“ in meinem Blog zu löschen. Aus den naheliegenden Gründen. „Coronoia: – 306 Kommentare“ weiterlesen

Coronoia: Freiheits-Schmarotzer

Heute ging es mit dem Rennrad raus an die Weinstraße, um mich dort mit einem hier gelegentlich Kommentierenden zu treffen. In den letzten Tagen sah ich leider wieder ziemlich viele Maskenzombies; vor allem jene, die in Rudeln an Bushaltestellen, vor Banken oder Apotheken herumstanden. Aber es begegnet mir eben auch immer wieder „alte Normalität“: Spielende Kinder und Eltern auf einem Spielplatz, eine größere Gruppe Rennradfahrer (bestimmt 30 Leute), hier und da auch größere und kleinere Gruppen Jugendlicher. Auch ganz „rebellisch“ waren die mit mehreren Autos angereisten jungen Erwachsenen, die ich hier am Rande der Stadt auch in den vergangenen Jahren immer wieder mal gegen Abend gesehen habe. Auch heute saßen sie in geselliger Runde von ca. 10 Leuten auf ihren mitgebrachten Klappstühlchen und genossen den milden Februarabend. Schön. Andererseits: Sehr viele „Corona-Leugner“ riskieren seit Wochen und Monaten ihre gesamte Existenz, damit ihr das irgendwann mal wieder „legal“ machen dürft. „Coronoia: Freiheits-Schmarotzer“ weiterlesen

Coronoia: Fels der Freiheit

Nachdem sich das monatelange Scheißwetter in der Pfalz endlich beruhigt hat, konnte ich in den letzten drei Tagen meine tägliche Runde tatsächlich mal wieder mit dem Rennrad absolvieren. Vorgestern, gegen Ende meiner Tour durch den Pfälzerwald, sah ich oberhalb eines Dorfes auf einem Aussichtsfelsen eine Gruppe von ca. 5 bis 7 Jugendlichen, die die Gemeinschaft und die Abendsonne genossen. Früher hätte ich mir darüber keine Gedanken gemacht. Aber heute, in diesen absolut unmenschlichen Zeiten, freut einen sowas; selbst als Eremit. Dass es auch noch junge Leute gibt, die „rebellisch“ sind; die Wege finden, um sich zu treffen. Auch wenn sie vielleicht nicht den Mumm haben, öffentlich dafür einzustehen und zu kämpfen, damit sie das eben nicht mehr heimlich tun müssen. Übrigens ein Grund mehr, warum das Leben auf dem Land m. E. viel humaner ist, als in einer großstädtischen Legebatterie. „Coronoia: Fels der Freiheit“ weiterlesen

Die Anordnung zum Ixheimer Kreisel

Am 28. November hatte ich gegenüber der Beigeordneten, die mir bis heute keinen (maulkorbfreien) Gesprächstermin am Ixheimer Kreisel angeboten, aber mehrfach Interesse geheuchelt hat, wiederholt beantragt, die Stadt Zweibrücken möge mir endlich die verkehrsbehördliche Anordnung zum neuen Kreisel-Wahnsinn in Ixheim übermitteln. Es war erneut nötig, mich zwei Mal beim LfDI zu beschweren, ehe man mir jene gestern per e-mail übermittelt hatte. Inhaltlich wurde ich natürlich nicht enttäuscht, denn die „Begründung“ ist an Lächerlichkeit kaum mehr zu überbieten. Interessant ist hierbei vor allem auch der mit „Corona“ im Zusammenhang stehende chronologische Ablauf, der ebenfalls von meiner Seite nur als Stinkefinger bewertet werden kann. „Die Anordnung zum Ixheimer Kreisel“ weiterlesen

Coronoia: Murmeltiertag 39.0

Ich würde mich hier, in meiner kleinen, virtuellen Eremiten-Höhle, ja auch unheimlich gerne auf so eine derart grandios-nihilistische Art und Weise wie der Pestarzt über Alltägliches auskotzen. Im Strahl. Gelingt mir eher selten. Mein total langweiliges Leben zwingt mich auch nicht dazu, mich, als assimilierte Schlips-Drohne verkleidet habender Punk in einem Borgwürfel arbeitend, über all die Widrigkeiten zu beklagen, die so ein 9-to-5-Bullshitjob halt zwangsläufig mit sich bringt. Außerdem lebe ich auch nicht in so einem fancy, von Fahrrad-Nazis und schwäbischen Latte-Macchiato-Helikoptermüttern mit Doppelnamen okkupierten, hochpolitischen Berliner Stadtteil wie Prenzlberg, sondern in einem ruinösen Städtchen in der Hinterpfalz, wo man die Menschen heute, circa 30 Jahre nach dem Zusammenbruch der Schuhindustrie immer noch „Schlabbeflicker“ nennt. Mit Diversifizierung haben wir es hier, in der konservativen Pfalz, auch nie so wirklich gehabt. „Coronoia: Murmeltiertag 39.0“ weiterlesen

Hochstadt: Sattelzug kippt auf „Radweg“

Pressemeldung (mit Foto) der PD Landau vom 29. Januar 2021:

