Innerorts oder Außerorts?

Ich hatte ja grade erst die „gewachsene“ Baustellenbeschilderung in der Weiherstraße in Eppenbrunn thematisiert. Schon am 10. Juli 2017 hatte ich die Kreisverwaltung Südwestpfalz darauf hingewiesen, dass die Benutzungspflicht per Zeichen 240 StVO (dazu noch in beide Richtungen) hier meiner Ansicht nach nicht gerechtfertigt ist und bat um Überprüfung. Am 25. Juli teilte mir die Sachbearbeiterin mit, dass man das Anliegen zuständigkeitshalber an die Verbandsgemeinde Pirmasens-Land weitergeleitet hätte. Grund ist die Lage des Sonderweges innerhalb der geschlossenen Ortschaft von Eppenbrunn. „Innerorts oder Außerorts?“ weiterlesen

Die Spitzkehre am Martelbach

Am ersten richtig schönen Frühlingssonntag des Jahres (am 8. April) stürzte eine Radfahrerin auf dem „Radweg“ zwischen Trulben und Eppenbrunn. Ich war zufällig dort unterwegs, als der Notarzt eintraf. Im kurzen Bericht dazu hatte ich ja erwähnt, dass ich diese kritische Stelle bei Gelegenheit mal dokumentieren werde. Dies sei hiermit erledigt! 😉 „Die Spitzkehre am Martelbach“ weiterlesen

Schilderwachstum in Eppenbrunn

Am Karfreitag (30. März) kamen mir auf meiner Tour in Eppenbrunn ein paar temporäre Verkehrszeichen im wahrsten Sinne des Wortes in die Quere. Dort gibt es in der Weiherstraße (noch) einen vollkommen überflüssigen, innerhalb der geschlossenen Ortschaft liegenden, in beide Richtungen mit Zeichen 240 StVO beschilderten Geh- und Radweg auf Hochbord. Vor den lebensgefährlichen Schrecken der Fahrbahn wird man jedenfalls nur auf circa 350 Metern bewahrt; dann muss man sich wieder todesmutig und völlig ungeschützt auf die Landstraßen des Pfälzerwaldes begeben. 😉 „Schilderwachstum in Eppenbrunn“ weiterlesen

Alltagserlebnisse (Teil 29)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Überholmanöver (54 & 55 – bis ca. 67)

Was am sonnig-warmen 17. April auf den Straßen zwischen Zweibrücken und der Nordpfalz in Sachen zweifelhafter Überholvorgänge los war, toppte irgendwie alles bislang dagewesene. Es waren auf den 119 km schlicht zu viele, um sie sich alle merken zu können. 🙁 Stellvertretend für viele Engüberholer erwähne ich daher nur die Fahrer eines Tanklasters und eines VRN-Busses, die mich auf der L 465 zwischen Zweibrücken und Mörsbach trotz Gegenverkehrs unnötig eng überholt haben. Grade der Busfahrer schien vom Überholvorgang seines Vordermanns regelrecht inspiriert worden zu sein. Erst das nachfolgende Auto machte dann langsam und überholte erst, als frei war. 🙄

Gehweg- und Geisterradler (12)

Auch entlang der L 358 zwischen Miesau, Buchholz und Bruchmühlbach wird man mit dem üblichen Radwege-Murks konfrontiert (siehe auch die Mängelliste zum Kreis Kaiserslautern). In südlicher Fahrtrichtung holt einem am OA von Miesau ein Zeichen 240 StVO für nicht mal 50 Meter nach rechts, ehe ein weiteres Zeichen 240 StVO mit dem ZZ „Ende“ in einer Sackgasse hinter(!) der Querungshilfe die Benutzungspflicht schon wieder aufhebt. In Richtung Bruchmühlbach stehen auch für lange Zeit gar keine Radwegschilder auf der linken Seite. Das hinderte aber am 17. April eine etwa ein Dutzend ältere Radler und Radlerinnen umfassende Gruppe (könnte ein ADFC-Ausflug gewesen sein…) natürlich nicht daran, diesen Weg auch in die „falsche“ Richtung zu befahren.

