Radweg von Nieder- nach Oberauerbach

Corona, Corona, Corona. 🤒 Ich kann euch nicht sagen, wie sehr mir das alles auf die Nerven geht. 😫 Da braucht man wenigstens ein bisschen Ablenkung. Also dokumentieren wir doch einfach mal wieder überflüssigerweise mit blauen Schildern verunstaltete „Radinfrastruktur“? Wie bspw. jene entlang der L 469 zwischen Nieder- und Oberauerbach bei Zweibrücken. Auch hier ignoriert die Stadtverwaltung Zweibrücken, die auch weiterhin für eine ständig wegen Krankheit dienstunfähige Sachgebietsleiterin keinen Ersatz einstellt, schon seit über zwei Jahren meine mehrfach bekräftigten Einwände gegen die „Blaubeschilderung“. „Radweg von Nieder- nach Oberauerbach“ weiterlesen

I-Stempel vom Ministerium

Ich habe heute früh eine e-mail einer Mitarbeiterin des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr Landwirtschaft und Weinbau erhalten, die wohl nicht für meine Augen bestimmt war. Da hat die Dame wohl den falschen Anworten-Button erwischt oder mich versehentlich ins Empfänger-Feld eingetragen. Darin wird überdeutlich, was man in diesem Ministerium über meine Wenigkeit und mein Engagement denkt. Spoiler: Natürlich nichts Gutes. „I-Stempel vom Ministerium“ weiterlesen

Alltagserlebnisse (Teil 179)

Hier kurz und unregelmäßig notiert die (laufend durchnummerierten) mehr oder weniger netten Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern. Ich bemühe mich auch, die Positiven zu dokumentieren.

Zur Lage der Nation 😉

Tja. Lange her, die letzte Ausgabe. Ich hatte ja bereits gegen Ende letzten Jahres meine Zweifel geäußert, ob ich mir die Mühe in dieser Form weiter machen soll, weil die Beiträge nur selten gelesen werden. Meine allgemeinen Zweifel aufgrund des Stinkefingers aus Berlin hatten das natürlich auch noch bestärkt. Und nun auch noch der ganze Mist mit Corona. Welcher die Radverkehrspolitik vermutlich die nächsten Monate völlig in den Hintergrund drängen wird. Doch hierzu werde ich mich in den nächsten Tagen noch etwas ausführlicher äußern. Die Notizen-Liste reicht nun auch bis zum 1. März zurück; einiges hatte ich mir auch gar nicht gemerkt bzw. notiert.


Überholmanöver (439)

Am 1. März musste mich mal wieder so ein Vollidiot in einem weißen Seat an der „Petersberger Kuppe“ (L 484) unbedingt überholen. Natürlich kam Gegenverkehr; der durfte bremsen und ausweichen.

Zebrastreifen (27)

Ein älterer Herr bedankte sich am gleichen Nachmittag dafür, dass ich – im Gegensatz zu den beiden Pkw-Fahrern vor mir – am Zebrastreifen gegenüber des Naturheils in der Arnulfstraße angehalten hatte.

Überholmanöver (440)

Am 3. März schnitt mich der Fahrer eines dunklen Pkws in der ansteigenden Schäferstraße beim Überholen. Da ich in Richtung Lemberg unterwegs und die Ampel gerade auf Rot umgesprungen war, fuhr ich links an ihm vorbei und schüttelte in seine Richtung blickend mit dem Kopf. Er ließ kurz die Scheibe runter, worauf ich ihn darauf hinwies, dass man Radfahrer mit mindestens 150 und nicht 50 Zentimetern zu überholen habe. Er nickte nur. Nachdem die Ampel auf Grün umgesprungen war, rief er mir dann kurz vorm Abbiegen doch noch was Unverständliches zu. Feigling!

Stockender Verkehr (4)

Ich kam mir kurze Zeit später mal wieder richtig blöd vor. Auf der Kreuzung Lemberger Straße – Charlottenstraße stockte nämlich der Verkehr, weshalb ich vor der noch grünen Ampel anhielt. Während ich wartete, zwängten sich noch zwei Pkw-Fahrer in die Schlange. Sie standen dann auch den aus der Charlottenstraße kommenden Autos kurz im Weg.