Landau (ots). Ein ungarischer Kraftfahrer befuhr mit seinem Sattelzug die B 272 von Hochstadt kommend in Fahrtrichtung Essingen. Kurz vor der dortigen Ampelkreuzung geriet der Fahrer vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit in Verbindung mit stärkeren Windböen (Seitenwind) zunächst in den Seitenstreifen, verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam anschließend nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Sattelzug, beladen mit 11 Tonnen Reifen, kippte zur rechten Seite um und kam auf dem angrenzenden Radweg zum Liegen. Der Fahrer blieb unverletzt und konnte sich selbstständig aus seinem Fahrzeug befreien. Glücklicherweise waren zum Unfallzeitpunkt keine Radfahrer oder Fußgänger auf dem Radweg unterwegs. Durch die freiwillige Feuerwehr mussten vor Ort auslaufende Kraftstoffe gebunden werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 50000 Euro. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die B 272 in Bereich Hochstadt voll gesperrt werden. Die Bergungsarbeiten werden vermutlich noch bis in den Abend hinein andauern. Mit Verkehrsbeeinträchtigungen auf diesem Teilstück der B272 ist zu rechnen.

Genau genommen handelt es sich hier um keinen „Radweg„, sondern um einen nicht benutzungspflichtigen, parallelen Feldweg. An der Einmündung Gemarkstraße ist das Ding mit einem uralten Verbot für Fahrzeuge aller Art mit einem komplett unleserlichen Zusatzzeichen beschildert und hat davor auch jeweils ein Vorfahrt gewähren stehen. Ich stelle hier demnächst mal eine Sammlung derartiger „UFO“-Landungen zusammen. Irgendwann wird bei sowas auch mal ein Radfahrer getötet.

Planfeststellungsverfahren Bachbahn

Der LBM Rheinland-Pfalz hat auf seiner Internetseite zu den aktuell laufenden Planfeststellungsverfahren die Dokumente zum »Planfeststellungsverfahren für den Bau des Bachbahnradweges zwischen Weilerbach und Otterbach in den Gemarkungen Weilerbach, Rodenbach, Siegelbach, Erfenbach und Otterbach« veröffentlicht. Die Planunterlagen liegen gem. Bekanntmachungstext (pdf, 22 KB) noch bis einschließlich 24. Februar 2021 in drei Behörden aus; natürlich wegen der „Corona-Maßnahmen“ nur in eingeschränkter Weise. Abgesehen von kürzeren Abschnitten soll die östliche Trasse der Bachbahn komplett in einen „Radweg“ umgewandelt werden. Interessant ist auch hier, dass das für die Problematik an der B 10 äußerst relevante Wörtchen „Widmung“ in keinem der relevanten Dokumente auftaucht. Baulastträger soll auch nicht das Land, sondern sollen die einzelnen Gemeinden werden. „Planfeststellungsverfahren Bachbahn“ weiterlesen

Mogelpackung „Pendlerradrouten“

In den letzten Tagen tauchten in meinem RSS-Feed der Pressemitteilungen des LBM Rheinland-Pfalz auch zwei weitergeleitete Nachrichten des MWVLW auf. Eine davon berichtete über die Planungen, zwischen Kaiserslautern und Landstuhl eine sogenannte „Pendlerradroute“ einzurichten. Ich schiebe dieses Thema schon länger vor mir her und habe es auch deshalb in meinem Blog nie thematisiert, weil ich diese hohle Propaganda-Hülse nicht dadurch aufwerten will, dass ich ihr meine Aufmerksamkeit widme und mich nicht als Multiplikator für diesen PR-Bullshit hergebe. Ich wurde während meiner Zeit im Finanzamt nach juristischen Maßstäben ausgebildet. Und daher zählt für mich nur noch das, was rechtlich relevant ist; also in irgendeiner Rechtsnorm verankert ist. Und nicht nur in irgendwelchen unverbindlichen Broschüren einer in Wahrheit vollkommen radverkehrsfeindlichen Regierung eines Bundeslandes steht. „Mogelpackung „Pendlerradrouten““ weiterlesen

Coronoia: Vernunft

Einer der vielen Begriffe, welcher seit Monaten im orwell’schen Sinne regelrecht gegangbangt wird, ist jener der Vernunft. Was in diesen Zeiten nicht alles vernünftig ist? Zuhausesitzen – gar superheldenhaft. Lohnarbeiten. Schlafen. Sich „testen“ und „impfen“ (gentherapieren) lassen. Und das war es dann eigentlich schon. Vollkommen unvernünftig ist es, zusammen zu wandern. So, wie die sechs Personen umfassende, sicher nicht aus dem selben Hausstand stammende Gruppe, die mir am Sonntag auf einem Waldweg entgegenkam. Auch nicht demselben Hausstand entstammten die drei Mountainbiker, die ich auf einem Parkplatz ihre Räder aus ihren Autos laden sah. Und auch die anderen vier Mountainbiker, die mir, mich grüßend, in einem Dorf entgegenradelten, waren sicher keine Bewohner einer WG, die in Etagenbetten schlafen. Mein Bild wird draußen eigentlich immer wieder bestätigt: In der Natur treffe ich fast nur auf „Widerständler“. „Coronoia: Vernunft“ weiterlesen