Da man sich auch im Kreis Kaiserslautern nicht um die rechtlich korrekte Ausstattung von Ampeln entlang von Radverkehrsanlagen kümmert, haben jene an der Einmündung der Römerstraße streng genommen auch eine ganze Reihe Rotlichtverstöße begangen, da sie das Lichtzeichen der reinen Fußgängerampel (keine Kombi-Streuscheiben, wie z. B. auch hier) – und nicht jenes Lichtzeichen der Fahrbahn beachteten. Sie konnten schon froh sein, dass sie zuvor die total unübersichtliche Einmündung Buchholzstraße unfallfrei überstanden hatten…

Zeichen 240 StVO tauchen jedenfalls linksseitig erst ab der Einmündung ins Industriegebiet nördlich der Bahnlinie auf. In beide Richtungen kriegt der Radfahrer grade auch an den Autobahneinmündungen natürlich sein kleines Zeichen 205 StVO, um den § 9 (3) StVO auszuhebeln. Diese Mängel sind übrigens seit Jahren bekannt. 🙄

Geisterradler (13)

Am 19. April befuhr ich den (auf meiner Liste seltsamerweise noch fehlenden) mit Zeichen 241 StVO und später Zeichen 240 StVO beschilderten Weg entlang der L 469 zwischen dem Zweibrücker Stadtteil Niederauerbach und Oberauerbach. Er weist die üblichen Mängel auf, inbs. liegt er in Niederauerbach durchgängig innerorts – ohne eine besondere Gefahrenlage auf der Fahrbahn. Am nördlichen Ortsausgang von Niederauerbach ist er wegen unzureichender Breite und zahlreichen Grundstücksein- und -ausfahrten sehr gefährlich. Zu allem Überfluss gibt es auch noch eine besonders tückische Verschwenkung an einer Verkehrsinsel. Und genau hier kam mir ein unbeschuhter, allgemein auch leicht hippiemäßig wirkender Radler entgegen, der keinerlei Veranlassung sah, seine Fahrlinie nach außen zu verlagern. Stattdessen schnitt er mir mittig den Weg ab, weshalb ich auf den Gehweg ausweichen musste. Formell mag er kein Geisterradler gewesen sein, da der Weg auch von Oberauerbach ausgehend mit Zeichen 240 StVO beschildert ist. Allerdings steht dort kein „umgekehrtes“ Zeichen 241 StVO, weshalb er wohl der Ansicht war, dass er die gesamte Breite ausnutzen dürfe… 🙄

Hupen (22)

Am 21. April gab es aus dem Auto eines grauhaarigen Rentners auf der B 427 kurz vor Dahn (am „Hochstein-Sporn“) mal wieder ein Huperchen. Das letzte ist ja schon eine Weile her.

Rotlicht (4)

Ebenfalls am 21. April rauschte der Fahrer eines schwarzen Porsche Cayenne noch schnell über die grade auf Rot umgesprungene Ampel am „Landauer Tor“ in der Lemberger Straße hinein in die Volkgsgartenstraße. Er stand dann halt etwas früher an der direkt folgenden roten Ampel an der Kreuzung der Landauer Straße. 🙄

Stopschilder (10)

Es ging weiter durch die Kronenstraße Richtung Blocksbergstraße. Ein vor mir aus dem Berliner Ring gekommener Fahrer eines Golfs fuhr dann ohne an der Haltelinie des dortigen Zeichen 206 StVO zu halten nach links in die Blocksberstraße ein. Viel gebracht hatte es nicht, da er anschließend einen kleinen Jungen, der dort grade mit dem Rad über den Zebrastreifen fuhr, passieren lassen musste.

Schwarzbachtalbahn im Frühling

Vor einer Weile hatte ich bei Contwig eine frisch gerodete Stelle entdeckt; ich vermute mal, dass dort irgendwer irgendwas hinbauen wollen wird. Da es heute zeitlich relativ gut passte, schleppte ich dann doch mal wieder die dicke Kamera zum Bahn-Fotografieren mit. So enstand um 13:50 Uhr kurz hinter dem Radfahrer-BÜ das obige Beitragsbild. Die RB 12922 aus Saarbrücken nach Pirmasens erreicht gleich den Haltepunkt Contwig. Leider war das Seitenlicht um diese Zeit noch etwas dürftig, weshalb der ungetaufte Desiro 642 677 etwas blass wirkt. Ein Stündchen später wäre besser gewesen.

Da die Schwarzbachtalbahn mit dem Verlauf des namensgebenden Flusses stetig von nach Nord nach Süd mäandert, konnte ich ein Stück weiter Richtung Niederauerbach noch im passenden Licht ein Foto des Gegenzuges machen; da der Hang dort stark bewaldet ist, ist es entweder zu schattig – oder man hat kaum noch Seitenlicht. Dazu musste ich mich auch mitten auf die Fahrbahn der K 3 stellen. Jene Straße befindet sich allerdings auf dem Gebiet der Stadt Zweibrücken in einem hundsmiserablen Zustand, weshalb dort allgemein sehr wenig Verkehr herrscht. Die RB 12919 von Pirmasens nach Saarbrücken passiert dann auch gleich den ehemaligen Bahnhof von Niederauerbach. Gefahren wurde diese Leistung mit dem auf „Langenlonsheim“ getauften 642 109.