Rotlicht (81)

Gegen Ende der Tour bretterte an der Kreuzung Zweibrücker Straße – Turnstraße noch schnell der Fahrer eines silbernen VW-Bus mit einem RPL-Kennzeichen über die inzwischen schon länger als eine Sekunde rote Ampel für Rechtsabbieger in die Turnstraße. Diese Kennzeichen sind Kraftfahrzeugen der rheinland-pfälzischen Landesregierung vorbehalten. Sehr vorbildlich…! 🙄

Hupen (124)

Am 7. März wurde ich im Anstieg über die L 499 von Waldfischbach-Burgalben hinauf nach Heltersberg von einem jungen Mann während des Überholens angehupt. Vermutlich, weil es ihm lieber gewesen wäre, wenn ich den etwas weiter östlich gelegenen Waldweg benutzt hätte.

Vorfahrt (66)

Bereits der aus der Straße „Unterer Sommerwaldweg“ nach links in die Vorfahrtstraße Rodalber Straße einbiegende Vordermann hatte mir am 8. März genau genommen auch schon die Vorfahrt genommen. Der jüngere Fahrer des folgenden, schwarzen BMW konnte es wohl auch nicht verkraften, wegen eines Radfahrers anhalten zu müssen – und zwang mich somit zum Griff an die Bremshebel.

Kfz auf Radwegen (52)

Am Nachmittag sparte ich mir das Briefporto zu meiner Strafanzeige wegen der Vormittags erlebten Nachstellung und fuhr noch eine kleine Runde über Zweibrücken, um das Schreiben selbst in den Briefkasten der StA Zweibrücken zu werfen. Auf dem Rückweg ging es den mit Verbot für Kraftfahrzeuge beschilderten Feldweg von Rimschweiler rauf zum Flugplatzgelände. Dieses Mal waren auf diesem Schleichweg immerhin nur zwei Pkw unterwegs.

Überholmanöver (441)

Am 9. März ging es auf dem „Schutzstreifen“ in der Blocksbergstraße mal wieder richtig kuschelig zu; ein Pkw-Fahrer schrammte mit einem Abstand von bestenfalls 30 cm an mir vorbei.

Gentlemen (55) / Abfallentsorgung (5)

Yeah! Endlich hat das wirklich mal geklappt…! 😎 Ein paar hundert Meter weiter fiel mir auf, dass einer jungen Frau, die gerade aus einer Bäckerei kam, ihr Taschentuch-Päckchen runterfiel. Ob nun absichtlich oder nicht, sei mal dahingestellt… Ich fuhr spontan auf den Parkplatz, hob es (ich hatte eh Handschuhe an; Corona 🤧 war ja „damals“ in der guten, alten Zeit auch noch kein Thema… 😷) auf und machte die gerade losfahren wollende Dame darauf aufmerksam. Sie ließ die Scheibe runter. „Ihnen ist da etwas runtergefallen!“ Sie nahm es freundlich lächelnd mit den Worten: „Oh, vielen Dank!“ entgegen. „Keine Ursache!“ 😊

Gegenverkehr (29)

Tja, da stehen wir nun, Madame! Am Nachmittag ging es wegen der Sperrung der OD durch die Lemberger Nebenstraßen. Vor der Einmündung der Sangstraße in die Hüttelstraße stand (aus meiner Sicht) links ein geparktes Auto. Eine gerade in die Sangstraße eingebogene Frau hielt jedoch nicht hinter dem Auto an, sondern kam mir quasi frontal entgegen. Ich hielt an und deutete ihr mit den Armen, dass das jetzt eine echt kluge Aktion war. Da ihr Blick dann immerhin doch eine gewisse Einsicht verriet, zwängte ich mich kopfschüttelnd rechts an ihr vorbei.