Kurz vor Niederauerbach

Eigentlich wollte ich gegen Ende meiner Runde noch bei Thaleischweiler knipsen – aber mein Timing war wieder etwas mies.

Was will uns der Künstler damit sagen?

Die Kreisverwaltung Südliche Weinstraße hatte ja im vergangenen Dezember beschlossen, die Benutzungspflicht der straßenbegleitenden Geh-Radwege entlang der L 494 zwischen Völkersweiler und Gossersweiler-Stein aufzuheben. Ich war schon länger nicht mehr dort unterwegs. Einer der hier regelm. Kommentierenden hatte aber zuletzt die Gelegenheit, auf seiner Tour schnell drei Fotos zu machen. „Was will uns der Künstler damit sagen?“ weiterlesen

Gehwegradler verunfallt in Landau

Pressemeldung der PD Landau vom 18. April 2018:

Radfahrer haben auf dem Gehweg nichts zu suchen

17. April 2018, 17 Uhr Die Unsitte von Radfahrern, den Gehweg zu benutzen, wurde einem 17-jährigen Landauer am Dienstag zum Verhängnis. Der Jugendliche benutzte in der Ostbahnstraße (Boulevard) verbotswidrig den Gehweg um in die Innenstadt zu fahren. Dabei kam er auf das Gitter einer Baumumrandung und rutschte mit dem Vorderrad weg. Er verlor die Kontrolle über sein Fahrrad und fuhr gegen einen dort geparkten VW Golf. Die Motorhaube und der Kotflügel des Autos wurden zerkratzt. Das Vorderrad am Rad war verbogen und die Bremse beschädigt. Der Radfahrer erlitt leichte Abschürfungen an der Hand und an der Schulter.

Tja, das wird dann wohl teuer für den jungen Mann…! 🙄

Bei der Gelegenheit: Die Pressemeldungen der PD Landau fallen mir durch ihre „Lockerheit“ positiv auf. In der Landauer Polizeidirektion scheint jemand wirklich Spaß am Schreiben zu haben. 😉 Besonders amüsant fand ich z. B. den (etwas bösen) Titel zur Pressemeldung über Fußballfans, die u. a. Verkehrsschilder mit FCK-Aufklebern „verziert“ hatten: „Klebend in die Dritte Liga„. 😀

Prachtfrühling

Selten habe ich den Frühling und so eine Schönwetterphase, wie wir sie seit etwa 3 Tagen mehr und mehr genießen dürfen, so sehr herbeigesehnt wie nach dem vergangenen Siffwinter 2017/2018.

Endlich scheint mal wieder die Sonne von Früh bis Spät, die Temperaturen sind angenehm mild und selbst der gelegentlich böig auffrischende Wind lässt sich gut aushalten. Nichts ist nass, nichts ist matschig. Endlich keine Handschuhe, lange Hose, Winter-, Wind- und Regenjacke mehr. Die Natur „explodiert“ nach dem lange andauernden saukalten Wetter derzeit förmlich: alles grünt, alles blüht. Auch die Fauna erwacht überall zu neuem Leben; Schmetterlinge, Käfer, Hummeln, Bienen… ein Traum! 🙂

Da ich heute nur eine relativ kurze Runde mit dem Rennrad gedreht hatte, reifte in mir die Idee, am Nachmittag noch eine kurze Tour mit dem MTB zu machen und ein paar uralte Waldwege in unmittelbarer Umgebung zu „inspizieren“, die ich ebenfalls schon ein paar Jahre nicht mehr gefahren bin. Die waren auch teils wirklich total zugewachsen. Ich nahm dann auch mal für die paar Kilometer nach ewiger Zeit die Kamera und das Stativchen mit. Über meine andauernde fotografische Schaffenskrise schreibe ich bei Gelegenheit auch mal einen (frustrierenden) Artikel. 😉 Früher hatte ich quasi auf jeder Tour meine EOS 550D mit im Rucksack…

Jedenfalls konnte ich so an einer schönen Stelle bei Gersbach mal ein „Frühlings-Selfie“ machen.

Treppenfahren in Waldmohr

Nachdem ich bei meinem letzten Ausritt in die Nordpfalz das „Baumkuscheln“ in der Waldmohrer Eichelscheiderstraße dokumentiert hatte, fiel mir bei der Weiterfahrt anschließend in der Weiherstraße beim flüchtigen Blick nach rechts noch ein weiteres Blauschild auf. In dem Moment hatte ich aber keine Lust, erneut anzuhalten.