Überholmanöver (442)

Gleich zwei Klappspaten bestraften mich innerhalb einer Minute dafür, dass ich den seltsamen, in jeder Hinsicht missglückten „Raddingenskirchenstreifen“ wegen eines diesen bereits benutzenden, anderen Radfahrers in der Lemberger Straße stadteinwärts nicht benutzte und überholten mich trotz Gegenverkehr mit äußerst dürftigem Abstand.

Hunde (16)

Kurz vor dem Ende der Tour bemerkte ich im Hochwald, wie der mich kurz vorher überholt habende blaue BMW ca. 200 m vor mir immer langsamer wurde und die Warnblinkanlage einschaltete. Grund hierfür waren zwei Hunde (ein schwarzer und ein brauner), die am Rand der K 6 herumrannten und dann auch wieder im Wald verschwanden. Entweder, sie gehörten einem Jäger – oder sie waren ihrem Herrchen / Frauchen bei einem Spaziergang entlaufen. Da ich in den Pressemeldungen dazu aber nix gelesen habe, gehe ich davon aus, dass sie letztlich wieder zurückgefunden haben.

Leute, geht raus und fahrt Rad!

Ich hoffe, ich habe hiermit jetzt nicht pauschal Menschen aufgefordert, Straftaten zu begehen…!? 🤔😈 Das geht in diesen wahnsinnigen 😷 Zeiten ja leider ratzfatz. Vermutlich wischen sich inzwischen auch schon recht viele, die weiterhin hysterisch nach noch härteren Ausgangssperren schreien, mangels Klopapier den Hintern bevorzugt mit den Artikeln 1 bis 20 des Grundgesetzes ab? Wie dem auch sei. Anstatt bei Twitter die Nachbarn anzuprangern, weil sie überhaupt noch draußen spazieren gehen, könntet ihr doch nun eine einmalige Gelegenheit nutzen: Da draußen ist derzeit so wenig Kfz-Verkehr unterwegs, wie wohl seit zig Jahren nicht mehr. „Leute, geht raus und fahrt Rad!“ weiterlesen

Ausgangssperre im Kreis Südwestpfalz

Tja. Nun ist es wirklich passiert; in nackter Panik und Angst vor Corona werden nun wirklich die elementarsten Grundrechte sturmreif geschossen. Dank des föderalen Flickenteppichs spielt sich nun auch die Landrätin des Kreises Südwestpfalz zur Quasi-Diktatorin auf – und erlässt per Allgemeinverfügung vom 20. März eine im Vergleich zu den mir bisher bekannten sogar eine ziemlich umfangreiche Ausgangssperre, mit der eine Vielzahl elementarer Grundrechte außer Kraft gesetzt werden sollen. Denn das Radfahren (oder sonstige sportliche Betätigung) in der freien Natur ist nach dem Wortlaut ebenfalls nicht mehr zulässig. „Ausgangssperre im Kreis Südwestpfalz“ weiterlesen

Aus dem Polizeibericht (Teil 84)

In Pirmasens ist ein besoffener Radler mit einer Blutentnahme nicht sonderlich einverstanden. Ein 50 Jahre „junger Mann“ wird in Lauterecken von einer Autofahrerin „übersehen“. Ein ebenfalls besoffener Torkelradler muss in Rockenhausen absteigen und schieben. Die PD Landau hat die in der vorherigen Ausgabe angekündigten Kontrollen abgesagt. Zwischen Diedesfeld und Neustadt verunglückt ein 85-jähriger schwer, als er ohne auf den Verkehr zu achten von einem Feldweg aus eine Landstraße überquert und mit einem Pkw kollidiert. „Aus dem Polizeibericht (Teil 84)“ weiterlesen

Fahrbahn-Freigabe in Bad Bergzabern

Gestern durfte ich endlich zum ersten Mal seit langer Zeit die Fahrbahn der B 427 im Zuge der Ortsdurchfahrt von Bad Bergzabern wieder legal benutzen. Wann genau die hoffentlich endgültige Demontage der zahlreichen Gemeinsamer Geh- und Radweg erfolgte, kann ich leider nicht sagen; über den (ja leider ziemlich nassen) Winter kam ich mit dem Rennrad nicht mehr so weit raus an die Weinstraße. Im Oktober hatte ich mich zuletzt noch einmal an die Kreisverwaltung Südliche Weinstraße gewandt, weil das blaue Gerümpel trotz einer schon vor sehr langer Zeit erfolgten Absichtserklärung der zuständigen Verbandsgemeindeverwaltung dort immer noch herumhing. „Fahrbahn-Freigabe in Bad Bergzabern“ weiterlesen

Drohendes Corona-Radfahrverbot?