Das holte ich heute schnell nach. Das Zeichen 240 StVO bewirkt hier auch keine Benutzungspflicht, sondern gibt (lobenswerterweise) den Weg entlang des Glans durch eine parkähnliche Anlage auch für Radfahrer frei. Das Metallgestänge in der Mitte des Beitragsbildes verrät schon ein wenig die Pointe:

Man darf hier also tatsächlich völlig legal z. B. mit dem MTB Treppen fahren. 😉

Wirklich gut gelöst ist das trotzdem nicht; da hätte man schon noch eine ordentliche Spur neben der Treppe anlegen können; auch wenn sich daneben durch das gelegentliche Befahren schon eine Art „Trampelpfad“ gebildet hat.

Alltagserlebnisse (Teil 28)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren! 😉

Überholmanöver (50)

„Kleines Jubiläum“! 🙄 Ich gratuliere hiermit dem Fahrer des Rettungswagens des Deutschen Roten Kreuzes, welcher mich (ohne Tatütata) am Mittag des 11. April in der Blocksbergstraße kurz vor der Einmündung Poissystraße mit vielleicht 40 Zentimetern Abstand überholt hat. Angestiftet wurde er wohl wie so viele vom dortigen, hier schon mehrfach kritisierten „Schutzstreifen“. Ich fuhr (wie so oft) wegen parkender Autos am äußeren linken Rand des Engüberholen-Einladungsstreifens. Immerhin: hätte er mich angefahren, wär die Erste Hilfe gleich vor Ort gewesen…! 😡 Nicht einmal Rettungssanitäter halten es für nötig, zu Radfahrern einen angemessenen Abstand zu halten.

Überholmanöver (51)

Es ging weiter nach Frankreich. In der Rue Général Stuhl in Bitche (D 35) überholt mich der Fahrer eines weißen Transportes mit nur unwesentlich größerem Abstand, bei völlig freier Gegenfahrbahn. 🙄

Geschwindigkeit (9)

Jener Transporter spielte nur ein paar Meter weiter in der Rue de Tilleuls (D 110M) noch eine Nebenrolle. Denn wie schon zuletzt wurde ich in der dortigen 30er-Zone trotz 32 km/h auf dem Tacho mal wieder überholt, dieses Mal von einem blauen Flitzer. Der Überholende hing dann aber hinter dem das Tempo 30 einigermaßen beachtenden Transporter und einem weiteren Auto fest. Er bog dann noch ohne zu blinken rechts in Richtung Stadtmitte ab.

Gentlemen (9)

Kurzes Eigenlob: Auf der K 17 zwischen Petersberg und der B 270 lag in einer langgezogenen Kurve am Mittag des 15. April auf der linken Fahrbahnseite ein größerer Sandstein-Felsbrocken. Ich hielt kurz an und warf ihn in den Straßengraben. Solche „Aufräumarbeiten“ erledigte ich regelmäßig. Ich hab z. B. keine Lust darauf, hinterher mal in einem Polizeibericht zu lesen, dass an einer solchen Stelle wegen eines unerwarteten Hindernisses auf der Fahrbahn ein Zweiradfahrer stürzte.

Überholmanöver (52)

Regelrecht geschnitten wurde ich am 15. April während der rumpligen Abfahrt die L 466 hinunter nach Rieschweiler-Mühlbach, laufen lassen kann man es dort höchstens mit dem MTB; ich war allerdings mit dem Renner unterwegs. Wegen der Straßenschäden (sich auflösende Flickschustereien und neue Schlaglöcher) nutzte ich die volle Breite der Fahrbahnhälfte aus. Das gefiel dem Lenker eines Wagens mit Tübinger Kennzeichen wohl nicht so recht, kurz vorm Ortseingang überholte er sehr eng und zog gleich wieder rüber.

Überholmanöver (53)

Etwas Glück hatte der rennradelnde Kollege, der etwas später die Windsberger Hochwaldstraße hinunterfuhr. Dass ich so ein grandioser Bergfahrer bin, liegt übrigens an meinem Wohnort – der Anstieg grade im unteren Teil ist bei Radfahrern der Region durchaus gefürchtet. 😉 Ich kam jedenfalls von unten und befand mich kurz vor der Serpentine, als mich ein Auto aus dem Kreis Südliche Weinstraße in jener unübersichtlichen Rechtskurve überholte. Wäre der Rennradler ein Auto gewesen, hätte es wohl gescheppert. 🙄