Das Thema Corona geht mir zunehmend auf die Nerven. 😷 Es ist halt ein neuartiges, sich weltweit verbreitendes Virus, über das selbst die Experten noch nicht wirklich viel wissen. Das betrifft die Verbreitungs- und Übertragungswege, die Ansteckungsgefahr und die individuellen (bislang eben sehr unterschiedlich ausgeprägten) gesundheitlichen Auswirkungen sowie Infektions-, Todeszahlen und -raten. Trotzdem hat man wieder mal den Eindruck, dass es in Deutschland nicht nur 80 Millionen Bundestrainer, sondern auch 80 Millionen Epidemiologen gibt, denn jeder hat dazu eine ganz exakte Meinung. In diversen, einschlägigen Foren zum Thema Radsport und -verkehr musste ich in den vergangenen Tagen auch entsetzt feststellen, dass inzwischen aufgrund der regelrechten (sich nicht nur im Hamstern von Nudeln und Klopapier manifestierenden…) Panik und Angst relativ viele sogar selbst einen totalen – es geht ja heute nicht mehr ohne coole Anglizismen – „Shutdown“, also eine (radikale) Ausgangssperre fordern. Dies hielte ich persönlich jedoch für maßlos überzogen – und auch absolut unverhältnismäßig. „Drohendes Corona-Radfahrverbot?“ weiterlesen

Radverkehr vom LBM erneut nicht umgeleitet

Bereits im Beitrag zur Vollsperrung der OD Lemberg hatte ich gemutmaßt, dass der LBM garantiert wieder mal seine Lieblings-Zeichenkombination aus einer Absperrschranke (Zeichen 600), einem Verbot für Fahrzeuge aller Art und dem altbekannten Zusatzzeichen „Anlieger bis Baustelle frei“ aufstellen werde. Das hat er dann (siehe das letzte Update im verlinkten Beitrag) auch so getan. Zumindest an der Abzweigung der K 37 von Langmühle kommend in die L 486. Somit dürfen regeltreue Radfahrer auch nicht den der L 486 folgenden Gemeinsamer Geh- und Radweg benutzen (weil ein Verbot für Fahrzeuge aller Art ja nach herrschender Meinung stets für die gesamte Straße gilt), um zur innerörtlichen Umleitung zu gelangen. „Radverkehr vom LBM erneut nicht umgeleitet“ weiterlesen

§ 9 (3) S. 1 gegen § 5 (8) StVO

Da ich es zuletzt mal wieder an einer Kreuzung erlebte, dass vor mir ein Autofahrer nach rechts abgebogen ist und ich deshalb leicht am Bremshebelchen ziehen musste, hatte ich mir vorgenommen, dieser kleinen, rechtlich nicht ganz eindeutigen, weil auch teils widersprüchlichen Situation einen kurzen Blogbeitrag zu widmen. Auch hier werden durch auch rechtlich unausgegorene „Infrastruktur“ Probleme künstlich geschaffen. Denn wie ist das nun eigentlich? § 5 (8) StVO erlaubt das insbesondere durch „Schutzstreifen“ ermöglichte Überholen des vor einer roten Ampel wartenden (also stehenden) Verkehrs. Gleichzeitig verlangt der § 9 (3) S. 1 StVO, dass (insb. rechtsabbiegende) Autofahrer von hinten kommende Radfahrer durchlassen müssen. „§ 9 (3) S. 1 gegen § 5 (8) StVO“ weiterlesen